Smart Fusion: Das neue Schlüsselelement im Additive Manufacturing

Seit der Erfindung des 3D-Drucks gilt Additive Manufacturing als Schlüsseltechnologie vor allem für die Erzeugung komplexer Geometrien und Leichtbaukomponenten. Auch bei Pankl werden seit einigen Jahren Bauteile mittels metallischem 3D-Druck hergestellt. Weil wir vor allem im Racing- und High Performance-Bereich großes Potenzial sehen, versuchen wir bei Pankl gemeinsam mit Partnern dieses Fertigungsverfahren mit neuen Methoden, wie zum Beispiel Smart Fusion, in der Industrie zu etablieren.

Additive Manufacturing, Laser-Sintern und Titanpulver: So funktioniert die Fertigungstechnologie

Beim Additive Manufacturing entsteht auf Basis von digitalen 3D-Konstruktionsdaten ein Bauteil, welches nicht aus einem festen Block zerspant, sondern aus Metallpulver gefertigt wird. Eine Schicht des Metallpulvers wird auf eine Bauplatte aufgetragen und mit einem leistungsstarken Laser an den vorgegebenen Stellen in die gewünschte Form geschmolzen. Dieser Vorgang wiederholt sich Schicht für Schicht, bis das Bauteil vollständig gedruckt ist. Je nach Komplexität und Größe kann der ganze Vorgang mehrere Tage dauern. Umgangssprachlich wird das Verfahren deshalb auch als „metallischer 3D-Druck“ bezeichnet.

Um die Bauteile während des Druckens in Form zu halten, werden zusätzlich Stützstrukturen, sogenannte Supports, mitgedruckt. Diese dienen dazu, die Objekte während der Herstellung in Form zu halten und überhängende Bereiche vor Überhitzung zu schützen. Diese Supports werden bereits in der Designphase berücksichtigt und müssen nach dem Druck manuell entfernt werden. An der Außenseite der Bauteile ist das kein Problem, die große Herausforderung liegt oft im Innenbereich, der nicht so leicht zugänglich ist. Hinzu kommt, dass das entfernte Material der Stützstrukturen nicht wiederverwertet werden kann.

Um die Fertigungskosten weiter zu reduzieren und damit die Technologie weiter zu verbreiten, muss eine Möglichkeit gefunden werden, Bauteile in diesen Überhang zu fertigen, ohne eine Vielzahl von Stützen „mitdrucken“ zu müssen. Hier setzt Smart Fusion an.

Was bedeutet Smart Fusion im AM-Bereich?

Während der additiven Fertigung wird der Laser mit einer bestimmten Energie auf das Metallpulver gerichtet. Diese Energie wird von drei Faktoren bestimmt: Der Laserleistung, der Lasergeschwindigkeit und dem Abstand zwischen zwei Laservektoren. In der Regel wird diese Energie über den gesamten Fertigungsprozess nicht geregelt, d.h. unabhängig von der Geometrie oder anderen Faktoren wie Wandstärke, Überhangwinkel etc. wird überall die gleiche Energie eingesetzt. Das bedeutet natürlich, dass verschiedene Bereiche stärker überhitzt werden als andere, die z.B. konstruktionsbedingt dickere Wandstärken aufweisen.

Um dies zu überwachen, wurde in der Druckkammer der EOS-Druckmaschinen eine optische Tomografiekamera angebracht, eine Art Wärmebildkamera, die während des Druckvorgangs sehr detaillierte Wärmebilder aufnehmen kann. Jedem Pixel dieser Aufnahme wird dabei ein sogenannter Grey Value (GV) und eine entsprechende Farbe zugeordnet – Rot steht für hohe, blau für die niedrigsten GV-Werte. Die dunkelroten Pixel in der Abbildung deuten auf eine Überhitzung hin.

Blick der Optical Tomography Kamera

Mittels dem Smart Fusion System wird die Laserleistung in Echtzeit auf Basis der Grey Values geregelt, was bedeutet, dass wenn die Grey Value höher als der eigenstellte Zielwert ist, genau in diesem Bereich die Laserleistung entsprechend reduziert wird und so keine Überhitzung stattfindet.

Die großen Vorteile von Smart Fusion in der additiven Fertigung liegen auf der Hand: Material- und Ressourceneinsparungen bei den Trägern sind ein wesentlicher Vorteil. Auch die Zeitersparnis bei der Fertigung ist erheblich. Nicht nur, weil das Bedrucken des Trägers weniger Laserzeit benötigt, sondern auch weil in der Nacharbeit wesentlich weniger Supports zu entfernen sind und somit die Durchlaufzeit reduziert, sowie Kapazität freigeschaufelt werden können.

Ein weiteres bemerkenswertes Merkmal der Smart Fusion-Technologie ist die Tatsache, dass die Anzahl der Bauteile pro Druckvorgang deutlich erhöht werden kann. Dies wird durch das Drucken von Teilen mit weniger Stützstrukturen erreicht, wodurch weniger Platz benötigt wird. Dies ermöglicht eine bessere Verschachtelung und Anordnung der Teile. In der Praxis bedeutet dies, dass mehrere Teile gleichzeitig und effizienter hergestellt werden können. Diese Optimierung des Produktionsprozesses spart nicht nur Zeit, sondern senkt auch die Kosten. Die Erhöhung der Stückzahl pro Druckvorgang ist ein wesentlicher Vorteil, der die Effizienz und Wirtschaftlichkeit dieser innovativen Fertigungsmethode unterstreicht.

Das Pankl Additive Competence Center

Das Pankl Additive Manufacturing Competence Center hat bereits eine Vielzahl von Komponenten erfolgreich gefertigt. Ein herausragendes Beispiel im Motorsport ist der Top Frame des Aeroscreens, der seit mehreren Jahren in der IndyCar-Rennserie eingesetzt wird.

Darüber hinaus werden im Additive Manufacturing Competence Center regelmäßig KTM-Fußrasten in hohen Stückzahlen gefertigt. Aufgrund der Geometrie, der Fertigungszeit und der Kosten setzt KTM hier auf den metallischen 3D-Druck. Seit einiger Zeit wird für diesen wiederkehrenden Auftrag auch Smart Fusion eingesetzt. Durch den Einsatz einer optischen Tomographiekamera in Kombination mit vordefinierten Grauwerten konnte nicht nur die Stückzahl innerhalb eines Druckauftrages vervierfacht, sondern auch die Nachbearbeitungszeit drastisch reduziert werden. Diese Effizienzsteigerung und der geringere Materialeinsatz sind die enormen Vorteile, die Smart Fusion für die Produktion mit sich bringt. Das Pankl Additive Manufacturing Competence Center nutzt diese Vorteile, um innovative Lösungen zu entwickeln und die Effizienz der additiven Fertigung weiter zu steigern.

