Digitale Revolution der Werkstoffe: Zukunftsfähigkeit durch präzise Materialdaten

Die digitale Transformation in der modernen Industrie ist kein Trend, sondern eine Notwendigkeit, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. Für Pankl ist Digitalisierung weit mehr als ein Schlagwort: Sie ist der Schlüssel zu Innovation und Effizienz. Gerade im Bereich der Materialwissenschaften zeigt sich, wie wichtig digitale Lösungen sind, um in der Luftfahrt- und Automobilindustrie die Nase vorne zu haben. Bereits mit der Markteinführung des Titan-Pleuels setzte Pankl neue Maßstäbe, indem ein bis dahin nicht verwendeter Werkstoff erfolgreich integriert wurde. Diese Innovationskultur trägt Pankl bis heute, unterstützt durch eigene Werkstoffabteilungen. Diese liefern die Basis für Bereiche wie Konstruktion, Simulation oder Werkstoffverarbeitung und treiben den Fortschritt kontinuierlich voran. Auch in der Fertigung helfen Daten und deren Auswertung Produktionsvorgänge effizienter und nachhaltiger zu gestalten.

Digitalisierung und Werkstoffe: Ein perfektes Zusammenspiel

Mit der Gründung des Pankl Materials Science & Technology Competence Center (PMTCC) Beginn 2024 wurde ein Meilenstein gesetzt. Als Kompetenzzentrum, das materialwissenschaftliche Abteilungen und Labors vereint, fördert es unter anderem ein zentrales und präzises Management von Materialdaten. Diese Daten bilden die Grundlage für den Einsatz digitaler Technologien, neuer Erkenntnisse und künstlicher Intelligenz in der Materialentwicklung aber auch der operativen Produktionseinheiten.

MIMS: Herzstück des digitalen Materialmanagements

Ein Highlight der digitalen Transformation bei Pankl ist das Material Information Management System (MIMS). Diese SQL-basierte Datenbank ermöglicht die zentrale Speicherung freigegebener, rückverfolgbarer Werkstoffdaten, die aus der Werkstoffcharakterisierung und der eigenen Forschung, stammen. Sie sind zentral für alle beteiligten Pankl-Mitarbeiter:innen über Schnittstellen und Web-UIs abrufbar. Das Ergebnis: weniger Übertragungsfehler, höhere Arbeitseffizienz und eine Steigerung der Produktivität, da die Daten rasch und in noch besserer Qualität zur Verfügung stehen.

Leichtbau durch Big Data

Die datenbasierte Festlegung von Werkstoffkerndaten ist entscheidend, um Leichtbaupotenziale voll auszuschöpfen. Im PMTCC werden praxisorientierte Anwendungsfälle adressiert, wie beispielsweise die Bereitstellung optimierter Fließkurven und probabilistische Sicherheitsfaktoren. Diese Ansätze verbessern nicht nur die Bauteilauslegung, sondern reduzieren auch die Kosten für physische Tests und Prototypen. Durch digitales Datenmanagement können Entwicklungszeiten verkürzt und die Wertschöpfung maximiert werden.

Der Einsatz von künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen ist ein zentraler Baustein der zukünftigen Werkstoffentwicklung bei Pankl. Eine umfassende und robuste Datenbasis mit ausreichenden Metadaten ist entscheidend, um präzise Muster zu erkennen und die Auswirkungen von Verarbeitungsprozessen auf die Werkstoffeigenschaften vorherzusagen.

Digitale Transformation der werkstoffe als Eckpfeiler

Die digitale Revolution der Werkstoffe bei Pankl zeigt, wie wichtig eine strukturierte Transformation ist. Diese Veränderungen ermöglichen nicht nur schnellere und präzisere Materialentwicklungen, sondern fördern auch die standortübergreifende Zusammenarbeit und nachhaltige Prozesse. Digitalisierung ist ein Prozess, der ständig weiterentwickelt werden muss – aber mit kontinuierlichem Engagement bleibt Pankl Technologieführer und zukunftssicher aufgestellt.

LEVA: Die Revolution im autonomen Nutztransport

In einer Welt, in der Effizienz und Innovation zunehmend den Unterschied ausmachen, haben zwölf engagierte Ingenieur:innen und Industrial Designer:innen von renommierten Institutionen wie der ETH Zürich, der ZHAW und der ZHdK eine visionäre Idee entwickelt, die den autonomen Lastentransport neu definieren könnte. Ihr Projekt: LEVA – ein kleiner, aber unglaublich leistungsstarker Roboter, der die Zukunft der Vor-Ort-Logistik revolutionieren soll. Und Pankl ist wichtiger Partner dieser wegweisenden Innovation.

Was ist LEVA?

LEVA ist mehr als nur ein Roboter. Er ist das Ergebnis intensiver Forschung und Entwicklung, mit dem Ziel, manuelle Transportarbeit zu minimieren und betriebliche Effizienz auf ein neues Niveau zu heben. LEVA ist ein Nutzlastroboter, der für den Einsatz sowohl in Produktionshallen als auch auf Baustellen konzipiert ist. Ausgestattet mit vier robusten Beinen, fortschrittlicher Automatisierung und intelligenter Navigation, ist er in der Lage, schwere Lasten autonom zu transportieren und so die Sicherheit und Produktivität in verschiedenen Arbeitsumgebungen signifikant zu verbessern.

