Division Aerospace: Pankl liefert Mainrotor Masts für Future-Vertical-Lift Helicopter der U.S. Army

Zur Pankl-Group zählt auch die Pankl Aerospace Systems Inc. in Cerritos, USA. Und genau dort haben unsere Kolleginnen und Kollegen vor Weihnachten einen wichtigen Auftrag von Bell Helicopter fertig gestellt. Im Zuge der FARA-Ausschreibung (Future Attack and Reconnaissance Aircraft) der U.S. Army innerhalb kürzester Zeit vier Mainrotor Masts zu entwickeln und zu produzieren. Ziel dieses Auftrags ist es, gemeinsam mit Bell Helicopter ein nachhaltiges Aufklärungs-Flugobjekt zu entwickeln, welches in der U.S. Army künftig eingesetzt werden soll.

Die Pankl Mainrotor Masts

Im Auftrag von Bell Helicopter, haben wir gemeinsam flugkritische Komponenten hergestellt. Im Zuge dieses Projekts haben wir für den Helikopter Bell Invictus 360 Mainrotor Masts in Cerritos produziert und nach Dallas Fort Worth in Texas geliefert. „Dass wir das gemeinsam geschafft haben, macht uns sehr stolz. Vor allem in Anbetracht der Komplexität des Projekts.“, so Horst Rieger, Managing Director Pankl Aerospace Systems.

Die von Pankl produzierte Welle hat die wichtige Aufgabe das Hauptgetriebe mit dem Rotorkopf zu verbinden. Weil sie damit gewissermaßen den Hauptrotor und den Hubschrauber zusammenhält, sind unsere an Bell Helicopter gelieferten Mainrotor Masts auch als flugkritische Komponenten deklariert. Aktuell werden mit unserem Produkt Ground Tests – sprich Simulationen am Boden – von unserem Kunden durchgeführt.

Bei dem Projekt des Bell Invictus 360 wird nicht nur dabei geachtet, dass moderne Technologien verbaut werden, auch die Nachhaltigkeit spielt eine besondere Rolle. Erstmalig vorgestellt wurde dieser Prototyp bereits 2019. Einige besondere Merkmale dieses Flugobjekts sind sowohl seine Leichtigkeit, als auch die Kombination von bewährten Technologien gepaart mit fortschrittlichen Entwurfs- und Fertigungsprozessen.

Die größte Herausforderung für Pankl Aerospace bei diesem Projekt war vor allem die zeitliche Komponente. Um die notwendigen Ground- und Flight-Tests von Bell Helicopters durchführen zu können, musste ein sehr straffer Zeitplan verfolgt werden, um sich bei dieser Ausschreibung gegen die Konkurrenz zu behaupten. Die nächsten Schritte beinhalten die laufende Übermittlung der Konzepte und der Testergebnisse des Flugobjekts für die nächsten zwei bis drei Jahre an die US-Streitkräfte. Dort werden anhand der Daten zusätzliche Tests durchgeführt und am Ende der Ausschreibung wird über die Beschaffungsentscheidung für die nächsten Jahrzehnte entschieden. Wir bei Pankl Aerospace sind definitiv stolz auf unser Achievement bei diesem Projekt.

Das Pankl Pleuel: Der Anfang einer Erfolgsgeschichte

Seit 1985 gilt die Firma Pankl als Synonym für das Titan-Pleuel im Motorsport, welches anno dazumal von Gerold Pankl jr. am Standort in Bruck entwickelt und produziert wurde. Wie wir damit erfolgreich wurden und warum unser damals allererster Motorsport-Kunde uns immer noch treu ist, verraten wir dir in diesem Beitrag.

Das Geheimnis des Pleuels

In den 80er Jahren haben wir bei Pankl erstmalig mit der Herstellung eines Pleuels aus einem Titanwerkstoff begonnen. Davor wurde in der Regel der Pleuel im Motorsport aus Stahl produziert. Der Grund für die Entscheidung, auf Titan anstatt auf Stahl zu setzen war einfach. Im Motorsport geht es nämlich um eins: die maximale Performance aus den Komponenten herauszuholen. Mit dem Einsatz dieses Werkstoffs ist uns das mit dem Pleuel definitiv gelungen.

Als Hersteller müssen wir auf der einen Seite dabei achten, dass die geforderte Lebensdauer unserer Komponenten im Einsatz erreicht wird, auf der anderen Seite müssen wir das Pleuel gewichtsoptimiert herstellen. Letzteres ist ein sehr wichtiger Schritt, um die Performance zu steigern. Seit Beginn der Produktion unseres Pleuels bei Pankl haben wir mit dieser Motorkomponente nur ein Ziel: Dem Kunden das beste Produkt zu liefern und mit ihm gemeinsam Siege zu feiern. Deshalb entwickeln wir dieses Bauteil auch heute noch immer weiter, bringen es immer wieder auf den neuesten technologischen Stand und sind immer auf der Suche nach neuen Features, die unser Pleuel noch besser macht.

Was ist ein Pleuel?

Ein Pleuel, auch Pleuelstange genannt, verbindet im Motor den Kolben mit der Kurbelwelle. Die Linearbewegung vom Kolben (Auf- und Ab-Bewegung) wird durch den Pleuel in eine oszillierende (kreisförmige) Bewegung auf die Kurbelwelle umgewandelt. So erfolgt die Kraftübertragung auf den Antriebsstrang.

Rendering eines Pankl-Pleuel

Wie sieht der Arbeitsprozess bei so einem Bauteil aus?

Wir bei Pankl fertigen natürlich jedes Pleuel individuell anhand der Bedürfnisse unserer Kunden. Ungefähr 95% der bei uns produzierten Bauteile werden auch von uns selbst entwickelt, die Fertigung nach Kundendesigns ist da eher eine Ausnahme.

Bei der Anfrage werden uns in der Regel die Eckdaten und Kundenanforderungen bekannt gegeben. In der Entwicklungsabteilung erfolgt die Auslegung für das Bauteil; die Daten werden aufbereitet, simuliert und berechnet. Durch die jahrelange Erfahrung verfügen unsere Kolleginnen und Kollegen in der Berechnungsabteilung (FEM) über ein umfassendes Know-how. Deshalb können wir im Entwicklungsprozess so präzise vorhersagen, an welchen Stellen das Bauteil verschleißen wird oder wo das Bauteil sogar brechen kann, wenn man es einer Überbelastung – sprich einer größeren Belastung, als in der Berechnung festgelegt – aussetzt.

