Von Academy bis Zukunftsorientiert:
Wolfgang Plasser blickt auf das Jahr 2023

Das Jahr 2022 war für viele ein sehr turbulentes. Neben Corona hat auch der Krieg in der Ukraine die Weltwirtschaft vor ungeahnte Herausforderungen gestellt. Pankl Racing Systems konnte– trotz dieser Ereignisse –mit 29% ein sehr starkes Umsatzwachstum verzeichnen. Wir haben CEO Wolfgang Plasser gefragt, was letztes Jahr gut gelaufen ist und was den Konzern 2023 erwartet.

I: Ich hoffe, Sie sind gut ins neue Jahr gestartet, Herr Plasser. Vor dem Blick auf das, was uns das Jahr 2023 bringen wird, zunächst die Frage: Was war für Pankl im Jahr 2022 erfolgreich – und was nicht?

WP: Das vergangene Jahr war sehr turbulent, vor allem am Energie- und Rohstoffmarkt. Wir bei Pankl hatten sehr viel Glück, dass wir uns noch im Mai 2021 bis 2024 mit Strom eingedeckt haben, denn auch wir haben die Krise, die uns nicht nur wirtschaftlich, sondern auch persönlich getroffen hat, damals nicht kommen sehen. Auch auf den Rohstoffmärkten konnten wir uns gut eindecken. Rückblickend war das eine sehr wichtige Maßnahme, denn die Nachfrage nach unseren Komponenten ist nicht eingebrochen. Das hat natürlich auch mit unserem Geschäftsfeld zu tun. Wir bedienen hochwertige Märkte, die Luftfahrt boomt. Nach der Pandemie wurde in diesem Segment ein großes Wiederaufbauprogramm gestartet und wir sehen, dass die Flughäfen bzw. die Flugzeuge voll sind.

Auch im Motorsport läuft es sehr gut. Die Formel 1 hat nicht nur durch zwei sehr spannende Weltmeisterschaften gute Zuwächse zu verzeichnen, auch abseits der Rennstrecke sorgt die Netflix-Serie „Drive to Survive“ mit ihren Einblicken hinter die Kulissen für steigende Popularität. In Le Mans werden in diesem Jahr so viele Hersteller wie noch nie an den Start gehen. Diese Faktoren wirken sich natürlich sehr positiv auf den Konzern aus.

Was uns wirtschaftlich gut gelungen ist, ist der Umgang mit der Situation. Wir haben die Steigerungen der Kosten, die auf uns zukommen, von Anfang an sehr genau im Auge gehabt. Wir sind als Unternehmen daher trotz der enormen Inflation gut über die Runden gekommen. Das war eine Herausforderung für den Vertrieb. Er musste die Preiserhöhungen umsetzen. Das ging nicht so schnell, wie ich es mir gewünscht hätte. Aber unter dem Strich ist uns das sehr gut gelungen. Die Inflation wird uns auch in diesem Jahr begleiten, wir müssen die stetig steigenden Kosten weitergeben. Denn wir sind gegenüber unseren Mitarbeitern verpflichtet, wirtschaftlich zu handeln. Nur so können wir auch ein attraktiver Arbeitgeber in der Region bleiben.

I: Planung ist das wichtigste Werkzeug eines Unternehmens. Wie ist Pankl für die Zukunft gerüstet?

WP: Leider haben wir keine Kristallkugel, die wir fragen können. Als Unternehmen spielen wir verschiedene Szenarien durch, um uns vorzubereiten: Was kann passieren? Was wird wahrscheinlich passieren? Für die verschiedenen Bereiche braucht man in einem so vielschichtigen Unternehmen wie Pankl unterschiedliche Szenarien.

Die Luftfahrt hat einen anderen Zyklus als der Motorsport oder die Automobilindustrie. In Wirklichkeit ist es die große Managementaufgabe, möglichst viele Eventualitäten, für alle realistischen Möglichkeiten vorzubereiten. Wenn man sich die Prognosen der verschiedenen nationalen und internationalen Organisationen die Prognosen veröffentlichen, anschaut, dann ist die einzige Vorhersage, die man treffen kann, dass dieses Jahr ein schwieriges Jahr wird. Was wir aber haben, ist ein realistisches Budget, mit dem wir rechnen können. Darüber hinaus machen wir auch eine Art Stresstest: Was passiert, wenn es im zweiten Quartal zu einem Einbruch in bestimmten Bereichen kommt? Grundsätzlich glaube ich nicht, dass es in diesem Jahr einen großen Einbruch geben wird. Aber auch wenn die Prognosen schwanken, muss man auf alle Szenarien vorbereitet sein.