Neben der Effizienzsteigerung ist auch die Gesundheitsförderung ein zentrales Anliegen von LEVA. Rückenbeschwerden, oft eine Folge des Tragens schwerer Lasten, sollen durch den Einsatz dieses kraftvollen Roboters der Vergangenheit angehören. LEVA ist flexibel einsetzbar – ob in engen Innenräumen, auf Treppen oder im Außenbereich – seine Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig und nahezu unbegrenzt.

Leichtbau: Stark und Innovativ

Bei Pankl steht Innovation an der Tagesordnung. Unsere Expertise in der Mobilität, gepaart mit unseren fortschrittlichen In-House-Fertigungstechnologien, ermöglicht es uns, bahnbrechende Komponenten zu entwickeln. Im Bereich des Additive Manufacturing sind wir seit Jahren Vorreiter bei der Fertigung von komplexen Geometrien. Aus diesem Grund ist der obersteirische Weltmarktführer von Fahrwerks- und Antriebskomponenten in den Bereichen Motorsport, High-End-Automobil und Luftfahrt auch Platinsponsor des LEVA Projekts. „Mit unserem Know-how und unserer Vision haben wir bei Pankl genau die richtige Fertigungstechnologie für ihren Prototyp. Gemeinsam haben wir am Druckdesign gearbeitet. So konnten wir insgesamt drei Kits für den Prototyp zur Verfügung stellen.“, so Tanja Pfeifer, Business Unit Manager Verkauf & Technologie Pankl Additive Manufacturing.

Das Pankl Additive Manufacturing Competence Center liefert entscheidende 3D-gedruckte Metallteile für das Bein-Design von LEVA. Die Anforderungen an diese Komponenten waren hoch: Die Beine müssen nicht nur das Gewicht des Roboters und der zu transportierenden Lasten tragen, sondern auch genügend Bewegungsfreiheit bieten, um Treppen zu steigen und gleichzeitig stabil genug sein, um die aufliegenden Boxen zu tragen. Jedes Bein besteht aus Aluminiumteilen, die dank unserer fortschrittlichen Fertigungstechnologie das perfekte Gleichgewicht zwischen Leichtigkeit und Stärke bieten.

Von der Idee zur Innovation im Nutztransport

Derzeit existiert LEVA noch als Prototyp. Die Studierenden testen ihn unter realen Bedingungen und optimieren ihn kontinuierlich, um sicherzustellen, dass er den hohen Anforderungen in der Praxis gerecht wird. Doch schon jetzt zeichnet sich ab, dass LEVA das Potenzial hat, den autonomen Nutztransport grundlegend zu verändern.

Wir bei Pankl sind stolz darauf, mit unserer Expertise und unseren innovativen Lösungen einen wesentlichen Beitrag zu dieser Entwicklung zu leisten. Gemeinsam mit LEVA setzen wir neue Maßstäbe im autonomen Lastentransport und zeigen, wie durch Zusammenarbeit und technologische Spitzenleistung die Zukunft gestaltet werden kann.

Schweiz als Vorreiter in der Robotikforschung

Die Schweiz ist vielen vor allem als Finanzplatz bekannt, doch dank der exzellenten Qualität der hiesigen Hochschulen entwickelt sich das Land zunehmend zu einem Innovationshub im MINT-Bereich. Besonders im Bereich der Robotik realisieren renommierte Zürcher Hochschulen wie die ETH, ZHAW und ZHdK spannende Projekte, die bereits praktische Anwendung finden. Ob Weltraumroboter, Exoskelette oder ein intelligenter Elektrorollstuhl, der sogar Treppen steigen kann: Diese Technologien halten langsam, aber sicher Einzug in unseren Alltag.

Für ihre Entwicklung sind nicht nur KI-gestützte Systeme entscheidend, sondern auch komplexe Geometrien und leichte Materialien, die die Flexibilität und Alltagstauglichkeit der Roboter gewährleisten. In diesem Bereich kann Pankl als Partner in der Robotik nicht nur punkten, sondern dank der Vielzahl an hauseigenen Fertigungstechnologien und umfassendem Know-how im Bereich komplexer Geometrien einen wesentlichen Beitrag zur Weiterentwicklung leisten.

Mehr zu dem Projekt findet ihr auf leva.ethz.ch/ oder auf Instagram.

Im Gespräch mit Stefan Seidel über die MotoGP und den Motorsport bei Pankl

Von 16. bis 18. August ist die MotoGP wieder zu Gast in Spielberg. Besucher:innen können an diesem Wochenende High Tech, High Speed und High Quality am Ring erwarten. In vielen Bikes, die auf der Rennstrecke zu finden sind, stecken hochtechnologische Komponenten von Pankl drin. Wir haben Stefan Seidel, CTO von Pankl Racing Systems zum Interview getroffen und über die MotoGP und den Rennsport allgemein bei Pankl gesprochen.

Welche Pankl-Komponenten, von denen man erzählen darf, sind in den Bikes der Königsklasse MotoGP auf dem Red Bull Ring unterwegs?

In den MotoGP-Bikes sind zahlreiche Pankl-Komponenten verbaut. Das sind unter anderem Motorkomponenten wie Pleuel und Kolben, Chassis-Komponenten wie zum Beispiel. Rahmenteile sowie Getriebekomponenten. Einige der verbauten Teile wurden auch additiv gefertigt – also mittels 3D Druck. Unsere Hightech-Komponenten machen die Bikes nicht nur schnell, sondern müssen auch den höchsten Anforderungen hinsichtlich Zuverlässigkeit standhalten, um während des gesamten Rennens eine konstant gute Leistung zu bringen.

MotoGP und Formel 1 sind die großen Aushängeschilder im Motorsport. Wie viele bzw. welche Rennserien werden von Pankl beliefert?