Nach der Auslegung wird das Bauteil gefertigt und durchläuft dann den ersten Motorlauf beim Kunden. Anschließend folgt eine Evaluierung von unseren Experten aus der Berechnungsabteilung und dem Department Werkstoffwissenschaften. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse fließen zurück in unsere Berechnungsmethodik. Mit diesem Letztstand der Entwicklung können wir dem Kunden detailliertere Auskunft über die Eigenschaften seines Bauteils in der Verwendung geben.

Diese Expertise wird von vielen Kunden sehr geschätzt, denn wir betrachten bei der Auslegung immer den gesamten Kurbeltrieb des Kunden. Und genau darauf wird auch unser Pleuel exakt abgestimmt. Für uns ist dieses Bauteil eben ein Teil des Ganzen. Und nur wenn alles funktioniert und in sich stimmig ist, stimmt auch die Performance.

Pankl Pleuel bei der Herstellung

Das Pleuel: Eine Erfolgsgeschichte seit 1985

So wie Herr Pankl jr. damals an schwierige Aufgaben herangegangen ist, prägt die Unternehmenskultur bei Pankl immer noch. Schon damals wurde getreu dem Motto „Sag mir nicht, warum es nicht geht, sondern suche nach einer Lösung, wie es geht.“ gearbeitet. Seit damals ist die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zwar gewachsen, der Pankl-Spirit ist auch heute noch immer präsent.

Wir als Unternehmen feiern oft Erfolge gemeinsam mit unseren Kunden. Jedoch wissen wir, dass wir uns immer weiter entwickeln müssen. Seit 1985 arbeiten wir an unserem Kernprodukt. Wir versuchen immer wieder neue Technologien anzuwenden, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Und natürlich wissen wir auch, dass wenn unser Kunde zufrieden ist, er dann auch mit uns die nächste Renn-Saison bestreiten wird. Das ist unser Ziel bei jedem Auftrag.

Der Blick in die Zukunft: Reglements im Motorsport

Über die letzten Jahre wurden wir bei Pankl vor allem im Motorsportbereich mit verschiedenen Reglements konfrontiert. Einfacher wird es für uns durch die vorgegebenen Regulierungen bzw. Einschränkungen nicht, dennoch freuen wir uns, wenn wir jede Saison gemeinsam mit unseren Kunden das Maximum aus seinem Aggregat herausholen können, unter Einhaltung der Reglements. Damit möchten wir einen gemeinsamen Mehrwert schaffen.

Natürlich weiß man nicht, was die Zukunft so bringt. Alternative Technologien sollte man immer am Schirm haben. Jedoch sind wir uns sicher, dass uns das Pleuel als Kernprodukt im Motorsport bestehen bleibt und von uns – je nach Reglement oder Vorgabe – laufend adaptiert und optimiert wird.

Karriere mit Lehre: Traumjob Zerspanungstechnikerin

Heute stellen wir euch Nadine vor. In der sechsten Klasse Gymnasium entschied sie, dass sie lieber einen handwerklichen Beruf ausüben möchte. Aktuell ist sie im dritten Lehrjahr zur Zerspanungstechnikerin. Warum sie sich damals für diese Lehre bei Pankl entschieden hat, verraten wir in diesem Interview.

I: Liebe Nadine, warum hast du dich für die Lehre zur Zerspanungstechnikerin entschieden?

Ich habe in der Schule schon gemerkt, dass mir ein technischer Beruf sehr gefallen würde. Am Beruf der Zerspanungstechnikerin hat mich – sowohl damals, als auch heute – die Arbeit und die Art der Produkte, die wir so fertigen, sehr fasziniert. Da man handwerklich mit anpacken muss und es mir Spaß macht, habe ich den Beruf gewählt.

I: Warum hast du dich für eine Lehre bei Pankl entschieden?

Ich habe mich bei mehreren Unternehmen in der Umgebung beworben, die eine technische Lehre anbieten. Bei Pankl hat mir das Arbeitsklima beim Schnuppern so gut gefallen, dass ich da gleich wusste, dass ich hier meine Lehre absolvieren möchte.

I: Was gefällt dir besonders gut an der Lehre zur zerspanungstechnikerin?

Die Lehre ist sehr abwechslungsreich. Man hat die Möglichkeit, sich in viele Bereiche weiterzubilden; in dem unternehmenseigenen Lehrlingscollege haben wir sehr viele Optionen, die uns da zur Verfügung stehen; auch ist der Beruf sehr abwechslungsreich, da wir bei Pankl viele verschiedene Produkte fertigen. Dabei gefällt es mir, dass ich mich im Bereich Kolben weiterentwickeln oder auch in der Qualitätssicherung mitarbeiten kann.

I: Was gefällt dir nicht so gut?

Nicht so gut gefällt mir eigentlich nur das frühe Aufstehen. Aber man gewöhnt sich natürlich mit der Zeit daran.

I: Hast du schon ein Ziel für die Zukunft?

Da ich ja bereits im dritten Lehrjahr bin, ist mein nächstes Ziel, dass ich die Lehrabschlussprüfung gut absolviere. Danach habe ich vor, den Meister noch zu machen.

I: Abschließend: Hast du noch einen Tipp für diejenigen, die gerade auf der Suche nach einer Lehrstelle sind?

Da ich nach dem Schnuppertag wusste, dass in unbedingt bei Pankl meine Lehre absolvieren möchte, empfehle ich allen, die auf der Suche nach einer Lehrstelle sind, einen Schnuppertag zu absolvieren. Man bekommt da einen sehr guten Einblick in das Unternehmen und das Betriebsklima. Auch lernt man dabei schon einige KollegInnen oder die Lehrlingsausbilder kennen. Mir hat das damals bei meiner Entscheidung sehr geholfen.

I: Vielen Dank für deinen Einsatz, liebe Nadine und viel Erfolg bei deiner LAP und deiner Karriere bei Pankl Racing Systems!