I: Aerospace oder Academy: Sind nur einige Themen, die uns 2023 begleiten im Konzern. Was erwartet uns noch heuer?

WP: Die Auftragsbücher sind zurzeit prall gefüllt, was uns sehr freut. Neben der Eröffnung des Aerospace-Werks oder dem Spatenstich für die Academy haben wir wieder ein großes Investitionsprogramm geplant. 36 Millionen Euro stehen uns dafür im Konzern zur Verfügung. Da wir in den letzten Jahren kontinuierlich gewachsen sind, gehen wir davon aus, dass 2023 wieder ein erfolgreiches Jahr für uns wird. Denn in diesem Jahr starten auch einige Kundenprogramme, die sich positiv auf das Ergebnis auswirken werden. Aber wir werden natürlich genau beobachten, wie sich der Markt in diesem Jahr entwickelt.

Das Thema Forschung und Entwicklung ist für uns seit Beginn der Pankl-Geschichte jedes Jahr aufs Neue ein sehr wichtiges Thema. Vorausschauend kann ich sagen, dass das neue Motorenreglement in der Formel 1 für uns als Unternehmen spannend wird und natürlich auch gute Geschäfte bringen wird. Mit der Inbetriebnahme unseres neuen Motorenprüfstandes in Bruck/Mur positionieren wir uns noch stärker als Technologiepartner für unsere Kunden. Denn wir sind seit Jahren nicht deshalb erfolgreich, weil wir billige Bauteile herstellen, sondern weil wir laufend verbesserte Hochleistungskomponenten entwickeln und produzieren.

I: Nachhaltigkeit und Motorsport: Wie passt das Ihrer Meinung nach zusammen?

WP: Es gibt zwei Ansätze, die wir im Bereich der Nachhaltigkeit verfolgen. Zum einen ergreifen wir Maßnahmen, die wir in unserer unmittelbaren Umgebung umsetzen können. Ein Beispiel ist natürlich die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des High-Performance-Werk. Darüber hinaus sind wir aber auch bestrebt, in der Region weitere Flächen für die Nutzung von erneuerbaren Energien zu erwerben und diese auch entsprechend auszustatten. Aber auch unsere bestehenden Gebäude werden umgerüstet. Da gibt es schon Projekte in Bruck/Mur oder in der Weststeiermark, die zur nachhaltigen Umrüstung der Standorte beitragen sollen. Aus meiner Sicht hapert es aber an der effizienten Abwicklung. Es gibt Projekte, die wir gerne schneller umsetzen würden, wo wir aber auch auf bürokratische Hürden und langsame politische Entscheidungsprozesse stoßen. Trotzdem sind wir dabei und versuchen, nachhaltig in der Region zu produzieren.

Der zweite Ansatz, den wir im Bereich Nachhaltigkeit verfolgen, ist der produktbezogene Ansatz. Wir beschäftigen uns intensiv mit der Weiterentwicklung verschiedener Mobilitätskonzepte in unseren Segmenten. Wir beschäftigen uns damit, wie wir unsere Komponenten so optimieren können, dass sie im Fahrzeug möglichst wenig Kraftstoff verbrauchen. Das ist ein sehr spannendes Feld, das wir mit hochleistungsfähigen Leichtbaukomponenten zu optimieren versuchen.

I: Die -Anzahl der Beschäftigten ist seit dem Beginn der Firmengeschichte deutlich gewachsen. Mittlerweile verzeichnen wir bei Pankl in Österreich mehr als 1.800 Mitarbeiter. Vergangenes Jahr wurden über 160 Personen zusätzlich aufgenommen: Was tun wir, um weiterhin als attraktiver Arbeitgeber zu gelten?

WP: Diese Erfolgsgeschichte und das enorme Wachstum, welches wir in den letzten 20 Jahren gehabt haben, hat nur funktioniert, weil wir im Personalwesen vieles richtig gemacht haben. Wir stellen nicht nur gute Mitarbeiter ein, sondern schaffen es, diese auch im Unternehmen zu halten. Erst vor kurzem hatte unser allererster Lehrling sein 40-jähriges Firmenjubiläum gefeiert. Regelmäßige anonymisierte Befragungen oder Feedbackrunden zeigen, was den Menschen im Unternehmen wichtig ist. Neben einer fairen Bezahlung, muss auch das Arbeitsumfeld attraktiv sein. Für uns heißt das, dass wir durch Aus- und Weiterbildung versuchen, die Karriere unserer Mitarbeiter voranzutreiben. auch versuchen wir durch unterschiedliche Maßnahmen, unser Unternehmen für junge Mütter attraktiv zu machen. Mit individuellen Teilzeitlösungen oder Hilfe bei Kindergarten- und Krippenplätzen schauen wir, dass die Vereinbarkeit zwischen Familie und Beruf leichter fällt.

