Erfolgreiches Closing: Pankl Racing Systems finalisiert Eigentümerstruktur mit zwei weiteren starken österreichischen Partnern

Die Pankl Racing Systems AG mit Sitz in Kapfenberg bestätigt den erfolgreichen Abschluss des Verkaufs von zwei Dritteln ihrer Unternehmensanteile. Nach dem Vorliegen aller erforderlichen Voraussetzungen wurde die Transaktion mit dem österreichischen Konsortium am heutigen Tag offiziell vollzogen. Knill Gruppe und Raiffeisen-Gruppe investieren in heimische High-Performance-Technologie Die Pankl Racing Systems AG bleibt mit der neuen […]

Formel 1 2026: Das neue Reglement und die Rolle von Pankl Racing Systems

Neues Reglement in der Formel 1

Mit dem Saisonstart 2026 trat in der Formel 1 das umfassendste neue Regelwerk seit Jahrzehnten in Kraft. Pankl Racing Systems war als Schlüssellieferant früh in die Entwicklungsphase eingebunden – und versorgt auch in dieser Saison das gesamte F1-Starterfeld mit hochtechnologischen Komponenten.

Was ändert sich im Formel 1-Reglement 2026?

Das neue Formel-1-Reglement 2026 schreibt vor, dass die maximale Leistung eines Rennwagens zu gleichen Teilen aus Elektro- und Verbrennungsantrieb stammen muss – ein 50/50-Split, der so bislang nicht existierte. Damit steigt der Elektroleistungsanteil deutlich gegenüber den Vorjahren.

Die wichtigsten Regeländerungen 2026 im Überblick:

  • Elektrischer Antrieb: 50 % der Gesamtleistung kommen aus der Elektromotoreinheit (MGU-K).
  • Aufladen während des Rennens: Fahrer laden die Batterie aktiv durch strategisch langsamere Fahrphasen auf, um an kritischen Stellen – etwa bei Überholmanövern – volle elektrische Leistung abrufen zu können. Das Laden erfolgt über den Verbrenner.
  • Overtake Mode statt DRS: Der frühere Drag Reduction System (DRS)-Heckflügel entfällt. Stattdessen gibt es den sogenannten „Overtake Mode“: Liegt ein Fahrer beim definierten Messpunkt innerhalb einer Sekunde hinter dem Vordermann, darf er die maximale elektrische Leistung aktivieren.
  • Aktive Aerodynamik: Front- und Heckflügel öffnen und schließen sich dynamisch während des Rennens – für Zuschauer bei TV-Übertragungen deutlich sichtbar, wo die aktuelle Leistungsabgabe der Fahrer eingeblendet wird.

High Tech, High Speed, High Quality

Das neue Reglement stellte auch Pankl Racing Systems vor große Herausforderungen. „Der gesteigerte Anteil an Elektroleistung bedeutet viel höhere Drehmomentspitzen, was eine höhere Belastung für unsere Bauteile im Antriebsstrang bedeutet“, erklärt Stefan Seidel, CTO von Pankl Racing Systems. „Wir wurden von den Teams sehr früh in der Entwicklungsphase eingebunden und haben gemeinsam mit den F1-Teams die Komponenten ausgelegt.“ Diese enge Zusammenarbeit mit den Rennteams ist typisch für Pankl: Das Unternehmen beliefert nicht einzelne Rennställe, sondern das gesamte Formel-1-Starterfeld. Welche Teams welche Bauteile erhalten, bleibt vertraulich – Seidel kommentiert es mit einem Schmunzeln: „Böse Zungen behaupten, wir verlieren jedes Rennen, wir gewinnen aber auch jedes Rennen – egal, was passiert.“

Additive Fertigung als Schlüsseltechnologie der Saison 2026

Das neue Regelwerk erfordert nicht nur robustere, sondern auch leichtere Komponenten – und das unter hohem Zeitdruck. Pankl setzt dabei auf modernste Titan-3D-Drucker: „Wir waren gezwungen, heuer sehr rasch unsere Bauteile auszuliefern, und da war der 3D-Druck für uns das Mittel der Wahl“, so Seidel. „Außerdem bietet der 3D-Druck ein unglaubliches Leichtbau-Potenzial, was heuer für alle Teams sehr wichtig war.“ Komponenten aus dem 3D-Druckverfahren verbinden höchste Festigkeit mit minimalem Gewicht – ein entscheidender Vorteil in einer Saison, in der Leichtbau regulatorisch und wettbewerblich mehr zählt denn je.

Pankl Racing Systems und die Formel 1: Versorger des gesamten Feldes

Die Formel 1 ist ein wesentlicher Umsatzträger für Pankl Racing Systems. In der Steiermark entstehen so viele unterschiedliche Bauteile – von Getriebekomponenten über Fahrwerkssysteme bis zu Motorbauteilen –, dass man daraus, wie Seidel betont, „schon fast einen ganzen Rennwagen zusammenbauen könnte.“ Pankl steht damit exemplarisch für die Bedeutung des österreichischen Automotive-Sektors in der globalen Motorsporttechnologie – und für die Fähigkeit, sich auf eine der tiefgreifendsten Regelreformen der F1-Geschichte einzustellen.

FAQ – Häufige Fragen zum F1-Reglement 2026

Was ist der größte Unterschied im F1-Reglement 2026? Der 50/50-Split zwischen Elektro- und Verbrennungsantrieb sowie die Abschaffung des DRS zugunsten des aktiven Aerodynamik-Systems und des Overtake Mode – das alles gepaart mit einem deutlich niedrigeren Fahrzeuggewicht.

Wie funktioniert das Aufladen der Batterie während eines F1-Rennens 2026? Die Batterie wird aktiv über den Verbrennungsmotor aufgeladen, indem Fahrer in taktisch günstigen Phasen bewusst weniger Leistung abrufen. Zusätzlich speist die Bremsenergie-Rückgewinnung die Batterie. Wer den richtigen Moment wählt, hat bei Überholmanövern die volle elektrische Leistung zur Verfügung.

Welche Anforderungen stellt das neue F1-Reglement 2026 an Zulieferer wie Pankl Racing Systems? Der höhere Elektroanteil erzeugt deutlich größere Drehmomentspitzen im Antriebsstrang – Bauteile müssen diese Belastung bei gleichzeitig strikt limitiertem Gewicht aushalten. Zulieferer müssen zudem in der Lage sein, neue Komponenten schnell zu entwickeln und auszuliefern, da das Regelwerk auch während der laufenden Saison weiterentwickelt wird.

Wie unterscheidet sich die Formel 1 2026 vom Vorjahr für Fans? Sichtbarste Neuerung sind die aktiv auf- und zuklappenden Front- und Heckflügel, die das optische Bild der Autos deutlich verändern. Der bekannte DRS-Knopf entfällt, Überholmanöver werden durch den Overtake Mode spontaner. Neu ist auch die strategische Dimension des Energiemanagements – im TV an der eingeblendeten Leistungsanzeige der Fahrer ablesbar.