Mit Know-how auf der Überholspur:
Forschung und Entwicklung bei Pankl Racing Systems

Forschung und Entwicklung – kurz F&E – ist ein sehr wichtiges und überaus breit angelegtes Department bei Pankl. Dieser Bereich beinhaltet nicht nur die Vorentwicklung, sondern geht über die Konstruktion, Werkstofftechnik und Berechnung hinaus bis zu unserem hauseigenen Prüffeld.

High Tech, High Speed, High Quality in der Forschung & Entwicklung

Warum ist dieses Department bei Pankl so essentiell? Durch das Testen, Forschen und Entwickeln haben wir uns durch die Jahre ein exzellentes Know-how in unserem Produktbereich aufgebaut, welches in dieser Tiefe auch bei unseren Kunden nicht vorhanden ist. Wenn ein Kunde seine Bauteile optimieren und ausreizen möchte, kommt er zu Pankl. In Kombination mit unserer flexiblen und breit aufgestellten Produktion macht uns das zu einem starken One-Stop-Shop.

Innovation täglich neu denken

Wie sieht der Tagesablauf eines Departments aus, wenn man zum Ziel hat, sich ständig neu zu entwickeln und wo Innovation auf der Tagesordnung steht?

Christoph Brandl, Leiter der Abteilung Research & Development Drivetrain Systems erklärt: „Wir entwickeln ständig neue Ideen und innovative Lösungen. Um das zu schaffen, bedarf es eines systematischen Ansatzes. Wir arbeiten nach einer mehrjährigen F&E-Roadmap, welche unter anderem folgende Aspekte abbildet:

:: Was wurde marktreif entwickelt und befindet sich nun in der Markteinführung?
:: Welche Entwicklungen werden aktuell umgesetzt?
:: Wo geht die Reise hin? Mit welchen Themen werden wir uns in welcher Reihenfolge künftig auseinandersetzen?

Auf Basis dieses kontinuierlichen und trotzdem flexiblen Ansatzes wird sichergestellt, dass jede Entwicklungsarbeit auch einen Return of Invest generiert, eine Priorisierung sowie ein Überblick über alle Entwicklungsaktivitäten generiert wird und eine systematische Basis für unsere Zukunft geschaffen wird.”

Dabei geht es aber nicht nur um die Weiterentwicklung im technischen Bereich oder bei den Produkten, sondern auch um die Optimierung der Durchlaufzeit der Produktentwicklung. Wir bei Pankl arbeiten daran, dass wir immer schneller und vor allem effizienter werden – sinngemäß bei gleichbleibender oder steigender Qualität. Denn High Tech, High Speed, High Quality zieht sich mit all seinen Facetten auch durch das Pankl Forschungs- & Entwicklungsdepartment.

Forschung und Entwicklung bei Pankl Racing Systems

Egal ob Racing- oder Hypercar: Alle setzen auf Pankl

Mittlerweile liefern wir Kleinserien an einige namhafte Kunden im sogenannten Hypercar-Bereich. Die Stückzahl der Produktion begrenzt sich zwar auf wenige Hundert, jedoch lässt sich dort zusätzlich F&E Umsatz lukrieren.

Auch die technische Herausforderung ist enorm, denn: Ein F1-Fahrzeug erreicht auf einer Rennstrecke Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 350 km/h; ein Hypercar kann mit der bis zu 3-fachen Masse aktuell jedoch bereits 450 km/h erreichen – Tendenz steigend! Zusätzlich kommt hier der Faktor der Straßentauglichkeit hinzu. Das Spannende bei solchen Projekten für uns ist, dass diese speziellen Fahrzeuge immer wieder besondere technische Herausforderungen für uns darstellen. Andererseits können wir unser Know-how, welches wir über die letzten Jahrzehnte aufgebaut haben, an solch einem hochtechnologischen Fahrzeug perfekt anwenden. In den letzten fünf Jahren hat sich in diesem Bereich sehr viel getan und wir freuen uns schon auf weitere Projekte in diesem spannenden Markt!

Mit Forschung & Entwicklung auf der Überholspur

Mittlerweile ist unser Alleinstellungsmerkmal bei Pankl, dass die leistungsstärksten Fahrzeuge der Welt mit unseren High-Tech Komponenten ausgestattet sind, welche auf höchsten technischen Niveau ausgereizt wurden. Unsere Kunden wissen, dass sie bei Pankl qualitativ hochwertigste Produkte bekommen, welche individuell für ihre Bedürfnisse hin optimiert wurden.

Wir sind bekannt für effiziente, leichte und performante Produkte, welche in effektiven Entwicklungsprozessen und auf Basis jahrzehntelanger Erfahrung entwickelt werden.

Project CREAM:
Ist Additive Fertigung für die Serienproduktion geeignet?

Tanja Pfeifer, Leiterin des Additive Manufacturing R&D Departments bei Pankl Racing Systems, hat sich gemeinsam mit Olga Šulcová von Magna Steyr eine Frage gestellt: „Ist die Additive Fertigung für die Serienproduktion von Fahrzeugen geeignet?“ Diese Frage wurde im Rahmen des Project CREAM behandelt. Die Antwort zu dieser Frage findest du in diesem Beitrag.

Magna Steyr in Graz, eine Gruppe des globalen Mobilitäts- und Technologiekonzerns Magna, entwickelt und produziert seit vielen Jahren Serienfahrzeuge für verschiedene namhafte Automobilhersteller. Bei neuen Projekten oder Änderungen an bestehenden Fahrzeugen werden vor Beginn der Serienproduktion Prototypen entwickelt und getestet. Oft werden aus Kostengründen Prototypen in einem anderen Verfahren hergestellt, als die Komponenten für die spätere Serienfertigung. Eine Methode für die Herstellung von Prototypen ist der Sandguss, dahingegen wird der Druckguss für die Serie verwendet. Für die Produktionsplanung ist es daher notwendig, dass diese Prototypenteile in der Entwicklungsphase bereits den Serienbauteilen entsprechen, aber kosteneffizient hergestellt werden können.