Herausforderungen und Chancen im Bereich Smart Fusion

Smart Fusion bietet viele Möglichkeiten für die additive Fertigung. Die enormen Effizienzvorteile können für die Verbreitung der Technologie von großem Vorteil sein. Um Smart Fusion nicht nur projektbezogen, sondern als dauerhafte Lösung einzusetzen, müssen auch nachgelagerte Prozesse wie das Qualitätsmanagement berücksichtigt werden. Bei neuen Aufträgen ist es hier besonders wichtig, die Bauteile nicht nur während des Produktionsprozesses, sondern auch in der Nachbearbeitung und Qualitätssicherung zu analysieren, um die Leistungsfähigkeit der Bauteile umfassend zu gewährleisten.

Denn bei erfolgreichen Projekten – wie zum Beispiel der KTM-Fußraste – müssen die Produktionsparameter im additiven Fertigungsprozess eingefroren und bei Folgeaufträgen einfach abgerufen werden. Und genau solche Prozesse beschleunigen die oft notwendigen Zertifizierungen, die wir als Unternehmen für unsere namhaften Kunden benötigen.

Gedruckte Fußraste mit Smart Fusion Technologie

Smart Fusion ist zweifellos ein Game Changer im Bereich der additiven Fertigung. Durch die Reduktion von Supportstrukturen und die damit verbundene Erhöhung der Stückzahl pro Job eröffnet das Verfahren großartige Möglichkeiten, den Weg zur Serienproduktion zu ebnen. In den vergangenen Monaten haben wir bei Pankl mit EOS zusammengearbeitet, um das enorme Potenzial, insbesondere für die Serienfertigung, zu erforschen. Mit unserer hauseigenen Fertigungskette sind wir zudem in der Lage, Optimierungspotenziale in der Nachbearbeitung und Materialprüfung zu identifizieren und diese in neue Projekte umzusetzen, ohne großen Aufwand zu betreiben. Diese enge und abteilungsübergreifende Zusammenarbeit ermöglicht es uns, die Vorteile von Smart Fusion voll auszuschöpfen und innovative Lösungen für zukünftige Herausforderungen in der Produktion zu entwickeln.

Ready to take off: Michael Jantscher im Jobportrait

Mit einem Ferialpraktikum während der Schulzeit hat Michael seine Karriere bei Pankl gestartet – seit mehr als drei Jahren verstärkt er als Program Manager die Luftfahrt Division in Kapfenberg. Aber nur noch bis Mitte Juli, denn danach geht es für ihn in die USA. Wir haben mit ihm über seine Karriere bei Pankl gesprochen.

Lieber Michael: Wer bist du und wie bist du zu Pankl gekommen?

Ich bin Program Manager bei Pankl in der Division Luftfahrt am Standort in Kapfenberg. Davor habe ich die HTL für Maschinenbau absolviert. Den ersten Kontakt zu Pankl hatte ich bereits während der Schulzeit, ich habe dort auch meine Diplomarbeit geschrieben. Parallel dazu ergab sich für mich und einen Schulkollegen die Möglichkeit, ein Ferialpraktikum am US-Standort in Kalifornien zu absolvieren. Da ich schon immer im Ausland arbeiten wollte und Pankl mir das ermöglicht hat, habe ich nach der Matura fix bei Pankl angefangen.

Was macht man als Program Manager so?

Ich bin so eine Art Ansprechpartner für alle bzw. Schnittstelle für alle am Prozess beteiligten Personen; sowohl für den Kunden als auch für die Kolleg:innen aus der Produktion. Alle Informationen, die wir vom Kunden bekommen müssen, bereiten wir so auf, dass wir intern wissen, was zu tun ist. Im Prinzip bin ich so etwas ähnliches wie ein Projektmanager, nur heißt das bei uns in der Luftfahrt „Program Manager“, weil die Projekte fortlaufend und nicht nach einmaliger Lieferung beendet sind. Außerdem bin ich für die Weiterentwicklung und Verbesserung der internen Prozesse zuständig. Da ich die Anforderungen des Marktes genau kenne, weiß ich zum Beispiel, wie wir die Produktionsprozesse verbessern können oder welche Maschinen wir anschaffen müssen, um unsere Bauteile entsprechend den Kundenwünschen weiterzuentwickeln.

Was gefällt dir an deiner Tätigkeit so?

Ich finde es sehr spannend zu sehen, wie große Luftfahrtkonzerne funktionieren. Und auch, welchen Anteil wir als Pankl daran haben. Man arbeitet mit namhaften Firmen zusammen, entwickelt und fertigt Komponenten und weiß, wo was verbaut wird. Das macht einen schon stolz.

Wie gefällt es dir bei Pankl?

Mir gefällt es sehr gut im Unternehmen. Vor allem das familiäre Umfeld mit der Möglichkeit, eine internationale Karriere zu machen oder sich weiterzuentwickeln ist toll. Durch mein Praktikum habe ich schon erste internationale Karriereluft schnuppern dürfen. Der nächste Schritt ist der Wechsel in die USA zum kalifornischen Standort, worauf ich mich sehr freue. Durch mein Ferialpraktikum 2019 habe ich gesehen, wie es dort ist und schon damals gewusst, dass ich dort eine Zeit lang arbeiten möchte. Auch sind bereits erste Projekte vor Ort geplant.

Zu deinem Wechsel in die USA: Worauf freust du dich am meisten?

Am meisten freue ich mich auf das gute Wetter und natürlich auf die Arbeitserfahrung. Ich wollte schon immer ins Ausland und glaube, dass ich mich mit der Möglichkeit beruflich, aber auch persönlich weiterentwickeln kann.

Was sind deine nächsten Karriereziele?

Da bin ich noch im Zwiespalt: Auf der einen Seite glaube ich, dass es mir in Amerika sehr gefallen wird, aber natürlich werde ich meine Freunde und Familie hier sehr vermissen. Ich werde dann sehen, wie es beruflich für mich weitergeht. Bei Pankl hat man da ganz viele Optionen – je nachdem wie es für einen persönlich passt.

Lieber Michael, wir wünschen dir in Amerika alles Gute – und wir bleiben natürlich in Kontakt!

PIT STOP CLUB: Pankl feiert gemeinsam mit dem AT Tech Club Am Austrian Grand Prix Wochenende

Gemeinsam mit dem AT Tech Club, dem Absolvent:innenverein des Studiengangs Automatisierungstechnik des FH Campus 02, feierte Pankl Racing Systems vergangenen Freitag das einjährige Bestehen des AT Tech Clubs und den Auftakt des Rennwochenendes in der Steiermark.