Die Academy, wie schon erwähnt, wird für uns ein wichtiger Bestandteil für Mitarbeiterbildung und -bindung. Wir müssen und wollen auch weiterhin die Lehrausbildung ausbauen und mittelfristig auf 200 Lehrlinge kommen – aktuell beschäftigen wir 140. Denn wir denken zukunftsorientiert. Neue Technologien in der Mobilität stimmen uns nicht ängstlich; die machen uns weiterhin zu einem konkurrenzfähigen Unternehmen, das auch weiterwachsen wird. Wir bei Pankl schauen langfristig auf eine positive Zukunft.

I: Vielen Dank für das Interview, Herr Plasser. Wir freuen uns schon auf alles, was 2023 auf uns zukommt.

Einladung zum Tag der offenen Lehrwerkstatt bei Pankl:
Deine Arbeit bewegt die Welt

Am 03.03. öffnet Pankl Racing Systems für alle interessierten Jugendlichen und deren Eltern die Türen der Lehrwerkstatt in Bruck/Mur. Die Besucher:innen lernen an diesem Tag nicht nur die Lehrberufe und Ausbildungsmöglichkeiten bei Pankl kennen, sondern erhalten exklusive Einblicke in die Welt des Motorsports.

Im Zeichen der Zukunft: Tag der offenen Lehrwerkstatt bei Pankl

Am 03.03.2023 findet von 10-16 Uhr am Pankl Standort in Bruck der Tag der offenen Lehrwerkstatt statt. Dabei können interessierte Jugendliche verschiedene Lehrberufe kennenlernen und ausprobieren. Das Programm umfasst dabei folgende Lehrberufe:

  • Zerspanungstechnik
  • Werkstofftechnik
  • Betriebslogistik
  • Informationstechnologie – Systemtechnik
  • Appentwicklung – Coding
  • Koch/Köchin
  • Bürokauffrau/-mann

Dabei erhalten die Besucher:innen nicht nur Infos zu den vielzähligen Karrieremöglichkeiten mit Lehre bei Pankl, sondern erhalten auch Einblicke in die Arbeitsumgebung – inklusive einer kurzen Firmenführung.

Für das leibliche Wohl ist natürlich gesorgt. Anmelden kann man sich auf pankl.com/lehre.

Deine Lehre bei Pankl: Der ideale Start ins Berufsleben

Die Entscheidung, eine Lehre zu beginnen, bringt für junge Menschen sehr viele Vorteile. Neben einer praxisnahen Ausbildung sammelt man bereits früh fundierte Berufserfahrung, was vor allem am Arbeitsmarkt einen sehr großen Vorteil darstellt.

Zudem bieten viele Institutionen oder Betriebe, so wie wir bei Pankl, auch während der Lehrzeit ein vielfältiges Weiterbildungsangebot, um die persönliche Weiterentwicklung voran zu treiben.

Auch haben die Lehrlinge bei Pankl natürlich die Möglichkeit Lehre mit Matura zu absolvieren. Während ihrer Arbeitszeit werden sie auch gezielt auf die Lehrabschlussprüfung oder auf fachspezifische Gegenstände in der Berufsschule vorbereitet. Weitere Benefits, wie attraktive Prämien, Lehrlingssport oder spannende Ausflüge und noch vieles mehr findet man auf pankl.com/lehre.

Pankl Academy revolutioniert die Ausbildung

Seit Jahren legt Pankl einen großen Fokus auf die Lehrlingsausbildung. „Die Lehrlinge von heute sind unsere Fachkräfte von morgen. Deshalb haben wir schon immer auf die qualitativ hochwertige Ausbildung gesetzt. Aus diesem Grund bildet das Herzstück unserer Academy auch eine über 1.800 m² große Lehrwerkstatt, die künftig Platz für 150 Lehrlinge bietet. Ausgestattet mit modernsten Maschinen, Schulungsräumen und Platz für den Lehrlingssport, soll der Wohlfühlfaktor der Lehrlinge im Betrieb noch mehr gesteigert werden.“, so Harald Egger, Head of Human Resources bei Pankl.