Olga Šulcová (li) und Tanja Pfeifer (re) beim AC Styria Leichbautag 2020

Wenn man die Sand- und Druckgussbauteile miteinander vergleicht, stellt das die Autoproduzenten vor folgende Herausforderungen:

:: Unterschiedliche Geometrie: Durch unterschiedliche Verfahren sind etwaige geometrische Beschaffenheiten von einem Prototyp anders. Die unterschiedlich produzierten Teile können sich beispielsweise in Toleranzen oder der Wandstärke unterscheiden. Aufgrund dieser Unterschiede müssen die Automobilhersteller Vorrichtungsanpassungen für jeden Prototyp durchführen.

:: Mechanische Eigenschaften: Durch die unterschiedliche Duktilität des Werkstoffs haben Sand- und Druckgussbauteile verschiedene Eigenschaften.


:: Verbindungstechnik: Durch die ungleiche mechanische Eigenschaften der Bauteile weicht auch die Verbindungstechnik bei Prototypen von der Serie ab.

Aufgrund der Nachteile beim Sandguss in der Prototypenphase wird geprüft, ob additiv gefertigte Prototypen für diese Phase besser geeignet sind.

Die Idee zum Projekt „CREAM“

In Rahmen einer Kooperation zwischen Magna und dem Pankl Additive Manufacturing Technology Center wurde die Idee zum Projekt CREAM entwickelt. Die Abkürzung setzt sich wie folgt zusammen:

Comparable Additive Manufacturing

Ziel des Projekts war es, die Herstellung der Prototypen vom Sandguss auf additive Fertigung umzustellen und die Vergleichbarkeit zum Druckguss zu testen. Besonderer Forschungsbedarf besteht bei der Bestimmung der mechanischen Eigenschaften bei statischer und dynamischer Beanspruchung, da das Betriebsverhalten von additiv gefertigten Bauteile und Komponenten derzeit noch unzureichend berechnet und prognostiziert wird.

 Dabei haben wir im Vorfeld folgende Tasks definiert, nach denen die Methode bewertet wurde:

:: Entwicklung von Prototypenbauteilen mittels AM Prozess
:: Bauteileigenschaften u. Performance müssen den Druckguss entsprechen
:: Einbindung in den ges. Komponenten- und Gesamtfahrzeug-Entwicklungsprozess (Simulation)
:: Prüfung von statischen und dynamischen Eigenschaften
:: Untersuchung diverser Fügetechniken an AM-Bauteilen
:: Crashtest einer relevanten Fahrzeugkomponente

Daraus resultierend wurde ein Prüfplan ausgearbeitet, um die getesteten Prototypen aufgrund von bestimmten Kriterien miteinander vergleichen zu können.

Welche Vorteile bietet die Additive Manufacturing-Technologie?

In den letzten Jahren hat sich diese Technologie mit enormen Sprüngen weiterentwickelt und bringt im Bereich Fahrzeugbau einige Vorteile mit sich. Nach dem Methodenvergleich im Rahmen des Project CREAM ist – neben der Wirtschaftlichkeit – auch die immens reduzierte Produktions- und Lieferzeit, ein großer Vorteil. Während Prototypen im Sandgussverfahren bis zu 12 Wochen für die Fertigung benötigen, kann im 3D-Druck ein Prototyp in einer Woche gefertigt werden. Das bedeutet, Automobilhersteller haben einen Zeitgewinn von elf Wochen, womit die Entwicklungsdauer deutlich verkürzt werden kann.

Zusätzlich hat man in der additiven Fertigung die Möglichkeit, mit vielen verschiedenen Materialien zu arbeiten. Es gibt fast keinen Materialausschuss, was einen umweltfreundlichen Prozess darstellt. Auch komplexeste Geometrien können damit hergestellt werden und reduzieren somit eine kostenaufwändige Änderung von Werkzeugkosten für die Prototypenherstellung bei Magna.

Für die Serienvalidierung ist es aus Gründen der Vergleichbarkeit sehr wichtig, dass die mechanischen Eigenschaften dieselben sind, wie beim Prototypen. Durch die schnellen Abkühlgeschwindigkeiten im 3D-Druck sind die mechanischen Eigenschaften meist viel höher. Um die Eigenschaften jenen des Druckgusses anzupassen, wurde in diesem Projekt eine Wärmebehandlung entwickelt, um diese mechanischen Eigenschaften auf die Werte des Druckgusses anzupassen. Weiters wurden zusätzliche Faktoren wie:

:: Materialverfügbarkeit am Markt
:: Mikrostruktur und Porosität
:: Rauheit der Oberfläche

näher beleuchtet. Diese und noch andere Eigenschaften werden aktuell in verschiedenen Tests geprüft, um schließlich mit einem richtigen Bauteil für die Serienproduktion validiert zu werden.

Panel-Diskussion AC Styria Leichtbautage 2020

Die Zukunft des Additive Manufacturing im Automotive-Bereich

Unser Projekt zeigt, dass die additive Fertigung derzeit im Bereich der Prototypen schon sehr gut etabliert ist. Zusätzliche Anwendungsfelder sehen wir hier bei Ersatzteilen, im Design-Bereich, oder bei der Topologie-Optimierung von Teilen – sprich in Bereichen, wofür nicht viele Stückzahlen benötigt werden.

Für eine Serienfertigung mit ungefähr 100.000 Einheiten pro Jahr, müsste sich laut Magna der Preis für ein AM-gefertigtes Bauteil noch deutlich reduzieren, um es für die Serienfertigung attraktiv zu machen. Um dieses Ziel zu erreichen, muss jeder in der Lieferkette einiges erledigen: Nicht nur der Hersteller, sondern auch der Materialieferant und die Post-Processing-Unit müssen gemeinsam an einem Strang ziehen, um die Zukunft der additiven Fertigung weiter am Markt zu etablieren.

Pankl Turbosystems:
Innovatives Luftzufuhrsystem für den Flug in die Stratosphäre

Die Evolution der globalen Kommunikationstechnologie ist in vollem Gange und Pankl Turbosystems wirkt dabei mit. Im Auftrag von Stratospheric Platforms Limited haben wir gemeinsam mit anderen internationalen Unternehmen an einem unbemannten Zero-Emission-Flugobjekt gearbeitet, welches künftig die terrestrische Infrastruktur der Netzabdeckung aus der Stratosphäre unterstützt.