High Tech, High Speed, High Quality

Seit 1985 ist Pankl Racing Systems ein fixer Bestandteil der Formel 1. Angefangen mit dem Titanpleuel, fertigt der obersteirische Systemlieferant für Antriebs- und Motorkomponenten mittlerweile verschiedenste Komponenten für praktisch alle Rennklassen der Welt. Zum Auftakt des Rennwochenendes am Red Bull Ring veranstaltete Pankl in Kooperation mit dem AT Tech Club erstmals den PIT STOP CLUB. Bei coolen Drinks und freshen Beats hatten junge Branchenexpert:innen des Bereichs Automatisierungstechnik vergangenen Freitag die Möglichkeit, einen Blick hinter die Kulissen des Motorsports zu werfen. „Motorsport ist die DNA unseres Unternehmens. Um die Leidenschaft für den Rennsport in die Region zu tragen, haben wir uns überlegt, im Rahmen des österreichischen Grand Prix ein Event auf unserem Rooftop-Garden zu veranstalten – mit vollem Erfolg. Viele Menschen interessieren sich für die Hintergründe des Motorsports, haben aber nie die Möglichkeit, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen“, so Christoph Prattes, COO Pankl Racing Systems.

Der AT Tech Club

Pankl arbeitet seit vielen Jahren mit der Fachhochschule Campus 02 zusammen – so auch mit dem Studiengang Automatisierungstechnik. Durch das Engagement von Pankl COO Christoph Prattes als Studiengangskapitän entstand gemeinsam mit dem Absolvent:innenverein eine Idee. „Die Studienzeit ist sicher ein wichtiger Schritt, um sich das Skillset in diesem Bereich anzueignen. Ein berufsbegleitendes Studium schweißt zusätzlich zusammen und bringt ein wertvolles Netzwerk für danach, nicht nur für den Austausch, sondern auch für die berufliche Weiterentwicklung. Als Absolvent des Campus 02 & Unternehmensgründer weiß ich, wie wichtig das ist“, so Wolfgang Lienhart, Obmann des AT Tech Clubs. In gemütlicher Atmosphäre können die Branchenexpert:innen nicht nur miteinander netzwerken, sondern auch mittels Firmenführungen den Konnex zwischen Motorsport und Automatisierungstechnik hautnah miterleben.

DER PIT STOP CLUB

Der Pankl PIT STOP CLUB soll künftig als Netzwerkplattform für junge Menschen während und nach ihrer Ausbildung dienen. Durch spannende Gespräche, Firmenführungen und in entspannter Atmosphäre sollen sie die Möglichkeit erhalten, unterschiedlichste Karrierewege kennenzulernen. „Oft ist es ja nicht mehr so, dass man seine Karriere nach einem Plan ausrichtet. Durch die Vielzahl an Weiterbildungsmöglichkeiten findet man seinen Traumjob oder seinen Traum-Arbeitgeber vielleicht durch Umwege. Die Möglichkeit, die wir hier bei Pankl schaffen, soll jungen Menschen zeigen, dass es viele Wege gibt, einen Job zu finden, der einen erfüllt.“, meint Christoph Prattes.

Ein voller Erfolg

Die Premiere des Pankl PIT STOP CLUB war ein voller Erfolg. Mit knapp 100 Besucher:innen wurde bei strahlendem Sonnenschein am Rooftop-Garden des High Performance Werks zu coolen Drinks geplaudert. Pankl COO zur gelungenen Veranstaltung: „Es wird auf jeden Fall eine „Round 2“ geben. Wann und wo, wird sich noch zeigen. Aber das erfolgreiche Format wird von Pankl weitergeführt“.

Langer Tag der Energie: Die nachhaltige Zukunft der Mobilität

Als Produzent von Bauteilen ist es uns nicht nur wichtig, dass unsere Komponenten auf der Rennstrecke Höchstleistungen erbringen, sondern auch, dass wir als Unternehmen unsere Standards so setzen, um bestmöglich und nachhaltig zu arbeiten. Dabei sind eigens erzeugte Energie, nachhaltige Fertigungstechnologien und große Mühen in Forschung und Entwicklung nur einige Stellschrauben, wo wir als Unternehmen drehen.

Mehr Energie mit Sonne

Bei der Planung unserer neuen Werke Aerospace und Academy haben wir die Gebäudetechnik und das Energie-Management auf ein neues Niveau gehoben. Das bereits in Betrieb genommene Aerospace Gebäude wurde ohne Erdgasanschluss errichtet, da die komplette Gebäudekonditionierung über Wärmepumpensysteme realisiert wurde. Das Aerospace Gebäude verfügt nicht nur über die neuesten Standards hinsichtlich Gebäudedämmung und Raumklimatisierung, sondern auch über eine Photovoltaik-Anlage am Hallendach. Im Moment verfügen wir an den Pankl-Standorten in der Obersteiermark über eine PV-Leistung von mehr als 700 kWp. Auch am Gebäude der Pankl Academy und am Standort Bruck soll eine leistungsstarke Photovoltaik-Anlage errichtet werden. Damit soll künftig eine PV-Leistung von über 1.000 kWp zur Verfügung stehen. Darüber hinaus ist geplant, den Anteil der Eigenstromerzeugung durch intelligente Umsetzung von Energiegewinnungslösungen auf bestehenden Flächen an den Standorten in der Obersteiermark zu erhöhen.

Smarte Gebäudetechnik

Von 2021 bis 2022 konnten wir den Gasverbrauch am Standort Pankl Drivetrain Systems und in Bruck/Mur deutlich reduzieren. Durch die Einbindung der Kompressorabwärme in das Heizsystem und Regeländerungen in der Gebäudeleittechnik konnten wir den Gasverbrauch bei Pankl um 30 % senken.

Im Jahr 2022 wurde am Standort Krenhof in Kapfenberg die erste Wärmepumpe zur Beheizung und Kühlung für den Messraum der Qualitätssicherung installiert. Speziell im Bereich Schmiedetechnik ist die Konditionierung einzelner Räume schwierig da hohe Temperaturen und eine raue Umgebung herrschen. Durch die Installation der Luft-Luft-Wärmepumpe im Messraum konnte eine saubere Lösung für Luftqualität und Temperaturstabilität gefunden werden.

Mehr Nachhaltigkeit auf Konzernebene

Dieses Jahr wurde erstmalig der Pankl AG Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht. Den ganzen Bericht kann man übrigens hier nachlesen. Neben einzelnen Projekten, die großen Impact in der Region erzeugen, stellen wir uns auch regelmäßig Ratings, welche das Nachaltigkeitsengagement der gesamten Pankl-Gruppe, die weltweit aus mehr als 4.300 Mitarbeiter:innen aus 64 Nationen besteht – misst. Unser Anspruch ist es, klimawirksame Emissionen stetig zu verringern, indem wir unter anderem auf die Versorgung mit emissionsneutralen Energieträgern setzen. Als Konzern legen wir immer stärker den Fokus auf die Entwicklung einer Klimastrategie bis hin zur Klimaneutralität. Weltweit klimaneutral produzieren – und das bis spätestens 2040: So lautet unser großes Ziel, welches wir nicht nur mit all unseren Kolleg:innen, sondern auch unseren Geschäftspartnern, Lieferanten, Kunden und Beratern umsetzen werden.