Kurz gesagt: alle. Pankl beliefert eine Vielzahl von Rennserien, darunter IndyCar, NASCAR, Rallye, aber auch Langstreckenmeisterschaften wie Le Mans oder die Formel E. Überall dort, wo Motorsport auf höchstem professionellem Niveau betrieben wird, sind Pankl-Komponenten im Einsatz.

Wie unterscheidet sich der Rennsport von der Serie bei Pankl?

Das Rennsportgeschäft und die Serienproduktion lassen sich eigentlich kaum direkt vergleichen. In der Serienproduktion dominieren natürlich die hohen Stückzahlen und der Preis, da die Serie sehr kostengetrieben ist, während im Motorsport meistens der Prototypenbau sehr stark im Vordergrund steht. Hier werden spezialisierte, hochpräzise Komponenten in kleineren Stückzahlen gefertigt, die dann mit dem Pankl Know-how auf der Rennstrecke den Unterschied machen.

Wie ist das Ganze innerhalb des Unternehmens organisiert? Gibt es Teams, die speziell nur für den Rennsport arbeiten?

Bei Pankl gibt es Unternehmensbereiche die primär im Motorsport und im High-End-Serienbereich tätig sind. Andere Abteilungen konzentrieren sich ausschließlich auf die Serienproduktion. Im Laufe der Jahre sind wir als Unternehmen stark gewachsen, haben aber nie unseren Racing-Spirit verloren. Die einzelnen Unternehmensbereiche wurden immer miteinander vernetzt. So konnten wir uns in unterschiedlichen Märkten als Weltmarktführer etablieren. Wir haben aber auch die Division Aerospace ausgebaut – wie man insbesondere auch am Bau eines eigenen Luftfahrtwerkes sehen kann. Intern haben wir über die Jahre nachhaltige Strukturen geschaffen, um unsere Kompetenzen gezielt einzusetzen und mit Innovationen bei unseren Kunden zu punkten.

Lässt sich umrechnen, ob viele Jobs am Motorsport hängen?

Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so scheint, so hängen doch viele Arbeitsplätze bei Pankl direkt am Rennsport, da auch ein Großteil unseres Seriengeschäfts stark durch unsere Aktivitäten im Motorsport beeinflusst wird. Seit Jahren nutzen wir bei Pankl den Motorsport als eine gute Möglichkeit, um neue Technologien zu testen und diese dann in die Serienproduktion zu bringen.

Findet vieles aus dem Rennsport später den Weg in die Serientechnik?

Grundsätzlich finden sehr viele Innovationen in unterschiedlichen Ausprägungen ihren Weg aus dem Motorsport in die Serie. Doch so einfach, wie es klingt – nämlich ein Produkt aus der Formel-1 in einen Sportwagen zu übertragen – ist es nicht. Es ist ein erheblicher Mehraufwand nötig, um Produkte aus dem Rennsport für die Serie zu industrialisieren: Die Lebensdauer der Bauteile muss erhöht oder die Anforderungen für eine Straßenzulassung erfüllt werden. Für uns dient der Motorsport als Spielwiese für neue Technologien, die wir dann für die Serie weiterentwickeln und industrialisieren. So sorgen wir dafür, dass diese Innovationen schließlich in Hochleistungsfahrzeugen eingesetzt werden können.

Zur Person:
DI Stefan Seidel ist seit vielen Jahren Teil des Racing Teams. Aktuell ist er als CTO vor allem für die Bereiche Vertrieb sowie Forschung und Entwicklung verantwortlich und fokussiert sich darauf, dass Pankl auch in Zukunft mit „High Tech, High Speed und High Quality“ bei den Kunden punkten kann.

Beitragsbild (c) Rob Gray (Polarity Photo)

CO²-neutrale Produktion: Pankl Aerospace zeigt es vor

Seit mehr als einem Jahr ist das neue Pankl Aerospace Werk in Kapfenberg nicht nur eines der modernsten Fertigungswerke für die Luftfahrtindustrie in Europa, sondern auch ein Vorzeigemodell für CO²-neutrale Produktion. Täglich werden dort sicherheitskritische Luftfahrt-Komponenten zerspant, gedreht, gefräst, lackiert, gewuchtet und geprüft, ganze ohne den Einsatz von fossilen Brennstoffen. Pankl Aerospace zeigt, wie die High-Tech-Industrie mit einem smarten Energiekonzept perfekt kombiniert werden kann.

CO²-neutrale Planung

Als 2018 die konkrete Planung für das neueste Pankl-Werk startete, wurde nicht nur auf eine smarte Aufteilung, eine durchdachte Prozesskette, genügend Raum für Maschinen und auf ausreichende Lagermöglichkeiten ein großes Augenmerk gelegt, sondern auch im Bereich einer energieeffizienten Infrastruktur. Auf fossile Brennstoffe wird dabei gänzlich verzichtet, stattdessen wird auf nachhaltige Energiequellen gesetzt.

Die gesamte Gebäudekonditionierung erfolgt durch hocheffiziente Wärmepumpensysteme, die von der Gebäudeleittechnik angesteuert werden. Die Gebäudeheizung wird zusätzlich durch eine Abwärmenutzung der Druckluftkompressoren unterstützt. Das Aerospace Gebäude wurde auch mit einer Photovoltaik-Anlage ausgestattet. Gegenwärtig beträgt die Photovoltaik-Leistung an diesem Standort knapp über 330 kWp, welche ca. 350.000 kWh im Jahr produziert und damit 22% des jährlichen Strombedarfs deckt. Der restliche Strombedarf wird durch „Grünstrom“ gedeckt, der in seiner Erzeugung eine Umweltauswirkung von 0g CO²/kWh ausweist. Der bezogene „Grünstrom“ ist ein Energiemix aus Wasser-, Wind- und Sonnenenergie, sowie fester und flüssiger Biomasse.