With Zero-Emissions to flight level 600

Für dieses Vorhaben wurde gemeinsam mit renommierten internationalen Unternehmen an einem umweltfreundlichen Brennstoffzellenantrieb für ein unbemanntes Flugobjekt geforscht, welches, ausgestattet mit leichten und leistungsstarken Sendeeinheiten, in 18 Kilometern Höhe eine unterbrechungsfreie Datenverbindung von LTE/4G/5G mit einem Smartphone herstellen kann.

Die Herausforderung für uns bestand darin, die optimale Luftzufuhr in jeder Flughöhe zu gewährleisten, damit die Brennstoffzelle ausreichend Energie für die Telekommunikation und den Flugantrieb in die Stratosphäre gewährleistet. Dazu wurde ein innovatives, mehrstufiges Luftzufuhrsystem entwickelt und erfolgreich validiert. Die Validierung wurde mittels eines Bodentests durchgeführt, wo man die stratosphärischen Umweltbedingungen darstellen konnte. Dadurch war es Pankl Turbosystems möglich, das mehrstufige Luftzufuhrsystem unter realen Bedingungen zu testen und somit die Validierung erfolgreich durchzuführen.

Pankl Turbosystems State of the Art-Connectivity

Durch die langjährige Erfahrung und die Kernkompetenz der MitarbeiterInnen im Turbomaschinenbau, der Entwicklung von Ultra-High-Speed-Elektromotoren und State-of-the-Art-Leistungselektronik, konnte Pankl Turbosystems in kurzer Zeit ein innovatives Luftzufuhrsystem entwickeln, dass den extremen Anforderungen eines Stratosphären-Flugs gerecht wird.

Wir bedanken uns bei Stratospheric Platforms Limited für das entgegengebrachte Vertrauen und die fruchtbare Zusammenarbeit aller Beteiligten die es ermöglicht hat diese komplexe Aufgabenstellung innerhalb kürzester Zeit erfolgreich zu meistern.

Für mehr Informationen zu diesem oder zu weiteren erfolgreich durchgeführten Kundenprojekten der Pankl Turbosystems, können Sie sich gerne per Mail ([email protected]) direkt an uns wenden.

Ausbau in der Pankl AG Gruppe:
Übernahme der Krenhof AG in Köflach

Die Krenhof AG mit Sitz in Köflach ist auf die Erzeugung von Gesenk-Schmiedeteilen aus Stahl für die Automobilindustrie spezialisiert. Zudem ist das steirische Unternehmen ein wichtiger Lieferant der Pankl-Gruppe. Krenhof AG beschäftigt aktuell 260 MitarbeiterInnen in Köflach und hat 2019 einen Umsatz von € 50 Mio. erzielt.

Mit dem Erwerb der Krenhof AG erweitert die Pankl AG-Gruppe die bestehenden Aluminium-Schmiedeaktivitäten der Kapfenberger Pankl Schmiedetechnik GmbH um die Stahlschmiedekompetenz der Krenhof AG. Der geplante Erwerb wurde bei den zuständigen Wettbewerbsbehörden angemeldet und das Closing der Transaktion erfolgt Anfang 2021.

„Wir haben in der Pankl-Gruppe nicht nur einen wertvollen Kunden, sondern nun auch einen starken Eigentümer gewonnen, der unserem Unternehmen als strategischer österreichischer Investor beste Perspektiven für die Zukunft bietet. Das Krenhof Team freut sich auf die Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen bei Pankl, die wir ja bereits in der Vergangenheit kennen und schätzen gelernt haben“, so Mag. Matthias Hartmann, KRENHOF AG.

„Auch wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit unseren neuen Kolleginnen und Kollegen bei der Krenhof AG. Mit dieser Übernahme stärken wir die Struktur und das Know-How im Bereich unserer Schmiedetechnik”, so Pankl-CEO Mag. Wolfgang Plasser.

Kontakt:

Pankl AG
Mag. Wolfgang Plasser, CEO
Industriestraße West 4
A-8605 Kapfenberg
phone: +43 (0) 3862 33 999 130
e-mail: [email protected]
www.panklag.com

High Tech, High Speed, High Quality:
Spatenstich für den Bau des hochmodernen Pankl-Aerospace-Werk in Kapfenberg

Pankl Racing Systems AG baut die Division der Luftfahrt aus und errichtet im Kapfenberger High-Tech-Park ein hochmodernes Aerospace-Werk.

High Tech-Park 1, so lautet die künftige Adresse des modernsten Werks für die Luftfahrtindustrie in der Obersteiermark. Der Spatenstich ist gleichzeitig der Startschuss für Pankl, die Sparte Aerospace noch weiter auszubauen, um so die Marktanteile zu vergrößern. Ab 2022 wird die weltweite Luftfahrtindustrie mit komplexen und flugsicherheitsrelevanten Antriebssystemen und -komponenten aus dem Kapfenberger High Tech-Park beliefert.

Der Spatenstich für das Aerospace-Werk in Kapfenberg fand am 30.10. in Anwesenheit von Landesrätin MMaga. Barbara Eibinger Miedl (Ressort Wirtschaft, Tourismus, Europa, Wissenschaft, Forschung), Ök.-Rat Johann Seitinger (Landesrat für Land- und Forstwirtschaft, Wohnbau, Wasser- und Ressourcenmanagement), Stefan Pierer (Aufsichtsratsvorsitzender Pankl Racing Systems AG), Wolfgang Plasser (CEO Pankl Racing Systems AG ), sowie Vertreter der Stadtgemeinde Kapfenberg und der Steirischen Wirtschaftsförderung statt.

Innovation im Anflug

Erste Ideen für die Realisierung eines Aerospace-Werks hatte man im Jahre 2018. Nach der Status-Quo-Analyse wurde schnell klar, dass diese Sparte bei Pankl stetig wächst und dafür mehr Platz für die Entwicklung, Konstruktion und Produktion benötigt wird.

Bei der Suche nach einem geeigneten Standort wurde man schnell im High-Tech-Park in Kapfenberg fündig. Neben der guten Infrastruktur für unsere Mitarbeiter, Kunden und Lieferanten, bietet dieses Grundstück mit seinen 60.000 m² genügend Platz für das künftige Aerospace-Werk.