Schmiede 4.0: Künstliche Intelligenz zur Unterstützung der Oberflächenprüfung

Krenhof gilt seit Jahren als zuverlässiger Lieferant hochwertiger Schmiedekomponenten. Sowohl der Herstellungsprozess als auch die vor- und nachgelagerten Produktionsschritte werden kontinuierlich verbessert. Künstliche Intelligenz wird mittlerweile auch in der Schmiedetechnik angewendet. Um den Bereich der Oberflächenprüfung nach dem Schmiedeprozess weiter zu optimieren, wurde in Zusammenarbeit mit dem Polymer Competence Center in Leoben (PCCL) und DFT Maschinenbau ein 3D-Freiformmessstand entwickelt. Das Besondere dabei: Die Oberflächenprüfung basiert auf einer Software, die mit künstlicher Intelligenz arbeitet.

Künstliche Intelligenz für 100% Oberflächenprüfung

„Machine Learning aided inspection of partly reflective free form components” lautet das Projekt, dessen Ziel es ist, einen voll automatisierten Prüfstand mit integrierter Defekterkennung für die Inspektion von Pleuel zu errichten. Mittels einer KI-gestützten Software soll der neue Freiformmessestand erkennen, welche Oberflächenbeschaffenheit ein Pleuel haben muss, um den Kundenanforderungen gerecht zu werden. Der Messstand befindet sich aktuell noch in der Testphase und wird nur mit zwei ausgewählten Pleueltypen – aufgrund der speziell anspruchsvollen Geometrie der Bauteilgruppe – erprobt. Dabei werden Daten von Bildverarbeitungssystemen erhoben, wodurch die Bauteiloberfläche der verschiedenen Bauteile in der Software kategorisiert, analysiert und ausgewertet wird. Das Ziel vom Freiformmessstand ist es, die visuelle Prüfung zu unterstützen, um die Kolleg:innen in der Qualitätssicherung bei derart eingeschränkten Oberflächenansprüchen zu entlasten. So lernt die künstliche Intelligenz durch jede neue Prüfung mehr.

Die Implementierung der künstlichen Intelligenz

Konstruktion, Automatisierung und Planung des Roboters wurde vom Automatisierungsspezialisten DFT Maschinenbau GmbH übernommen. Im innovativen Versuchsaufbau wurde ein Kuka Roboter mit ausgewählten Greifsystemen und Automatisierungsequipment verwendet. Die Entwicklung des Setups der visuellen Überprüfung erfolgte durch PCCL. Zur Aufnahme der Oberflächendaten wird eine Flächenkamera mit hoher Bilderfassungsrate, einem Objektiv mit hoher optischer Qualität und einem Hochleistungs-Ringlicht eingesetzt. Die Soll-Taktzeit der Überprüfung eines Bauteils soll damit reduziert werden. 

Die Umsetzung des automatisierten Freiformmessstands ist noch in der Testphase, wir sind jedoch sehr gespannt auf die weitere Entwicklung des Projekts. Die KI-gestützte Prüfstraße könnte einen Quantensprung in der Inspektion von Schmiedeteilen bedeuten und Krenhof damit wieder ein Stück besser machen.

Nachhaltigkeit bei Pankl: Anja Brauneder im Interview

Wenn man an Nachhaltigkeit oder Klimaschutz denkt, fallen einem sicher viele Begriffe, Bilder oder Unternehmen ein, die sich mit diesen Themen beschäftigen. An Pankl denken wahrscheinlich die wenigsten. Seit Jahren aber drehen wir an vielen Stellschrauben im Konzern, um die Unternehmensprozesse Schritt für Schritt nachhaltiger zu gestalten. Seit Herbst verstärkt auch Anja Brauneder als Nachhaltigkeitsmanagerin das Racing-Team. Wir haben im Interview mit ihr gefragt, wie sie den Bereich der Nachhaltigkeit im Konzern etablieren möchte und was ihre großen Ziele sind.

Liebe Anja, seit Herbst 2022 verstärkst du unser Racing-Team und bist als Nachhaltigkeitsmanagerin in Kapfenberg tätig. Welche Tätigkeiten zählen zu deinen Hauptaufgaben?

Im Konzern bin ich als zentrale Ansprechpartnerin für interne und externe Stakeholder vorgesehen. Intern bearbeite ich mit unterschiedlichen Teams verschiedene Nachhaltigkeitsprojekte, worunter auch die Berechnung des Corporate Carbon Footprint (CCF) oder die Erstellung des Nachhaltigkeitsberichts zählt. Dabei darf man die Wichtigkeit dieser Reports nicht unterschätzen, denn beim Nachhaltigkeitsbericht werden unter anderem unterschiedlichste Daten erhoben und gebündelt dargestellt. Das hat zum Ziel, dass unsere Stakeholder und auch wir als Unternehmen wissen, wo wir stehen und an welchen Stellschrauben wir noch drehen müssen, um nachhaltiger zu werden.

Darüber hinaus gibt es immer mehr Nachhaltigkeitszertifizierungen die unterschiedlichen Unternehmensbereiche abdecken. Die wichtigsten Themenbereiche sind dabei Arbeits- und Menschenrechte, Umwelt, Nachhaltige Beschaffung und Unternehmensethik. Hierbei merkt man eben auch das Nachhaltigkeit viel weiter geht als nur CO2 zu sparen oder PV-Paneele zu installieren. Wir sehen das Thema der Nachhaltigkeit als Zusammenspiel der Faktoren Umwelt, Soziales und verantwortungsvolle Unternehmensführung (ESG) oder von gesellschaftlicher Verantwortung eines Unternehmens im Sinne eines nachhaltigen Wirtschaftens (CSR).

Inzwischen werden Zertifizierungen auch von Kunden immer öfter verlangt. Zudem haben sich auch die Verfahren zur Erlangung solcher Zertifikate über die Jahre verändert. Die Verfahren sind viel detaillierter und transparenter geworden, da auch viele unserer Kunden selber Klimaneutralitätsziele haben, die sie auch erreichen möchten. Das erhöht natürlich den Druck innerhalb der Lieferkette. Da müssen und wollen wir mitziehen, um auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben.

Diese Zertifizierungen müssen wir nicht nur durchführen, sondern auch regelmäßig erneuern lassen. Man sieht also, dass die Anforderungen im Nachhaltigkeitsbereich immer größer werden und wir als Konzern müssen schauen, dass wir diese nicht nur erfüllen, sondern auch übertreffen.

Stehen schon erste Projekte in den Startlöchern?

Mittlerweile bin ich schon über ein halbes Jahr bei Pankl und übernehme immer mehr Aufgaben und Themenbereiche im gesamten Konzern, aber schau mir auch an, was bis jetzt eingespart und verändert wurde. Die Kolleg:innen im Energiemanagement und in der Gebäudetechnik haben da schon sehr viel in der Vergangenheit umgesetzt.

