Schon immer haben wir bei Pankl großen Wert auf eine praxisnahe Ausbildung gelegt. Seit wir den Lehrberuf Mechatronik anbieten, ist unser Ausbildungsspektrum um eine wertvolle Facette reicher: Seit Sommer 2025 gibt es den Pankl Repair Shop. Dabei handelt es sich um einen Service für alle Mitarbeiter:innen, die ihre defekten Haushaltsgeräte zur Reparatur bringen können. Das bietet einen doppelten Vorteil: Unsere Kolleg:innen erhalten eine kostengünstige Instandsetzung ihrer Geräte, während unsere Mechatronik-Lehrlinge wertvolle Praxiserfahrung im Umgang mit verschiedenster Elektronik sammeln. Nachhaltig auf allen Ebenen.
Von Kaffeemaschinen bis zum Wäschetrockner: Ganz schön nachhaltig
Bisher wurden bereits mehr als 15 Geräte erfolgreich repariert. Der Prozess ist denkbar einfach: Man meldet das Gerät an und füllt ein Formular aus. Danach bringt man das defekte Stück in die Lehrwerkstatt der Pankl Academy, wo es begutachtet wird. Gemeinsam mit der Lehrlingsausbilderin Svenja Waltl entscheiden die Lehrlinge anschließend, ob das Gerät repariert werden kann und wie dabei vorgegangen wird. „Mir war es schon immer ein Anliegen, dass meine Lehrlinge alles lernen, was es zu lernen gibt – dazu gehört auch das Reparieren von Haushaltsgeräten, selbst wenn diese nicht direkt Teil des offiziellen Lehrplans sind. Mechatronik ist sehr interdisziplinär. Auch in der Industrie muss man oft um die Ecke denken – genau wie bei der Fehlersuche an einem Haushaltsgerät.“

3D-Druck, Hausverstand und ganz viel Problemlösung
Der Repair-Shop hat nicht nur einen positiven Impact auf die Nachhaltigkeit innerhalb der Belegschaft, das Projekt hilft den Lehrlingen auch dabei, ihr Skillset gezielt auszubauen. Da die Reparaturen an privaten Haushaltsgeräten anfallen, lernen die Jugendlichen direkt für die Praxis und ihr eigenes Leben. Sie erfahren hautnah: Man muss nicht alles sofort neu kaufen.
„Der Repair-Shop ist das perfekte Projekt, um auch abseits der Industrie Skills wie eigenständige Recherche und Konstruktion zu fördern“, so Svenja. „Sie konstruieren und fertigen Ersatzteile mittels 3D-Druck selbst und erleben, wie schnell man Prototypen fertigen kann. Dabei dürfen sie auch Fehler machen – durch das Ausprobieren von Toleranzen verstehen sie das Prinzip Learning by Doing am besten.“
Die Mechatroniker:innen lernen zudem, komplexe Abläufe zu verstehen und sich in Aufgaben „hineinzufuchsen“. Das Projekt fördert das kreative Denken und die Kombination verschiedener Fähigkeiten. Durch die Zusammenarbeit im Team suchen sie gemeinsam nach Fehlern und üben die Dokumentation. „In der Industrie ist es essenziell, dass andere den Lösungsweg nachvollziehen können. Diese Fähigkeit trainieren sie hier intensiv“, erklärt Svenja. Sogar das Verständnis für große Industriemaschinen profitiert von diesen Erfahrungen im Kleinen.

Sicherheit an erster Stelle
Sicherheitsrelevante Schritte werden dabei stets genau überwacht. Die Endabnahme, inklusive professioneller Überprüfung und dem obligatorischen Isolationstest je nach Schutzklasse, erfolgt durch die Ausbilderin, damit die Geräte an die Mitarbeiter:innen geprüft zurückgegeben werden können. Die Mechatronik-Lehrlinge sind nach der Lehrabschlussprüfung offiziell berechtigt, solche Prüfungen eigenständig durchzuführen und Prüfsiegel zu vergeben.