Der Baustart ist in der ersten Jahreshälfte 2023 geplant, die Fertigstellung mit Ende 2024. Das obersteirische High-Tech-Unternehmen möchte mit dieser Initiative dem Fachkräftemangel entgegenwirken und die Region attraktiver machen. Durch die Schaffung des modernen Campus sollen auch Kooperationen mit umliegenden Bildungseinrichtungen verstärkt und mittels modernster Informationstechnologie globale Projekte umgesetzt werden.

Visualisierung der Pankl Academy (c) HOFBAUER LIEBMANN ARCHITEKTEN ZT GmbH

Pankl spielt in der ersten Reihe: Interview mit Stefan Pierer

Wir haben KTM-Boss und Pankl-Eigentümer Stefan Pierer zum Interview getroffen und mit ihm über das Ende virtueller Meetings, Krisen als Chance und Investitionen der Zukunft gesprochen.

I: Herr Pierer. Nach mehreren Jahren pandemiebedingter Pause gibt es wieder ein reelles Management Meeting. Wie gefällt Ihnen das Format?

Es war wirklich höchste Zeit. Für mich gibt es nichts Schöneres als solche Meetings. Wir Menschen brauchen den persönlichen Kontakt. Innovation und Entwicklung braucht diesen gemeinsamen Austausch.

I: Welche Rolle nimmt Pankl in Ihrer PIERER Mobility AG ein?

Die Pankl-Gruppe spielt mittlerweile einen ganz wichtigen Zulieferteil für die Zweirad-Gruppe. Als nahezu zweitgrößter neben unserem indischen Partner ist Pankl ein strategisch wichtiger Bestandteil. Als Zulieferer an die Fahrzeug-, Rennsport- und Flugzeugindustrie ist Pankl genau dort, wo wir zuhause sind. Darum spielt Pankl in der ersten Reihe.

I: Wie blicken Sie den bevorstehenden Zeiten entgegen?

Krisen sind Chancen, weil sie eine erzwungene Innovation sind. Entweder du änderst dich oder du gehst unter. In meiner über 30-jährigen Unternehmerkarriere habe ich schon viele Krisen miterlebt. Aber die Kombination dieser bevorstehenden oder auch bereits vorhandenen Krise ist schon einzigartig. Aber aufgeben tut man einen Brief und unsere gesamte Unternehmensgruppe, die über 10.000 Mitarbeitende hat, hat schon einiges durchgemacht. Wir spielen in der ersten Reihe und machen uns große Hoffnung für das Ergebnis.

I: Welche Anreize kann man in Zeiten des Personalmangels setzen?

Es kommen wieder klassische Elemente, die ich schon vor 30 Jahren gekannt habe. Bessere Transportmöglichkeiten der Mitarbeitenden zur Arbeitsstätte. Werkswohnungen wie im Pankl Tower sind auch wichtig. Einerseits zum Onboarding von Mitarbeitenden, aber auch um bei der hohen Inflation günstige Wohnmöglichkeiten zu geben. Das Wichtigste ist natürlich die duale Ausbildung, die Lehrlingsausbildung, die bei uns eine wichtige Rolle spielt. Sie ist die Infusion, die uns am Leben hält und die Zukunft bringt. In der Gruppe haben wir um die 400 Lehrlinge. Das ist das, aus das wir zählen.

I: Mit der Pankl Academy tätigen Sie eine große Investition. Was bewegt Sie dazu?

Das ist ein Projekt, das ich mit der Geschäftsleitung sehr gepusht habe. In so einer schwierigen Situation ist das eine mutige Entscheidung. Aber es ist die Investition in die Zukunft. Und wir werden damit in der Obersteiermark ein Landmark schaffen.

I: Haben Sie noch abschließende Worte an die Mitarbeiter:innen?

Ich bin sehr stolz auf alle Mitarbeitenden. Einerseits, was wir in diesen zwei Jahren Pandemie alles geschafft haben. Ja, das war schon eine außergewöhnliche Leistung. Und umgekehrt gibt es mir Kraft, auch die Krisen, die vor uns stehen, gemeinsam zu meistern.

I: Vielen Dank für das Gespräch!