Zudem arbeiten wir an einer Nachhaltigkeitsstrategie, um die gesetzten Klimaneutralitätsziele, die wir in den nächsten Jahren erreichen wollen – wie zum Beispiel, dass unsere Produktion bis 2040 weltweit klimaneutral sein soll, zu erreichen. Meine Aufgabe ist es nicht nur Maßnahmen zu definieren, sondern diese auch umzusetzen.

Aktuell ist es so, dass wir, zusätzlich zu unseren Dächern, andere Flächen in der Umgebung mit Photovoltaik-Anlagen ausstatten möchten. Hier sind wir schon gut dabei, Flächen zu prüfen, wo wir diese installieren könnten. Auch beschäftigen wir uns stark mit der Einsparung von Gas. Vergangenes Jahr ist es uns gelungen, unser High-Performance-Werk in den Sommermonaten komplett ohne Erdgas zu betreiben. Auch das neue Luftfahrtwerk kommt ohne einen Erdgas-Anschluss aus. Hier wurde bereits bei der Konzipierung auf Energiealternativen mittels Wärmepumpensystemen gesetzt. Innerhalb der bereits vorhandenen Standorte wird auf Wärmerückgewinnung gesetzt, sofern möglich. Natürlich werden alle Projekte ökologisch und auch ökonomisch vorerst evaluiert. Aber wir sind natürlich immer noch nicht, wo wir sein wollen.

Außerdem ist es mir wichtig, dass wir intern darauf aufmerksam machen, dass es eben diese Stabsstelle im Konzern gibt. Mitarbeiter:innen können mit den unterschiedlichsten Ideen zu mir kommen, um gemeinsam diese zu analysieren und daraus Projekte zu starten. Auch genannte Zertifizierungsanfragen können gerne an uns weitergeleitet werden.

Das Thema „Nachhaltigkeit“ ist ein sehr emotionales. Was war dein persönlicher Drive, der dazu geführt hat, dass du gesagt hast: „Okay, in diesem Bereich möchte ich arbeiten.“?

Bei mir hat das alles privat angefangen. Im Laufe der Jahre ist mein persönliches Interesse am Thema Nachhaltigkeit gewachsen, weil mir schnell und früh klar wurde, dass es so nicht weiter gehen kann. Deshalb habe ich mich dazu entschlossen, auch beruflich mich dorthin zu entwickeln. Meinen Master habe ich an der FH Joanneum im Bereich Energiemanagement gemacht. Durch meine Masterarbeit bin ich dann in einen Industriebetrieb gekommen, der jetzt nicht auf Nachhaltigkeit ausgerichtet war. Dort habe ich erst gemerkt, welche Potenziale sich finden lassen. Durch verschiedenste Tätigkeiten im Bereich Nachhaltigkeit und Energiemanagement habe ich dann gemerkt wie viel Freude es mir macht, etwas im Job zu bewegen und Teil von diesen Veränderungen zu sein. Deshalb freut es mich als St. Mareinerin, dass ich jetzt bei Pankl die Rolle übernehmen darf, Nachhaltigkeit im Konzern weiterzuentwickeln.

Welche Ziele verfolgst du mit deiner Arbeit bei Pankl?

Mein persönliches Ziel ist es, mehr Bewusstsein zum Thema Nachhaltigkeit im Konzern zu schaffen, insbesondere in den Bereichen Energiemanagement, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit.

Gemeinsam den Nachhaltigkeitsbericht zu erstellen, war bereits ein großer, aber auch wichtiger Schritt. Ich hoffe auch, dass ich die internen Prozesse sowie Datensammlungen und Bewusstsein Steigerung der Mitarbeiter:innen weiterhin antreiben kann. Das große Ziel ist es natürlich die Berechnung des Carbon Footprints und deren Datensammlung zu verfeinern, sowie die Klimaneutralität bis 2025 an den Standorten in Österreich zu erreichen.

Der Pankl AG Nachhaltigkeitsbericht ist ab sofort unter pankl.com/nachhaltigkeit abrufbar.

Pankl revolutioniert den Leichtbau seit 1985

Mit seinem ersten Produkt – dem Titanpleuel – hat Gerold Pankl nicht nur Rennsport-Geschichte geschrieben, sondern auch das Thema Leichtbau in der Firmen-DNA bei Pankl verankert. Seit 1985 ist der Leichtbau ein ständiger Begleiter und Innovationstreiber des obersteirischen Herstellers von Motor- und Fahrwerkskomponenten.

Der Leichtbau und seine Entwicklung

Die Pankl-Firmengeschichte begann in einer Garage. Und zwar beim Versuch, das eigene Rennauto noch schneller zu machen. Der damals passionierte Rennfahrer Gerold Pankl sen. wollte für sein Fahrzeug hoch performante Motorkomponenten, die ein ganzes Rennen über halten, aber viel weniger wiegen als herkömmliche Pleuel oder Kolben. Dabei entstand das erste Pankl-Produkt, welches nicht nur den Motorsport revolutionierte, sondern auch den Grundstein für den heutigen Konzern gelegt hatte: ein Pleuel aus dem Werkstoff Titan.

Das galt damals als eine Neuheit, waren doch die in den Rennautos verbauten Pleuel aus Stahl. Durch den Einsatz dieser Titan-Pleuel war es möglich, das Gewicht des Motors und somit des Fahrzeugs zu reduzieren und so die Performance zu steigern.

Mit der stetigen Erweiterung des Produktportfolios wurde die Firma Pankl nach und nach ein wichtiger Lieferant von hoch performanten Leichtbau-Komponenten im Motorsport. Forschung und Entwicklung war schon immer ein wichtiger Bereich im Konzern. Denn nur durch neue Erkenntnisse schaffen wir es immer wieder Verbesserungen am Design, der Beschichtung oder den Herstellungsprozessen durchzuführen, um die Komponenten noch performanter zu machen. Dabei kann Pankl mit einer hohen Fertigungstiefe im eigenen Haus aufwarten: Von der Zerspanungstechnik über die Umformtechnik bis hin zur additiven Fertigung stehen dem obersteirischen Weltmarktführer eine Vielzahl von Technologien zur Verfügung.

Mittlerweile beliefert Pankl nicht nur die Motorsportindustrie mit ihren Leichtbau-Produkten, auch viele namhafte Sportwagenhersteller im Serienbereich haben bereits Pankl-Komponenten unter der Motorhaube. Der Einsatz von leichten Bauteilen bedeutet nicht nur mehr Leistung im Straßeneinsatz, sondern auch einen geringeren Kraftstoffverbrauch und weniger Emissionen durch weniger Masse. Leichtbau zieht sich bei Pankl so durch alle Bereiche, weil es im Bereich der Mobilität sehr viele Vorteile bietet.