„Das Projekt wurde schon im Dezember 2019 eingereicht. Der Spatenstich im Oktober 2020 ist ganz besonders für uns: “Wir befinden uns mitten in einer globalen Pandemie, dass es uns dennoch möglich ist, in solch einer Zeit dieses Projekt zu realisieren stimmt mich positiv.“, so Wolfgang Plasser, CEO.

Das Aerospace-Werk im Überblick:

7.350 m² werden künftig als Produktionsfläche zur Verfügung stehen, 1.650 m² als Verwaltungs- und Sozialfläche. Das neue Aerospace-Werk von Pankl bietet eine gesamte Nutzfläche von 9.000 m². Das Werk ist für knapp 200 Mitarbeiter ausgerichtet. Mit dem Bau des neuen Werks möchte Pankl Aerospace sich als „One-Stop-Shop“ in der Herstellung von hochkritischen Wellen des Kerntriebwerks etablieren.

Die geplante Gesamtinvestition für die Errichtung dieser modernen Produktionsstätte beläuft sich auf € 30 Mio. Alle Details zum Projekt sind im beigelegten Fact-Sheet enthalten.

Neue Maßstäbe nachhaltig setzen

Das neue Aerospace-Gebäude von Pankl ist darauf ausgerichtet, dass sämtliche Prozessschritte in der Fertigung der geplanten Luftfahrtkomponenten abgedeckt werden. Um diese Prozesse zu gewährleisten, aber auch an die Zukunft zu denken, wurden Konzepte zur Nachhaltigkeit entwickelt, die beim Bau berücksichtigt werden. Fossile Energieträger, wie zum Beispiel Öl oder Gas, werden künftig nicht eigesetzt. Die Heizung und Kühlung des Gebäudes wird über die Wärmepumpe bzw. über VRV-Anlagen erfolgen. Neben einer leistungsstarken Photovoltaik-Anlage, wird auch die Dachfläche teilweise begrünt, was sich positiv auf das Raumklima der darunterliegenden Räume auswirkt. Im Sommer soll diese für Kühlung und im Winter für die Wärmedämmung sorgen. Neben der Energiekosten-Einsparung schont diese Grünfläche auch die Umwelt.

Spatenstich für das neue Pankl-Aerospace-Werk: Der Start in eine innovative Zukunft

(c) Pashkovskaya

„Die Errichtung eines neuen, hochmodernen Luftfahrt-Werks durch Pankl in Kapfenberg ist ein Zukunftsprojekt, das angesichts der aktuell großen Herausforderungen in dieser Branche besonders bemerkenswert ist. Diese Investition sorgt daher für enorme Zuversicht und ist nicht hoch genug einzuschätzen. Ich danke Stefan Pierer, Wolfgang Plasser und dem gesamten Pankl-Team für dieses starke Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort Steiermark“, so Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl.

 „Haben Sie Mut und bleiben Sie auch in der Krise optimistisch“, wandte sich Landesrat Hans Seitinger an all jene, die derzeit vor enormen Herausforderungen stehen, denn eine der ältesten Wirtschaftsweisheiten sei, dass sich hinter jeder Krise eine Chance verbirgt. „Der heutige Spatenstich für diese Großinvestition der Firma Pankl ist ein Symbol für die Zuversicht, antizyklisches Denken, eine klare Perspektive für die Zukunft und damit die Basis für ein erfolgreiches Comeback nach der Krise“, so Seitinger, der den Pankl-Verantwortlichen für dieses Zeichen der Zuversicht dankte.

„Der heutige Spatenstich ist ein Investment in die Zukunft – ein Investment in die Zukunft von Pankl Aerospace Systems und ein Investment in die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Kapfenberg. In einer Zeit wie dieser ist das ein höchst positives Signal“, freut sich Kapfenbergs Bürgermeister Fritz Kratzer. „Kapfenberg ist ein Wirtschaftsstandort, auf den gebaut werden kann – auch in Krisenzeiten. Durch die Verstärkung der Pankl-Base in Kapfenberg werden insgesamt 170 Männer und Frauen Arbeit finden. Das neue Luftfahrtwerk von Pankl hebt als Großprojekt der „Industrie 4.0“ die seit Jahrzehnten andauernde, erfolgreiche Zusammenarbeit auf eine neue Stufe.“

„Für uns ist der Bau dieses neuen Werkes eine „Investition in den Aufschwung“, denn wie wir nach der Finanzkrise vor zehn Jahren gesehen haben, kommt nach jeder Krise wieder eine erfolgreiche Zeit auf uns zu“, zeigt sich Pankl’s Aufsichtsratsvorsitzender Stefan Pierer optimistisch.

 „Ich freue mich sehr, dass wir heute – trotz der schwierigen „Corona-Situation“ – den Spatenstich für unser neues Luftfahrtwerk vornehmen konnten. Mit unseren hochmodernen Triebwerkswellen aus diesem Werk werden wir einen wichtigen Beitrag zur Steigerung der Energieeffizienz im Luftfahrtbereich leisten“, betont Pankl’s CEO Wolfgang Plasser. “Im Helikopterbereich beliefern wir alle wesentlichen Helikopterhersteller wie Airbus Helikopter, Leonardo, Sikorsky, Bell und auch den österreichischen Drohnenhersteller Schiebel. Unsere Triebwerkswellen werden in RollsRoyce-Turbinen im Airbus A350, in der Boeing 787 und in der 777 eingesetzt. Bisher waren wir mit unseren Bauprojekten meistens etwas zu spät dran und haben daher immer unter enormen Zeitdruck gebaut. Dieses Mal sind wir sehr früh dran, aber ich bin überzeugt, dass sich die Luftfahrtindustrie nach der Fertigstellung des Werks auch wieder erholen wird.“

(c) PIWImedia

Die Krise als Chance nutzen:
Interview mit Stefan Pierer

Corona, Kurzarbeit, Infektionszahlen: Diese Begriffe zählen gefühlt zu den meist gesagten im Jahr 2020. Die globale Pandemie hat dieses Jahr die Wirtschaft vor einige Herausforderungen gestellt. Grund zum Jubeln gab es trotzdem, denn die diesjährige MotoGP-Saison ist die erfolgreichste in der Konzerngeschichte von Pankl. Wir haben Stefan Pierer, Vorstandsvorsitzender KTM AG, zum Interview getroffen und mit ihm über das spannende Jahr 2020 gesprochen.