24 Stunden auf zwei Rädern: Dominik Tantscher fährt 2. Platz bei der Ultra Rad Challenge ein

Dominik Tantscher ist Teamleiter im Bereich Systemintegration und Automatisierung. Er ist auch leidenschaftlicher Rennradfahrer. Im Juli 2022 hat er die Ultra Rad Challenge, ein 24-Stunden-Radrennen, bestritten und dort den 2. Platz eingefahren. Wir haben mit ihm über seine Leidenschaft zum Radsport und seiner Arbeit bei Pankl gesprochen.

Erstmal: Gratuliere dir zu deiner Leistung bei der Ultra Rad Challenge. Erzähle uns etwas über dich, deinen Werdegang und deine Tätigkeitsbereiche bei Pankl.

Ich bin seit Jänner 2022 Teil des Pankl-Teams, wo ich für die Bereiche Systemintegration und Automatisierung verantwortlich bin. Mit meiner Arbeit versuche ich vor allem die Digitalisierung im Unternehmen weiter voran zu bringen. Davor habe ich an der FH Joanneum in Kapfenberg den Studiengang „Industriewirtschaft“ besucht und berufsbegleitend den Bachelor und Master absolviert. Während dieser Zeit war ich zuerst als studentischer, danach wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich IoT (Internet of Things) und Digitalisierung an der FH tätig. Vor allem in der Zeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der FH ist man im Bereich der Forschung angesiedelt. Da der Studiengang Industriewirtschaft bzw. Industrial Management auch sehr stark mit Unternehmen aus der Region zusammenarbeitet, hatte ich schon damals ab und an mit Pankl zu tun. Dadurch habe ich gesehen, wie weit fortgeschritten Pankl in dem Bereich Digitalisierung im Vergleich zu anderen Unternehmen ist und habe mich dann entschlossen den Schritt in die Industrie zu Pankl zu wagen.

Wie bist du eigentlich zu Radsport gekommen?

Ich bin schon immer sehr sportlich gewesen, war seit frühem Kindesalter Spieler beim Fußballverein. Mit dem Radsport bin ich immer wieder mal in Berührung gekommen und vielleicht ab und zu mal gefahren. Als ich mich für ein berufsbegleitendes Studium an der FH Joanneum entschied, musste ich meine Fußballkariere an den Nagel hängen. Meine Wochenenden verbrachte ich ab da fast ausschließlich in Hörsälen und nicht mehr am Rasen. Um aber einen Ausgleich zu schaffen, habe ich dann öfters das Rennrad genommen und habe kürzere Touren gestartet. Zuerst waren es 20 Kilometer, dann 30, dann 50 und so weiter. 2016 habe ich mich dann meinem ersten 12-Stunden-Marathon gestellt. Am meisten fasziniert hat mich die Tatsache, wie weit man – nur mit der eigenen Muskelkraft – mit dem Rad fahren kann. Und seit dem Rennen ist’s auch bei mir ein bisschen eskaliert. (lacht)

Wie bereitet man sich auf sowas vor?

Eigentlich ganz einfach: Man muss viel Zeit auf dem Rad bzw. im Sattel verbringen. Du brauchst eine solide Grundbasis, mit ca. 10.000 gefahrenen Kilometer im Jahr, um längere Rennen körperlich zu bewältigen. Und dann muss man schauen, dass man nicht nur lang, sondern lang schnell fahren kann. Ich lege ungefähr 20.000 Kilometer im Jahr mit dem Rad zurück – mehr als manch einer mit seinem Auto.

Wie können wir uns so eine Ultra Rad Challenge vorstellen?

Es ist so, dass es eine bestehende Strecke gibt, die man 24 Stunden im Kreis fährt. Mit dabei hatte ich auch ein Team, das mich immer wieder mit hochkalorischen Getränken versorgt hat, damit mir nicht die Energie ausgeht. Das war auch wichtig, denn die letzten paar Stunden waren auf Grund der Hitze sehr anstrengend. Dennoch habe ich es geschafft, die Zeit durchzuradln. In 24 Stunden bin ich 804 Kilometer und 45 Runden gefahren – sowie zwei Mitstreiter an diesem Tag. Kurz vor Ende des Rennens haben wir beschlossen, dass wir gemeinsam über die Ziellinie fahren, weil sich jeder den Sieg verdient hätte. Das war ein sehr schönes Gefühl.

Disziplin gepaart mit Teamspirit: Hilft dir dieses Mindset auch bei der Arbeit?