Der Leichtbau in der Praxis

Wenn man Oliver Wolkner, Geschäftsführer der Pankl Engine Systems am Standort in Bruck, fragt, wo die Grenzen des Leichtbaus liegen, ist die Antwort schnell klar: „Die Grenzen liegen in der Physik. Im Leichtbau ist es nicht nur wichtig, dass die Komponenten so leicht wie möglich sind, sondern in unserem Fall, dass die eingesetzten Materialien den Belastungen im Motor standhalten müssen.“

Aufgrund der jahrelangen Erfahrung ist bei neuen Projekten der Arbeitsablauf bei Pankl immer ähnlich angeordnet: Die Kunden liefern diverse Motordaten auf Basis derer die geforderten Bauteile auslegt werden. Daraus folgt das erste Produktdesign. Anschließend wird mittels verschiedener Verfahren simuliert, ob diese Bauteile die geforderten Lasten aushalten. Dadurch kann Pankl vorab kalkulieren, ob das Produkt noch weiter optimieren werden kann. Auf Basis der Ergebnisse werden dann die Prototypen gefertigt, die an den internen Prüfständen getestet werden. Erst nach erfolgreicher Freigabe werden die Prototypen letztlich an den Kunden für weitere Motorentests geliefert. Nach Abschluss aller Durchläufe am Prüfstand erfolgt dann die finale Freigabe für die tatsächliche Produktion.

Werkstoffwissenschaften als wichtiger Erfolgsfaktor

Der Bereich der Werkstoffwissenschaften umfasst – wie der Name schon sagt – alle Themen, die sich mit der Materialzusammensetzung von Komponenten auseinandersetzen. Dazu zählen alle vor- und nachgelagerten Prozesse in der Herstellung, wie die Beschaffenheit des Materials, die Umformung, die Optimierung mittels Wärmebehandlung oder die Beschichtung von einzelnen Bauteilen. All diese Bereiche haben einen großen Einfluss auf die Performance und Stabilität von Fahrwerks- und Antriebskomponenten.

Vor allem im Motorsport spielt die Optimierung von bestehenden Werkstoffen eine große Rolle: Durch die vorherrschenden Reglements sind die Racing-Teams mit ihren Möglichkeiten limitiert, was zur Folge hat, dass bereits eingesetzte Bauteile immer wieder verbessert werden sollen. Dabei muss man vor allem hinsichtlich Designs und Oberflächenbehandlung der Komponenten oft neu denken. „Wie kann ich das Verschleißverhalten durch glattere Flächen oder durch Einsatz von der Oberflächenbeschichtung ändern? Wie schaffe ich es, die bestehenden Komponenten noch leichter zu machen?“, sind die Aufgabenstellungen, die wir tagtäglich so beantworten müssen, um einzelne Motorkomponenten noch performanter auszulegen.

Die Additive Fertigung und Motorenkomponenten

Über die Jahre hat Pankl eine hohe Fertigungstiefe innerhalb der Pankl-Gruppe aufgebaut, um mit den verschiedenen Herstellungsmöglichkeiten State of the Art Bauteile für die Racing-, High Performance oder sogar Luftfahrtindustrie herzustellen. Auch auf Additive Fertigung – bekannt als metallischer 3-D-Druck – wird dabei gesetzt. Seit 2017 findet man in Kapfenberg eines der wohl größten Kompetenzzentren für eben diese Fertigungstechnologie. Im Bereich des Additive Manufacturing werden die Komponenten aus einem dafür geeigneten Pulver hergestellt. In den 3-D-Druckern werden diese Schicht für Schicht hergestellt. Durch diese Herstellungsmethodik ist es möglich, bis dahin unmögliche Gestaltungsformen umzusetzen. Vor allem in Hinblick auf die Möglichkeit, diese Komponenten innen hohl zu gestalten, ist diese Methodik vor allem für den Leichtbau eine wichtige Fertigungstechnologie.

Dabei arbeitet Pankl auch im Bereich der Motorkomponenten viel mit dieser Herstellungstechnologie und konnte damit auch das Produktportfolio um neue Leichtbau-Komponenten erweitern, wie beispielsweise die Herstellung von Öl-Jets, welche für die Kühlung im Motor verantwortlich sind. Laufend wird im Konzern an weiteren Verbesserungen dieser Fertigungstechnologie gearbeitet, um den Anwendungsbereich zu erweitern und die Additive Fertigung noch zielgerichteter einzusetzen.

Spatenstich in der Obersteiermark: Pankl startet mit dem Bau eines Ausbildungscampus in Kapfenberg 2023

Die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter:innen ist seit Jahren ein wichtiger Faktor für den Unternehmenserfolg von Pankl Racing Systems. Mit dem Spatenstich für die Pankl Academy im High Tech-Park Kapfenberg wird sowohl die Lehrlingsausbildung als auch das konzernweite Schulungsangebot auf ein neues Niveau gehoben. Die Fertigstellung ist für 2024 geplant.

Eine Investition in die Zukunft

Im High Tech-Park Kapfenberg wird fleißig gebaut. Neben dem neuen Standort von Pankl Aerospace Systems entsteht auch die Pankl Academy. Mit einem Investitionsvolumen von 14 Millionen Euro errichtet der obersteirische Weltmarktführer für Fahrwerks- und Antriebskomponenten einen hochmodernen Ausbildungscampus. Der Spatenstich und damit der offizielle Baubeginn erfolgte am 17.03.2023 im Beisein von Landesrätin MMag. Barbara Eibinger Miedl (Ressort Wirtschaft, Tourismus, Europa, Wissenschaft, Forschung), Ök.Rat Johann Seitinger (Landesrat für Land- und Forstwirtschaft, Wohnbau, Wasser- und Ressourcenmanagement), Bgm. Friedrich Kratzer (Stadtgemeinde Kapfenberg), Stefan Pierer (Aufsichtsratsvorsitzender Pankl Racing Systems AG), Wolfgang Plasser (CEO Pankl Racing Systems AG) sowie dem gesamten Vorstand der Pankl Racing Systems AG und dem Architekturbüro Hofbauer Liebmann.

Die Academy wird künftig als Drehscheibe für die konzernweite Aus- und Weiterbildung fungieren. Mit rund 1.500 Quadratmetern bildet die große Lehrwerkstatt das Herzstück des neuen Ausbildungscampus. Hier werden vor allem technische Berufe ausgebildet. Mit modernsten Anlagen und Schulungsräumen sollen künftig rund 200 Lehrlinge gleichzeitig im Unternehmen ausgebildet werden. Derzeit sind es rund 140.

„Die eigene Lehrlingsausbildung ist für Pankl seit Jahren ein wichtiger Erfolgsfaktor. Wir tun dies nicht nur, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken – wir wissen um die Qualität der Ausbildung bei uns. Diese jungen Menschen werden nach ihrem Lehrabschluss best-qualifizierte Fachkräfte sein, die wir brauchen, um die Innovationskraft und das Wachstum im Unternehmen weiter voranzutreiben“, so Wolfgang Plasser, CEO Pankl Racing Systems AG.