Ein Jahr im Einsatz

Im April vergangenen Jahres startete das Aerospace-Werk mit der Produktion der ersten Antriebskomponenten für den Luftfahrtbereich. Durch die intelligente Gebäudeplanung sowie dem Einsatz neuester Technologien konnte man das Werk, trotz zahlreicher Aufträge, energieeffizient nutzen und den ökologischen Fußabdruck minimieren.

Nächste Projekte bereits in Planung

Die nächsten Schritte in der Weiterentwicklung der CO²-neutralen Produktionsstrategie sind bereits in Planung. Mit dem Bau der Pankl Academy wird nicht nur die Ausbildung auf ein neues Niveau gehoben, sondern auch die Energieeffizienz und Gebäudetechnik weiter optimiert. Für die Academy werden die gleichen strengen Standards in Bezug auf den Verzicht auf fossile Brennstoffe gelten, die bereits das Aerospace Werk auszeichnen. Pankl stellt sich auch der Herausforderung bestehende Standorte zu modernisieren und seine Vorreiterrolle im Bereich der nachhaltigen Industrieproduktion voranzutreiben. Vorausschauend werden dadurch neue Maßstäbe für die Industrie der Zukunft gesetzt.

Mehr zum Thema „Nachhaltigkeit bei Pankl“ findet man auch in unserem aktuellen Nachhaltigkeitsbericht – auch als ePaper erhältlich.

Jeder Meter zählt: Pankl kooperiert mit der Steirischen Kinderkrebshilfe

Jährlich erkranken österreichweit rund 300 Kinder unter 15 Jahren an Krebs – eine Diagnose, die die ganze Familie betrifft. Die Mission der Steirischen Kinderkrebshilfe ist es, betroffenen Personen zu helfen – und das seit 1985. Um noch mehr Bewusstsein für die wichtige Arbeit des Vereins zu schaffen, sind fast 100 Pankl-Mitarbeiter:innen nicht nur mit Armbinden der Steirischen Kinderkrebshilfe gelaufen, sondern haben in den vergangenen Monaten mit unterschiedlichen Initiativen auch Spenden gesammelt.

Brucker Businesslauf im Zeichen der guten Tat

Pankl Racing Systems wollte nicht nur interne Aktionen zur Spendensammlung fördern, sondern auch öffentlich Awareness für den Verein der Steirischen Kinderkrebshilfe generieren. So haben alle Mitarbeiter:innen, die beim Businesslauf in Bruck teilnehmen, eine Armbinde des Vereins erhalten, um gegenüber anderen Teilnehmer:innen ein Zeichen zu setzen. Harald Egger, Head of HR & Legal bei Pankl: „Jedes Jahr laufen viele Menschen beim Brucker Businesslauf mit. Das erschien uns als richtiger Ort, um Awareness für die Steirische Kinderkrebshilfe zu setzen. Dank der Unterstützung unserer Kolleg:innen und der Unternehmensleitung konnten wir wirklich eine beträchtliche Reichweite erzielen.“

Gemeinsam mit der Firma Pankl werden auch acht Mitarbeiter:innen des Notariats Kapfenberg mit den Armbinden mitlaufen. „Da es dem Notariat Kapfenberg ein großes Anliegen ist, die Kinderkrebshilfe zu unterstützen und deren Botschaft zu verbreiten, haben wir diese Kooperation sehr gerne unterstützt.“, so Notar Guido Schwab.

Gemeinsam mit den Pankl-Mitarbeiter:innen ist auch Mario Walcher, Obmann der Steirischen Kinderkrebshilfe, mitgelaufen. „Wir wollen als Steirische Kinderkrebshilfe Aufmerksamkeit für unsere kleinen „Kämpfer:innen“ und deren Familien schaffen, die täglich mit viel größeren Herausforderungen konfrontiert sind, als wir. Durch die Unterstützung von Pankl Racing und seiner Mitarbeiter konnten wir bei dem Brucker Businesslauf der guten Sache ein Gesicht geben und ein gut sichtbares Zeichen setzen.“, so Obmann Walcher.

v.l.: Mario Walcher (Obmann der Steirischen Kinderkrebshilfe), Ana Cukic (Pankl), Christian Pichler (Mitglied des Vorstands der Steirischen Kinderkrebshilfe, Guido Schwab (Notariat Kapfenberg) (c) Pankl Racing Systems | Gletthofer/Slomo

Mit Spenden Großes bewirken – Steirische Kinderkrebshilfe

Die Spendengelder der Steirischen Kinderkrebshilfe werden in vielen Bereichen eingesetzt, wie z.B. psychologische und psychosoziale Betreuung, Mitfinanzierung optimaler Behandlungsbedingungen, Schaffung positiver Zukunftsperspektiven. Darüber hinaus wurde 1994 der „Forschungsverein der Steirischen Kinderkrebshilfe“ mit dem Ziel gegründet, die Entwicklung neuer Therapiemethoden in enger Zusammenarbeit mit fachlich renommierten Universitätskliniken zu unterstützen. Nähere Informationen zum Verein sowie zu Spendenmöglichkeiten gibt es hier: steirische-kinderkrebshilfe.at/spenden/.