I: Trotz „Corona“ ist die heurige MotoGP-Saison für KTM ein voller Erfolg: Zuerst der Sieg in Brünn und dann auch noch beim Heimrennen in Spielberg – wie schwierig war es, dieses historische Ergebnis zu erreichen?

Schnell fahren hat nichts mit Corona an sich zu tun. In der MotoGP-Wertung gab es eine halbjährliche Verschiebung, die Rennen finden wegen den Reisebeschränkungen nur in Europa statt. Es waren die Anfangsjahre für uns sehr mühevoll – einerseits als Newcomer in der Rennklasse, andererseits durch Verletzungen der Fahrer im letzten  Jahr. Unser Ziel war es, spätestens in unserem 5. Moto GP Jahr Siege einzufahren. Mit den kürzlichen Erfolgen ist uns dies schon ein Jahr früher gelungen, zudem konnten wir sogar einen Heimsieg verbuchen. Gefehlt haben aber natürlich die Menschen vor Ort. Es wäre schön gewesen, diesen Triumph gemeinsam mit über 200.000 Fans in Spielberg zu feiern.

I: In wieweit hat hier die Zusammenarbeit mit Pankl zu diesem Erfolg beigetragen?

Man muss dazu sagen, dass Pankl nicht irgendein Player in dem Bereich ist, sondern der weltgrößte Zulieferer von Motorsportkomponenten für die Auto- und Motorradindustrie. In jedem MotoGP-Bike ist Pankl zu finden – dies ist ein Garant dafür, dass höchste Performance möglich ist. Bei der Entwicklung hat man durch die Gruppen- bzw. Familienmitgliedschaft eng zusammengearbeitet. Pankl hat, vor allem auf der Motorenseite, maßgeblich zu unserem diesjährigen Erfolg beigetragen.

I: Was bedeuten MotoGP-Erfolge für das Geschäft?

Die MotoGP-Serie für die Motorradindustrie ist so etwas, wie die Formel 1 für die Autoindustrie. Wenn man um eine Podiumsplatzierung mitfährt ist es ein Zeichen dafür, dass man in der Technologie eine sehr große Kompetenz aufweist und in der Entwicklung sehr fortschrittlich ist. Natürlich ist die Teilnahme in so einer Rennserie nicht gerade günstig. Hier muss man schon eine Größenordnung aufweisen und viel Power haben, aber als größter Motorradhersteller Europas war es für uns als KTM eine wichtige Entscheidung,  in dieser Rennklasse teilzunehmen.

I: Wie sieht Ihre Prognose für KTM hinsichtlich MotoGP aus?

In der Rennserie müssen wir das Jahr 2020/21 als kompiliertes Jahr betrachten. Alle Teilnehmer haben sich am Anfang der Pandemie geeinigt, technologische Entwicklungen einzufrieren. Das bedeutet, das Bike, das wir nächstes Jahr auf der Strecke sehen werden, wird jenes sein, was derzeit gefahren wird – mit wenigen Anpassungen. Da sowohl unsere Motorräder als auch unsere Fahrer dieses Jahr sehr gut sind, fahren wir heuer ja bereits um den Sieg mit. Unser nächstes großes Ziel ist ganz klar ein WM-Titel.

(c) KTM

I: KTM hat die Kurzarbeit besonders früh beendet: Was sind, Ihrer Meinung nach, wichtige Faktoren, um diese Pandemie zu bewältigen und gestärkt daraus hervor zu gehen?

Die Pandemie hat unsere Wachstumszahlen im motorisierten Zweirad – sowohl E-Bike als auch Motorrad – deutlich in die Höhe getrieben. Das hat uns wirtschaftlich in eine gute Situation gebracht. Der Produktionsstillstand bei KTM kam damals nicht wegen fehlender Nachfrage, sondern durch die Unterbrechung der Lieferkette aus Spanien und Italien, daher ist es momentan die größte Herausforderung, diese beizubehalten. Durch den erhöhten Absatz müssen wir dafür sorgen, Qualität und Timing bei den geforderten Stückzahlen aufrecht zu erhalten. Aus diesem Grund haben wir seit Mitte Mai bereits über 150 neue Mitarbeiter eingestellt und sind auf der Suche nach weiteren 200.

Die erhöhte Nachfrage merkt man auch im Getriebewerk bei Pankl, wo mittlerweile wieder die Vollauslastung herrscht und die Kurzarbeit ebenfalls beendet werden konnte. Für uns ist die Krise eine extreme Chance, die wir nutzen, um Marktanteile dazu zugewinnen. Zudem konnte die SHW in den letzten Wochen wichtige Projekte akquirieren und hat in nächster Zeit spannende Aufträge vor sich, weshalb sich die Umsätze schneller erholt haben, als erwartet.

I: Bundeskanzler Kurz hat in seiner Ansprache zur Lage der Nation das “Licht am Ende des Tunnels” auf Herbst 2021 angepeilt. Worauf müssen wir uns im Konzern in den nächsten 365 Tagen einstellen?

In der Krise ist es uns gelungen, einige neue Mitarbeiter aufzunehmen. Worauf sich diese einstellen können ist, dass wir – vor allem im stärker getroffenem Automotive-Bereich – in der Lage sein werden, mit all unseren Mitarbeitern durch dieses Tal zu gehen. Zudem sind die ersten positiven Zeichen für die Zukunft hier und da zu sehen. Zusätzlich werden uns in den nächsten Monaten im Pankl-SHW-Konzern einige Akquisitionsmöglichkeiten geboten werden. Dennoch wird es nicht einfach, da es viele Kunden in der Autoindustrie gibt, denen es selbst aktuell nicht so gut geht. Aber ich bin da sehr zuversichtlich. Wir müssen die Krise als eine Chance sehen!

(c) KTM

Das Wichtigste ist und bleibt der professionelle Umgang mit der Pandemie. Es ist eine Infektionskrankheit, wobei eine Infektion nicht sofort heißt, dass man krank ist oder Symptome aufweist. Man muss vorsichtig sein – wir im Konzern nehmen die empfohlenen Maßnahmen sehr ernst; sei es Abstand halten, Hände waschen oder Masken tragen. Jede Pandemie ist – wenn man in der Geschichte zurückblickt – auch wieder zurückgegangen oder verschwunden. Wir müssen uns an das „neue“ Leben gewöhnen, wobei ich der Meinung bin, dass man in solch einer schwierigen Situation nicht Angst, sondern Zuversicht verbreiten sollte.