Traumjob mit Wohlfühlfaktor

„Neben der Lehrlingsausbildung legen wir bei Pankl auch großen Wert auf die Aus- und Weiterbildung unserer bestehenden Fachkräfte. Bereits jetzt bieten wir unseren Mitarbeiter:innen ein sehr breites Schulungsangebot, welches nicht nur die fachliche Weiterbildung fördert, sondern auch Kurse zur Persönlichkeitsentwicklung beinhaltet. Durch flexible Raumkonzepte können wir in unserem neuen Campus künftig nicht nur Workshops mit wenigen Teilnehmer:innen, sondern auch große Seminare durchführen. Die Akademie bietet ebenso Rückzugsorte, wie unter anderem den Dachgarten, der bei schönem Wetter für Workshops oder Besprechungen genutzt werden kann“, so Harald Egger, Head of Human Resources bei Pankl Racing Systems AG.

Darüber hinaus legt Pankl enormen Wert auf das hauseigene Gesundheitsprogramm „Pankl in Motion“. In den letzten Jahren wurden die unterschiedlichsten Angebote von Pankl-Mitarbeiter:innen in Anspruch genommen: Angefangen von Schulungen bis hin zu sportlichen oder medizinischen Angeboten. Das möchte Pankl nicht nur ausbauen, sondern so gut wie möglich alles unter einem Dach vereinen.

Im neuen Bildungscampus werden auch Büroräumlichkeiten für bestehende Mitarbeiter:innen eingerichtet. Gemeinsam mit der Lehrlingsausbildung werden im Gebäude rund 100 Personen ihre Arbeitsplätze beziehen. Das Ziel der Akademie ist es, nicht nur einen modernen und attraktiven Arbeitsplatz zu schaffen, sondern auch einen Ort, an dem man sich nach der Arbeit gerne aufhält.

Grünes Dach und saubere Energie

Bei der Planung der Academy wurde nicht nur auf flexible Raumkonzepte oder Gemeinschaftsräume mit Wohlfühlfaktor, sondern auch auf ein nachhaltiges Gebäudekonzept geachtet. Ganz im Sinne des Klimaschutzes wird auf dem Dach eine leistungsstarke Photovoltaikanlage mit einer Kapazität von ca. 200 kWp installiert. Zusätzlich wird auf fossile Energieträger wie Öl oder Gas verzichtet und auf Wärmepumpen gesetzt.

Neben der Photovoltaikanlage wird die Dachfläche teilweise begrünt, was sich positiv auf das Raumklima der Räumlichkeiten auswirkt. Im Sommer dient sie der Kühlung, im Winter der Wärmedämmung. Neben der Einsparung von Energiekosten schont die Begrünung auch die Umwelt.

Pankl Academy im Überblick

  • Gesamte Nutzfläche beträgt 4.300 m².
  • Im Erdgeschoss befindet sich die Lehrwerkstätte mit Schulungs- und Pausenräumen sowie einer im Außenbereich errichteten Freifläche für Bewegungsmöglichkeiten.
  • Das 1. Obergeschoss fungiert als Headquarter der Personalabteilung und der Personalentwicklung mit modernen Büroräumlichkeiten und einem Aufenthaltsbereich für die Lehrlinge.
  • Im 2. Obergeschoss befinden sich Büroräumlichkeiten, flexibel gestaltbare Seminarräume, die auch zu einem großen Hörsaal umfunktioniert werden können, der bei Fachvorträgen und Events viel Raum bietet. Auch wird eine kleine Kantine zur Essensausgabe oder für Snacks eingerichtet.
  • Zusätzlich wird die gesamte Dachterrasse begrünt und mit Pavillons als Coaching Garden auch für Schulungen eingesetzt.
  • Die Fertigstellung soll Ende 2024 erfolgen.
  • Gesamt-Investitionsvolumen beträgt 14 Mio. Euro

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Spatenstich für die neue Pankl Academy: Ausbildung für Innovation

„Das Investment in den Bau der Pankl Academy ist ein klares Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort Kapfenberg. Pankl ist ein zukunftsorientierter Arbeitgeber und schafft mit dem Bau einen Ausbildungscampus, der die besten Voraussetzungen für die Aus- und Weiterbildung unserer Fachkräfte bietet.“
Pankl Aufsichtsratsvorsitzender Stefan Pierer
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Qualifizierte und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind der Grundstein für die Erfolge unserer heimischen Unternehmen und unseres Wirtschaftsstandorts. Mit dem neuen Ausbildungscampus tätigt die Pankl Racing Systems AG eine zukunftsweisende Investition, die neue Maßstäbe setzt und das Unternehmen noch stärker als attraktiven Arbeitgeber positioniert. Ich bedanke mich herzlich bei Stefan Pierer und Wolfgang Plasser für das starke Bekenntnis zur Steiermark, die künftig für den ganzen Konzern die Drehscheibe für Aus- und Weiterbildung sein wird.
Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl
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Die Obersteiermark hat sich zu einer international erfolgreichen Wirtschaftsregion mit bereits 15 Weltmarktführern entwickelt. Der Spatenstich für die Pankl Academy ist ein weiteres Signal dafür, wie wichtig Motivation, Bildung und Ausbildung für den unternehmerischen Erfolg sind. Ich danke Stefan Pierer und Wolfgang Plasser mit ihrem Team für die Treue zur Region sowie für die umfangreichen Investitionen, die bereits getätigt wurden und noch getätigt werden.
Landesrat Johann Seitinger
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Wir sind stolz, dass Pankl in Kapfenberg weiter intensiv in die Zukunft investiert. Die Pankl Academy ist ein Vorzeigeprojekt für zukunftsfähiges Wirtschaften. Pankl setzt erneut einen bedeutenden Impuls für junge Fachkräfte in Kapfenberg und der gesamten Region.
Bürgermeister Fritz Kratzer
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Karriere mit Lehre:
Das war der Tag der offenen Lehrwerkstatt

Am 03.03.2023 ging bei Pankl Racing Systems der Tag der offenen Lehrwerkstatt über die Bühne. Rund 150 Besucher:innen konnten dabei hinter die Kulissen des steirischen Weltmarktführers und das großartige Lehrstellenangebot blicken.

Viele Berufe bewegen die Welt

Seit vielen Jahren entwickelt, produziert und vertreibt Pankl Racing Systems hochtechnologische Antriebs- und Fahrwerkskomponenten. Unter den Kunden finden sich namhafte Hersteller aus den Bereichen Motorsport, Sportwagen und Luftfahrt. Im Ramen des Tags der offenen Lehrwerkstätte, konnten sich zahlreiche Interessent:innen ein Bild über die vielfältigen Job- und Karrieremöglichkeiten machen, die hinter erfolgreichen Rennfahrern oder schnellen Fahrzeugen stehen.

Die Faszination für den Rennsport sowie für die verschiedenen Karrieremöglichkeiten war sowohl bei den Jugendlichen als auch bei den Eltern sehr groß. Besonders wenn man sieht, welchen Einfluss die Lehrlinge und Fachkräfte bei Pankl auf den Motorsport hat.