Gemeinsam für den guten Zweck: Mitarbeiter:innen von Pankl und dem Notariat Kapfenberg mit den Armbinden der Steirischen Kinderkrebshilfe

Lange Nacht der Forschung 2024: Es geht hoch hinaus

Am 24.05.2024 findet wieder die Lange Nacht der Forschung statt und wir sind natürlich wieder mit dabei. Dieses Jahr öffnen wir unser Pankl Aerospace Werk – eines der modernsten Luftfahrtwerke Europas – und geben Einblicke in die Luftfahrtindustrie mitten in Kapfenberg.

Ready for takeoff – Pankl Aerospace

1996 wurde die Division Luftfahrt bei Pankl gegründet. Was früher in einem Raum Platz hatte, benötigt heute ein Werk mit über 7.000 m2 Produktions-, Konstruktions- und Montagefläche. Nach der Fertigstellung im Jahr 2023 ist es eines der modernsten Luftfahrtwerke Europas. Bei der Langen Nacht der Forschung bekommt ihr einen Einblick in die Bereiche Qualitätssicherung, Produktion, Fertigung, Montage und Lackiererei und erfährt, was alles beachtet werden muss, um sicherheitsrelevante Bauteile für die Luftfahrt herzustellen.

Erlebniswelt Mobilität

Seit fast 40 Jahren prägt Pankl die Mobilität mit innovativen Produkten und modernem Design. Dabei dient der Rennsport als Spielwiese für neue Ideen, im Bereich High-Performance werden diese Ideen industrialisiert und auf Basis dessen dann auch irgendwann in alltagstauglichen Fahrzeugen verbaut. Im Rahmen der Langen Nacht der Forschung zeigen wir euch nicht nur coole Fahrzeuge, sondern auch die Produkte, die zum Beispiel in einem Formel-1-Auto oder einem MotoGP-Bike stecken. Wir erklären euch, wie unsere Produkte ein Auto bewegen. Auch für die Kleinen ist etwas dabei: An einer eigenen Mitmachstation gibt es etwas zum Basteln.

Digitalisierungecht erleben

In den letzten Jahren wurden vor allem die Arbeitsprozesse bei Pankl immer weiter digitalisiert. Bei der Langen Nacht der Forschung zeigen wir, wo wir bereits modernste Technologien einsetzen. Was ein gesensortes Fahrwerk ist oder wie die HoloLens- Brille tagtäglich in unterschiedlichen Bereichen zum Einsatz kommt, erklären wir dir am 24.05.2024.

die lange Nacht der Forschung

Das und noch vieles mehr erwartet dich bei der Langen Nacht der Forschung am 24.05.24 von 17 – 23 Uhr bei Pankl im High-Tech-Park 1. Komm vorbei und tauche mit uns gemeinsam in die faszinierende Welt der Mobilität ein. Alle Infos dazu findest du auf der Website der Langen Nacht der Forschung und auf der Eventseite der Stadtgemeinde Kapfenberg. Wir freuen uns auf deinen Besuch!

Weltfrauentag: Die erste weibliche Lehrlingsausbilderin im Portrait

2019 war Melanie zum ersten Mal in der Lehrwerkstatt. Mittlerweile befindet sich dort auch der Arbeitsplatz der ausgebildeten Zerspanungstechnikerin. Denn Melanie ist seit 2024 Lehrlingsausbilderin – und zwar die erste weibliche Lehrlingsausbilderin für den Lehrberuf Zerspanungstechnik/Metalltechnik. Im Rahmen des Weltfrauentag hat sie uns über ihren Werdegang erzählt.

Schon während ihrer Lehrzeit hatte Melanie den Wunsch, einmal als Lehrlingsausbilderin zu arbeiten. „Der Ausbildungsleiter, Christian Tesch, hat das damals mitbekommen, dass ich nach meiner Ausbildung gerne selbst als Ausbilderin arbeiten möchte und hat mich während meiner Lehrzeit darauf angesprochen. Als ich meine Lehrabschlussprüfung gemacht habe, wurde der Bewerbungsprozess gestartet und ein paar Monate später war ich dann da“, erzählt Melanie.

Meine Arbeit bewegt die Welt

Am meisten Spaß macht ihr die Arbeit mit den jungen Lehrlingen, ihnen was beizubringen oder auf Messen mit potenziellen Kolleg:innen über die Lehre bei Pankl zu sprechen, hat sie schon immer gerne gemacht. „Ich kann mein Wissen weitergeben, muss aber immer wieder neue Wege finden, um die Informationen für jeden einzelnen Lehrling so verständlich aufzubereiten, dass es für sie genauso logisch erscheint wie für mich“.

Obwohl sie erst seit wenigen Wochen zum Ausbilderteam gehört, wurde sie von ihren Kollegen bereits voll integriert. „Alle haben mich herzlich aufgenommen. Natürlich kennt man sich aus der Ausbildung, ich wusste schon, mit wem ich es zu tun habe. Aber es stört auch niemanden, dass ich die einzige Frau bin. Und das finde ich wirklich super.“

Doch damit ist Melanie noch nicht am Ende ihrer Ausbildung angelangt: Als Nächstes stehen die Meisterprüfung, Weiterbildungskurse und die Ausbildung zur Lehrlingsausbilderin auf dem Programm. Dabei wird sie von Pankl in ihrer Aus- und Weiterbildung voll unterstützt.