I: Wann erfolgt der Baustart für das Aerospace-Werk in Kapfenberg?

Der Termin für den Spatenstich wurde bereits fixiert und findet am 30.10. statt. Die Bauzeit, so prognostiziert, wird ungefähr eineinhalb Jahre betragen.

I: Sie haben ein großes Immobilien-Projekt in Kapfenberg gestartet. Was entsteht da genau?

Beim Objekt handelt es sich um das in den 70er Jahren erbaute Hochhaus an der „Rio-Kreuzung“. Diese Immobilie haben wir von der GEMYSAG übernommen und werden diese revitalisieren. Das Ziel des Projekts ist es, hochqualitativen Wohnraum in guter Lage für Mitarbeiter in Kapfenberg zu schaffen.

I: Abschließend: Möchten Sie noch etwas mitteilen?

Im Rennsport schaut man immer nach vorne und nicht zurück. Ich bin zuversichtlich, dass wir als Konzern gemeinsam gestärkt aus der Krise gehen und möchte mich bei allen für das Verständnis und die Mithilfe in dieser schwierigen Zeit bedanken.

I: Vielen Dank für das Interview.

https://www.instagram.com/p/B_HBTIQq7Wk/

Lehre bei Pankl
Mit High Tech, High Speed und High Quality ins Berufsleben

2020 haben 25 Lehrlinge bei Pankl ihre Karriere gestartet, die meisten davon im Bereich Metalltechnik/Zerspanungstechnik. Trotz – oder gerade wegen – der vorherrschenden Unsicherheiten haben sich unsere neuen Lehrlinge für eine Lehre bei Pankl entschieden. Denn hier wird ihnen nicht nur ein spannendes Tätigkeitsfeld geboten, sondern auch ein sicherer Arbeitsplatz nach der LAP. „Als zukunftsorientiertes Unternehmen ist uns die Ausbildung unserer künftigen Fachkräfte sehr wichtig. Zusätzlich zu einem spannenden Job nach der Lehre haben unsere Lehrlinge jederzeit die Möglichkeit, verschiedene Bereiche kennenzulernen und sich auch in verschiedene Richtungen weiter zu entwickeln.“, betont Christoph Prattes, COO. Neben der fachlichen Ausbildung nehmen Unternehmenskultur, Teamwork und die Arbeitsatmosphäre einen sehr hohen Stellenwert bei Pankl ein.


Lehre bei Pankl

Pankl bietet ein breites Ausbildungsspektrum an: Man kann verschiedene Berufe erlernen – von Zerspanungstechniker/in, über Betriebslogistiker/in bis hin zu Koch/Köchin bieten wir eine große Berufspalette an. Neben der guten technischen Ausstattung gibt es für jeden Lehrling einen zugeschnittenen Lehrplan und eigens geschulte und erfahrene Lehrlingsausbilder. „Wir sind stolz, dass sich aus unseren Lehrlingen sehr gute Facharbeiter entwickeln, die sich auch nach ihrer Ausbildung selbstständig weiterbilden. Das bedeutet, dass wir mit unserem Ausbildungsansatz etwas richtig machen.“, erklärt Christian Tesch, Ausbildungsleiter für den Bereich Metalltechnik. „Wir sind als Unternehmen in den letzten Jahren deutlich gewachsen. Ein treibender Faktor war sicher, dass wir schon immer auf die qualitativ hochwertige Ausbildung unserer Lehrlinge gesetzt haben, um diese dann nach der Lehre im Unternehmen zu halten.“ Aktuell beschäftigt Pankl Racing Systems über 100 Lehrlinge und zählt als staatlich geprüfter Ausbildungsbetrieb somit zu einem der größten Ausbildner in der Region.

https://www.instagram.com/p/B88VbdbKie5/


Traumjob Zerspanungs- und
MetalltechnikerIn

Von all den ausgeschriebenen Lehrstellen hatte der Bereich Zerspanungstechnik/Metalltechnik die meisten weiblichen Bewerbungen erhalten. „Es freut uns sehr, dass immer mehr Mädchen ihren Traumjob in der Technik finden. Aktuell beschäftigen wir bei Pankl über 30 weibliche Zerspanungs- und Metalltechnik-Lehrlinge – Tendenz jährlich stark steigend!“, so Harald Egger, Head of Human Resources. Immer mehr Mädchen entscheiden sich zu einem handwerklichen Beruf, der ihnen Spaß macht und ihr technisches Talent fördert.


Lehre vs. Schule: Welche Vorteile bietet die Lehre?

Für Jugendliche, die ein handwerkliches Geschick aufweisen, bietet die Lehre eine unglaubliche Chance, ihre Talente schon früh in ihrem Job auszuleben und weiter zu entwickeln. Diese bildet ein gutes Grundgerüst, worauf die berufliche Karriere weiter aufgebaut werden kann. Bei Pankl ist zum Beispiel die Lehre mit Matura eine Option, aber kein Muss. Somit entscheidet man im Laufe seiner Karriere, in welchem Bereich man sich lieber weiterentwickeln möchte und kann dort sogar schon eine solide Berufserfahrung nachweisen. Zusätzlich haben Lehrlinge bei Pankl die Möglichkeit, im firmeninternen „Lehrlingscollege“ verschiedene Weiterbildungsmöglichkeiten zu nützen.

Lehrlinge im Bereich Zerspanungstechnik bei Pankl Racing Systems AG


Starte jetzt deine Karriere mit einer Lehre bei Pankl Racing Systems

Künftige Lehrlinge können sich jetzt schon für das nächste Lehrjahr bewerben. Unter panklracingsystems.kinsta.cloud/lehrlinge findet man alle Infos zu den einzelnen Lehrstellen. Für Fragen zur „Karriere mit Lehre“ bei Pankl Racing Systems steht Lehrlings-Recruiterin Melissa Salchenegger ([email protected]) gerne zu Verfügung.

Starte noch heute deine „Karriere mit Lehre“ und bewirb dich jetzt für deinen Traumjob bei der Pankl Racing Systems AG!