„Mit dem Tag der offenen Lehrwerkstatt konnten wir all unsere Lehrberufe vor den Vorhang holen. Uns war es wichtig, die Vielfalt des Unternehmens und die Karrieremöglichkeiten innerhalb des Konzerns zu zeigen. Oft weiß man in jungen Jahren nicht, wo die berufliche Reise hingehen soll. Wir bei Pankl unterstützen unsere Mitarbeiter:innen bei ihrer Aus- und Weiterentwicklung – auch nach ihrem Abschluss“, so Harald Egger, Head of Human Resources bei Pankl.

Karriere mit Lehre

Seit Beginn der Firmengeschichte setzt Pankl auf eine qualitativ hochwertige Lehrlingsausbildung mit vielfältigen Entwicklungsmöglichkeiten im Konzern. „Wenn man in jungen Jahren eine Lehre beginnt, merkt man erst im Laufe des Berufslebens, wohin man sich entwickeln möchte. Lehre mit Matura oder andere Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten sind bei uns kein Problem – dabei unterstützen wir unsere Lehrlinge sehr gerne.“, meint Egger.

Bei Pankl gibt es auch ein Lehrlingscollege, in dem den Jugendlichen Wissen zu lebensrelevanten Themen, wie Finanzen, Kommunikation oder Gesundheit vermittelt wird. Neben zahlreichen Benefits, wie Lehrlingsprämien bei entsprechender Leistung, dem Klimaticket oder lustigen Lehrlingsausflügen, überzeugt vor allem die hochmoderne State-of-the-Art-Lehrausbildung bei Pankl.

Diese Lehrberufe bildet Pankl Racing Systems an den Standorten in Bruck/Mur und Kapfenberg aus

Investition in die Ausbildung

Pankl investiert laufend in die Ausbildung der Fachkräfte von morgen. Um dieser noch mehr Raum zu geben, wird im Kapfenberger High Tech-Park eine Pankl Academy errichtet, die als Drehscheibe für konzernweite Aus- und Weiterbildung dienen soll. Mit rund 1.500 Quadratmetern bildet die große Lehrwerkstatt das Herzstück des künftigen Ausbildungscampus. Hier werden vor allem technische Berufe ausgebildet. Mit modernsten Anlagen und Schulungsräumen sollen künftig 200 Lehrlinge gleichzeitig im Unternehmen ausgebildet werden. Derzeit sind es rund 140.

Der Job mit Zukunft

Pankl produziert nicht nur Fahrwerks- und Antriebskomponenten, sondern arbeitet auch an Innovationen. Die Mobilitätsindustrie befindet sich im ständigen Wandel. Neue Antriebstechnologien oder Leichtbau sind nur einige Themen, bei denen auch Pankl federführend an der Entwicklung beteiligt ist, weshalb der obersteirische Weltmarktführer gesetzliche Rahmenbedingungen oder Vorschriften nicht als Bedrohung, sondern als Chance sieht. Denn der Erfolg des Unternehmens beruht auf der ständigen Weiterentwicklung in den Unternehmensbereichen.

Alle Infos zur Karriere mit Lehre und die Übersicht der offenen Lehrstellen, findet ihr auf pankl.com/lehre.

Kununu Top Company 2023
Pankl Racing Systems als Top Arbeitgeber ausgezeichnet

Jedes Jahr verleiht die Bewertungsplattform „kununu“ die Auszeichnung „Top Company“ an Unternehmen, die überdurchschnittlich gute Bewertungen von aktuellen oder ehemaligen Mitarbeiter:innen erhalten. Die strengen Kriterien hat für dieses Jahr auch Pankl Racing Systems erfüllt und darf sich über die Ehrung zur „Top Company 2023“ freuen.

Pankl ist KUNUNU tOP cOMPANY und sicherer Arbeitsplatz

Seit mehr als 35 Jahren gilt Pankl als einer der führenden Arbeitgeber in der Region. Aus einer Garage wurde ein Weltmarktführer von Fahrwerks- und Antriebskomponenten für die Motorsport-, High-Performance- und Luftfahrtindustrie. Mittlerweile beschäftigt der Konzern mehr als 2.300 Mitarbeiter:innen, der 1.800 davon in der Steiermark. Um auch künftig als Unternehmen zu wachsen, baut Pankl nicht nur die Fertigungen in Kapfenberg und Bruck/Mur aus, sondern schafft durch erstklassige Benefits viele Karrieremöglichkeiten und Wohlfühlatmosphäre, dass sich die Mitarbeiter:innen im Unternehmen wohlfühlen. Durch den Bau der Pankl Academy möchte man die Aus- und Weiterbildung innerhalb des Konzerns stärken und mehr Chancen bieten. „Der individuelle Wohlfühlfaktor jeder einzelnen Person im Konzern ist uns als Arbeitgeber wichtig. Dabei versuchen wir unsere Mitarbeiter:innen in ihren Belangen so gut wie möglich zu unterstützen. Diese Auszeichnung zeigt uns, dass wir schon vieles richtig machen, aber natürlich lange nicht damit aufhören, uns als Arbeitgeber zu verbessern.“, so Harald Egger, Head of Human Resources.

Wir sind Weltmeister: Neue Kampagne rückt Pankl Mitarbeiter:innen noch stärker in den Vordergrund

Mehr als 60 verschiedene Jobs findet man an den Standorten in Kapfenberg und Bruck/Mur. Dort wird täglich geforscht, entwickelt, produziert, getestet, analysiert und noch vieles mehr. So vielfältig, wie die Aufgaben im Betrieb sind, so unterschiedlich sind die Menschen, die im Unternehmen arbeiten. Um das noch besser nach außen zu zeigen, hat Pankl eine Mitarbeiter:innen-Kampagne kreiert, wo Kolleg:innen aus allen Sparten zeigen, welchen Impact ihre Arbeit auf die Zukunft der Mobilität hat.

„Wir sind ein zukunftssicherer Arbeitgeber mit vielen Karrieremöglichkeiten, Chancen und Kolleg:innen, deren Arbeit wichtig für die Zukunft der Mobilität ist. Das haben wir versucht mit der Kampagne darzustellen. Und das ist uns definitiv gelungen.“, so Harald Egger, Head of HR.

Das erwartet Mitarbeiter:innen bei Pankl

Die Leidenschaft zu gewinnen, teilt das obersteirische Industrieunternehmen mit seinen Kunden. Um das Beste aus jedem Projekt herauszuholen, braucht es motivierte Mitarbeiter:innen, die tagtäglich Komponenten von höchster Qualität erzeugen.

Pankl Racing Systems ist stetig auf der Suche nach neuen motivierten Fachkräften. So unterschiedlich wie die Kunden sind, sind auch die Jobmöglichkeiten: von CNC-Drehern und Fräsern über Produktions- und Lagermitarbeiter oder Mitarbeiter:innen im Ein- und Verkauf bis hin zum Konstrukteur für Supersportwagen oder Forschung & Entwicklung. Alle offenen Positionen sind auf der Website zu finden: pankl.com/jobs.