Female Power in der Pankl Academy

Auch sie wird ab 2025 in der Pankl Academy die Fachkräfte von morgen ausbilden. Neben mehr Platz, modernen Maschinen und gut ausgestatteten Schulungsräumen wird es auch Chill-Out-Areas und einen Basketballplatz für die Pausen geben. „Mit der neuen Academy setzt Pankl einen wichtigen Schritt in Richtung moderne Ausbildung. Ich freue mich auf jeden Fall auf mehr Platz und innovative Raumkonzepte. Und auf unsere zukünftigen Lehrlinge.“, so Melanie. Am Weltfrauentag möchten wir vor allem unsere weiblichen Kolleginnen vor den Vorhang holen und zeigen, wie viel Female Power wir bei Pankl aufweisen.

Pankl Racing Systems ist familienfreundlichster Arbeitgeber in der Steiermark

Am 14.02. fand die Verleihung des Landespreis für die familienfreundlichsten Betriebe in der Steiermark statt. Als Gewinner wurde Pankl Racing Systems in der Kategorie „Große Unternehmen ab 101 Mitarbeitern“ gekürt.

Kind und Karriere, flexible Arbeitszeitmodelle, Home-Office oder Unterstützung bei der Kinderbetreuung sind nur einige der Angebote, die Mitarbeiter:innen mit Kindern bei Pankl Racing Systems in Anspruch nehmen können. Der obersteirische Weltmarktführer in den Bereichen Motorsport, Sportwagen und Luftfahrt setzt auf eine familienfreundliche Unternehmenskultur.

Harald Egger, Head of Human Resources bei Pankl Racing Systems: „Bei Pankl sind wir bemüht, gemeinsam mit unseren Müttern und Vätern Lösungen zu finden, die vor allem bei der Kinderbetreuung ansetzen. Wir sehen bei Kolleg:innen, die nach einer Karenz wieder in den Betrieb kommen, eine sehr hohe Motivation und Freude am Wiedereinstieg. Um nicht an eventuellen Hürden zu scheitern, versuchen wir durch offene Kommunikation und Kooperation Lösungen zu finden. Mit dieser Auszeichnung sehen wir, dass wir als Unternehmen an den richtigen Stellschrauben drehen“.

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist bei Pankl seit Jahren ein wichtiger Bestandteil der Unternehmenspolitik. Durch die Schaffung von hochwertigen Industriearbeitsplätzen in Verbindung mit familienfreundlichen Leistungen ist es dem Konzern mit Sitz in Kapfenberg über die Jahre gelungen, auch für Frauen in der Region ein attraktiver Arbeitgeber zu sein. Dabei ist es wichtig, ein soziales Umfeld im Betrieb zu schaffen, Kinderbetreuungsangebote in der Region auszubauen und auch monetäre Unterstützung zu gewährleisten.

Familienfreundliche Unternehmenskultur seit 1985

Das Thema Kinderbetreuung ist für viele berufstätige Eltern ein sehr wichtiges. Mit offener Kommunikation, individuellen Lösungen und groß angelegten Aktionen wird versucht, seitens Pankl Rahmenbedingungen zu schaffen, die für alle Kolleg:innen mit Betreuungspflichten funktioniert. „Dass wir mit unseren Maßnahmen am richtigen Weg sind, zeigt uns die Auszeichnung zum familienfreundlichsten Betrieb, auf die wir auch sehr stolz sind. Ausruhen werden wir uns aber auf dem Erfolg nicht.“, so Egger.

Diese Benefits bietet Pankl:

  • Zuschuss zur Kinderbetreuung
  • Kindergartenfixplatz der Stadtgemeinde Kapfenberg als Pankl Arbeitnehmer
  • Home Office
  • Flexible Arbeitszeiteinteilung
  • Individuelle Karenzmodelle

Pankl Racing Systems, mit dem Headquarter in der Obersteiermark, bietet viele Karrieremöglichkeiten in fast 60 unterschiedlichen Tätigkeitsbereichen. Infos zu den offenen Positionen findet man auf pankl.com/jobs.

Karriere mit Lehre bei Pankl: Tag der offenen Lehrwerkstatt

Am 02.02. veranstaltete Pankl Racing Systems erneut den Tag der offenen Lehrwerkstatt in Bruck/Mur und öffnete seine Tore für mehr als 150 Besucher:innen, die sich rund um das Thema Lehre informieren.

Als einer der größten Lehrlingsausbildner in der Region, öffnete Pankl am 02.02. wieder die Tore zur Lehrwerkstatt und gewährte Besucher:innen spannende Einblicke in die Welt des Motorsports, der Luftfahrt- und Sportwagenindustrie. Als Weltmarktführer in diesen Sparten steckt viel Innovation hinter den Kulissen.

Zerspanungstechnik, Coding, Mechatronik oder Koch: Vielfältige Jobmöglichkeiten für sich entdecken

Mittlerweile bildet Pankl Lehrlinge in elf Lehrberufen aus. Je nach persönlichen Interessen, können junge Menschen einen der folgenden beim obersteirischen Zulieferer für Motorsport- und Luftfahrtkomponenten erlernen:

  • Zerspanungstechnik
  • Maschinenbautechnik
  • Mechatronik
  • Betriebslogistik
  • Werkstofftechnik
  • IT-Systemtechnik
  • Applikationsentwicklung & Coding
  • Bürokauffrau-/mann
  • Koch/Köchin
  • Elektrotechnik
  • Lackiertechnik

Beim Tag der offenen Lehrwerkstatt hatten nicht nur Jugendliche, sondern auch ihre Eltern, die Möglichkeit unterschiedliche Lehrberufe kennenzulernen, bei einigen Stationen auch etwas auszuprobieren und mit dem Ausbilder-Team, dem Recruiting sowie mit den Lehrlingen zu sprechen. Bernd Kögler, Ausbildungsleiter bei Pankl: „Unser Tag der offenen Lehrwerkstatt fand mittlerweile zum dritten Mal statt. Uns ist es wichtig, im Rahmen der Veranstaltung haben wir wieder eine sehr familiäre Atmosphäre geschaffen, konnten in individuellen Gesprächen über die Talente der Interessenten erfahren, und durften ihnen die vielfältigen Karriereoptionen bei Pankl präsentieren. Die Jugendlichen und ihre  Eltern erhielten in einem persönlichen Rahmen die Möglichkeit, sich über das Unternehmen, die Lehrberufe und die Möglichkeiten nach der Lehrabschlussprüfung bei Pankl zu informieren.“

Jetzt bewerben

Mit über 60 verschiedenen Tätigkeitsbereichen bietet Pankl Racing ein breit gefächertes Karriereangebot. Im Bereich der Lehrstellensuche bieten wir neben berufspraktischen Tagen auch Schnuppertage in unserem Unternehmen an. Bewerben kannst du dich dafür ganz einfach unter pankl.com/lehre oder per Mail an [email protected].

Lehre beendet, Abenteuer beginnt: Dein Karriere-Jahr in den USA

Beginnend mit 2024 bietet Pankl den ausgelernten Lehrlingen bei Interesse die Möglichkeit, nach der erfolgreich absolvierten Lehrabschlussprüfung ein Jahr an einem der zwei Standorte in den USA erste internationale Berufserfahrung sammeln. Die Ausbildung von technischen Fachkräften in Österreich ist international hoch angesehen – besonders in den USA. In Kooperation mit den beiden Standorten in Kalifornien, haben unsere Lehrlinge die Möglichkeit, im Rahmen des internationalen Austausches ein Jahr in den USA zu verbringen, zu arbeiten und das Land und dessen vielfältige Kultur kennenzulernen. „Pankl ist ein Unternehmen, der (fast) unbegrenzten Möglichkeiten – und die bieten wir unseren Lehrlingen sowohl während als auch nach ihrer Ausbildung.“, so Kögler.

Highlights & Herausforderungen: Wolfgang Plasser blickt auf das Jahr 2024

Mit dem Jahreswechsel lassen wir mit unserem CEO Wolfgang Plasser das vergangene Jahr Revue passieren und diskutieren gemeinsam, was 2024 für Pankl bereithält.

Herr Plasser, ich hoffe, Sie sind gut in das neue Jahr gestartet und konnten in den letzten Tagen das Jahr Revue passieren lassen. Auf welche Highlights blicken Sie zurück?

2023 war ganz generell ein recht erfolgreiches Jahr für uns. Ein besonderes Highlight war sicherlich der Rekordumsatz, den wir am Standort in Bruck, mit unseren Motorkomponenten – im Rennsport aber vor allem auch im hochwertigen Serienbereich – mit unseren Titanpleueln erzielen konnten. Insgesamt erwirtschaftete die Pankl Engine Systems 2023 einen Umsatz von 90 Millionen Euro. Das ist fast eine Verdoppelung im Vergleich zu den letzten Jahren. Und es kommen immer noch neue Serienaufträge dazu. Das Ganze ist sehr spannend, weil wir uns in einer Zeit befinden, in der viele von Transformation und von Elektromobilität sprechen. Wir sehen aber, dass es im Bereich der Hochleistungsmotoren eine enorme Nachfrage nach Verbrennungsmotoren mit neuesten Technologien gibt. Für uns ist das sehr erfreulich. Ich hätte mir jedoch nie gedacht, dass sich das in diesem Ausmaß so entwickelt wird.

Auch die Formel 1 wächst. Es kommt ein neues Reglement sowie neue Teams und Motorenhersteller. Das freut uns sehr, da wir ja einer der führenden Zulieferer für Motorsportkomponenten weltweit sind.

Ein weiteres Highlight war 2023 der Umzug in das neue Aerospace-Werk, das jetzt wohl eines der modernsten Luftfahrtwerke in Europa ist. Das ganze Projekt war ein enormer Kraftakt für die Organisation. Innerhalb eines Monats wurden 30 riesige und immens schwere Bearbeitungsanlagen mitsamt den jeweiligen Bauteilen, Vorrichtungen und Werkzeugen und einem Gesamtgewicht von 150 Tonnen übersiedelt. Wir haben uns mit dem Plasmanitrieren auch eine neue Fertigungstechnologie ins Haus geholt, sodass wir unsere Triebwerkskomponenten zur Gänze bei uns im Werk fertigen können. 2024 wird der Umsatz der PASE um ca. 40% steigen. Das erfordert natürlich ein besonderes Engagement aller Mitarbeiter:innen auf allen Ebenen und eine sehr intensive Lieferantenbetreuung.

Und last but not least hat sich auch der Bereich High Performance im Vergleich zum Vorjahr sehr gut entwickelt. Das lag nicht nur am sehr guten Motorkomponenten-Geschäft, sondern auch an der Tatsache, dass wir viele unserer inflationsbedingten Preiserhöhungen erst 2023 durchsetzen konnten. Vom Zeitplan her hätte ich mir das schon früher gewünscht, nämlich schon ab dem 2. Halbjahr 2022. Aber so hat es sich erst 2023 ausgewirkt. Die Inflation ist aber noch nicht weg. 2024 stehen wir vor der Aufgabe, die sehr hohen Kollektivvertragserhöhungen verarbeiten zu müssen. Das Verhandlungsergebnis bedeutet für Pankl nur in Österreich Mehrkosten von 10 Millionen Euro, die wir mit Preiserhöhungen und Produktivitätssteigerungen kompensieren müssen.

Der Bau der Pankl Academy ist ja schon voll im Gange – wenn man beim High-Tech-Park vorbeifährt, sieht man schon deutliche Fortschritte. Wie läuft es da? Wann können wir aus heutiger Sicht mit einer Fertigstellung rechnen?

Die Arbeiten an der Academy haben sich leider ein wenig verzögert, mit der Fertigstellung rechnen wir jetzt erst 2025. Wir waren mit unvorhersehbaren Problemen konfrontiert. Zum einen ist deutlich mehr Wasser vom gegenüberliegenden Hang runtergekommen als die hydrologischen Gutachten prognostiziert haben. Wir mussten einen Drainagegraben in den bereits fertigen Boden legen und gegenüber der Academy ein Entwässerungsbecken ausheben. Zum anderen ist der ursprünglich geplante Fassadenlieferant in Konkurs gegangen. Inzwischen konnten wir die Probleme lösen, aber das Ganze hat uns um etwa drei Monate zurückgeworfen.

Pankl ist schon wieder mit dem kununu-Top-Company Award 2024 ausgezeichnet worden, als einer der beliebtesten Arbeitgeber im DACH-Raum. Was zeichnet uns als Arbeitgeber aus?

Wir haben uns über all die Jahre sehr bemüht, ein fairer und sozialer Arbeitgeber zu sein. Das gesamte Management und unsere Personalabteilung sind da sehr engagiert.

Das größte Arbeitskräftepotenzial in Österreich sind die Mütter, die aufgrund der nach wie vor nicht optimalen Kinderbetreuungsmöglichkeiten einen flexiblen Arbeitgeber brauchen. Mit Teilzeitmodellen, Home-Office oder regionalen Kooperationen im Bereich der Kinderbetreuung haben wir versucht dem Rechnung zu tragen. Vor allem sehen wir, dass unsere Mütter eine enorme Motivation zeigen, wenn sie nach der Karenz beruflich wieder durchstarten können.

Dazu kommt, dass wir größtenteils qualitativ sehr hochwertige Industriearbeitsplätze anbieten – in den meisten Bereichen ist es bei uns nicht schmutzig, nicht laut und auch nicht besonders heiß.

Wir achten aber auch auf ein gutes Betriebsklima. Wir sind als Unternehmen stark gewachsen und können allen Mitarbeitenden viele Karrierechancen im Konzern ermöglichen. Gepaart mit der Vielzahl an Aus- und Weiterbildungsangeboten, gibt es innerhalb der Pankl-Gruppe enorme Wechsel- und Aufstiegschancen. Das ist ein Benefit-Mix, den viele Unternehmen so nicht bieten können.

Reden wir über die Zukunft: Worauf können wir uns 2024 einstellen?

Die Wirtschaft befindet sich in einer Rezession. Vor allem die hohen Energiekosten werden Europa langfristig belasten. Das wird sich logischerweise auch auf den Automobilmarkt auswirken. Gleichzeitig verkaufen sich die Elektroautos nicht so stark, wie prognostiziert. Ich rechne daher mit einem Einbruch des Automarktes im heurigen Jahr. Alles in allem sind die Automobilhersteller und die Zulieferer derzeit in einer sehr schwierigen Situation und wir werden die Auswirkungen davon auch zu spüren bekommen.

Im Luxusbereich – also im eigentlichen Kundensegment von Pankl – glaube ich nicht, dass es dramatische Auswirkungen geben wird.

Das zweistellige Wachstum, welches wir in den letzten Jahren regelmäßig verzeichnen konnten, wird es 2024 nicht geben. Wir werden den Umsatz in Österreich zwar leicht steigern, aber nur ungefähr um die Inflationsrate, also nicht real. Es gibt Bereiche, die stärker wachsen, wie zum Beispiel die Aerospace Division, und es gibt Bereiche, die stagnieren oder rückläufig sein werden. Wirtschaft ist zyklisch, es gibt ein ständiges Aufeinanderfolgen von Boom und Rezession. Ich glaube nicht, dass es 2024 in Deutschland und Österreich ein reales Wirtschaftswachstum geben wird, aber wir werden sehen, wie sich die Dinge entwickeln.

Es wird nicht nur in der Obersteiermark fleißig investiert, sondern auch in Köflach. Was haben wir in der Weststeiermark vor?

Am Standort Krenhof in Köflach werden die Werke 1 und 2 aus- beziehungsweise umgebaut. Das Werk 1 bekommt ein neues Gebäude, im Werk 2 werden wir ein Gebäude erweitern. Wir haben bereits eine hochmoderne Presse bestellt, die zum Beispiel kürzere Taktzeiten ermöglicht. Langfristig geht in Köflach die Reise in Richtung High-Tech-Schmiedekompetenzzentrum.

Nun sind wir am Ende von unserem Gespräch angelangt. Lieber Herr Plasser, haben Sie noch abschließende Worte für 2024?

Das heurige Jahr wird sicher sehr herausfordernd, aber mit dem entsprechenden Engagement, dem Pankl Spirit, sorgfältiger Arbeit und Check, Double-Check, Re-Check werden wir auch dieses Jahr sicher gut meistern.

Vielen Dank für das spannende Gespräch, Herr Plasser!