Ja definitiv! Schon während des berufsbegleitenden Studiums musste ich mir eine sehr hohe Disziplin angewöhnen, damit ich auch alles unter einen Hut bekomme. Diese hilft mir auch sehr bei meiner Arbeit. Gepaart mit Durchhaltevermögen und Team-Spirit, sind das ideale Eigenschaften, um Neues umzusetzen. Aktuell sind einige spannende Digitalisierungs-Projekte in der Pipeline, die vor allem auch mit Automatisierung und künstlicher Intelligenz zu tun haben und es so noch nie gegeben hat. Bleibt also gespannt!

Zurück zum Rad: Gibt es auch fahrradbegeisterte Kolleg:innen bei Pankl?

Einige Kolleg:innen teilen mit mir die Leidenschaft für das Radfahren. Deshalb gibt es immer wieder auch gemeinsame Heimfahrten nach der Arbeit. Bei solchen Temperaturen finden die gemeinsamen Rad-Heimfahrten natürlich öfters statt. Dabei organisieren wir eine Fahrgemeinschaft, wo wir die Fahrräder mit dem Auto zur Arbeit mitnehmen und nachher alle gemeinsam Richtung Graz heimfahren. Und die Gruppe der fahrradbegeisterten Kolleg:innen bei Pankl wächst stetig, wodurch das Heimfahren noch mehr Spaß macht.

Lern was Gscheit‘s: Bürgermeister Linhart zu Besuch bei Krenhof

Bei Krenhof haben sowohl das Schmiedehandwerk als auch die Fachkräfteausbildung eine große Tradition. Unsere Lehrlinge sind unsere Zukunft und ein wichtiger Faktor für den Unternehmenserfolg. Viele der heutigen Führungskräfte haben mit einer Lehre im Betrieb gestartet. Die Ausbildung wird dabei von Jahr zu Jahr weiterentwickelt und an die Bedürfnisse der Arbeitswelt angepasst. Aufgrund der qualitativ hochwertigen Lehre und dem großartigen Betriebsklima, ist es uns gelungen, 2022 eine Rekordzahl an Lehrlingen aufzunehmen. Neun Jugendliche haben sich heuer für eine Karriere mit Lehre bei Krenhof entschieden.

Bei Krenhof lernt man was Gscheit’s

Als Technologieanbieter wird Krenhof jeden Tag ein Stück besser. Und der Erfolg gibt ihnen recht: Über die Jahre ist Krenhof zu dem europäischen Schmiedekompetenzzentrum den Bereichen Automotive, Industrieanwendungen, Truck- & Off Highway und Zweirad geworden. Um das Know-how und die Schmiedekompetenzen auch künftig auf hohem Niveau zu halten, wird laufend in die Lehrlingsrekrutierung und -weiterbildung investiert. Und das mit großem Erfolg: 2022 haben sich neun Jugendliche aus dem Raum Köflach entschieden, ihre Lehre bei Krenhof zu starten. Über die letzten drei Jahre konnte so die High-Tech-Schmiede ihre Neuzugänge an Lehrlingen verdreifachen. Von dieser Zahl zeigte sich auch Bürgermeister Helmut Linhart beeindruckt, weshalb er persönlich die neuen Krenhof-Lehrlinge im Betrieb willkommen hieß und gleich die Möglichkeit genutzt nach einer Führung durch unsere Lehrlinge auch mit ihnen über ihre Beweggründe zur Karriere mit Lehre zu plaudern.

Die Lehrberufe bei Krenhof

Mittlerweile zählt Krenhof zu einem der erfolgreichsten Lehrlingsausbildner in der Region. Auch immer mehr und mehr Mädchen begeistern sich für eine technische Lehre; wie Verena, die bereits im 2. Lehrjahr als Maschinenbautechnikerin bei Krenhof tätig ist. Für alle, die sich zwar schon für eine Lehre entschieden haben, aber nicht genau wissen, welchen Beruf sie erlernen möchten, hat Krenhof ein ganz besonderes Angebot: Bei der Schnupperlehre sind die Jugendlichen eine Woche lang im Betrieb und probieren unterschiedliche Lehrberufe aus. Egal ob Elektriker:in, Werkzeugbautechniker:in, Maschinenbautechniker:in, Mechatroniker:in oder Konstrukteur:in – so können die Jugendlichen selber entscheiden, welchen Traumjob sie erlernen wollen.

Kooperation mit dem Ausbildungsverbund

Die Lehrausbildung bei Krenhof erfolgt in Kooperation mit dem ABV – Mein Job. Dort werden die angehenden Fachkräfte theoretisch unterrichtet und haben zusätzlich die Möglichkeit, in einer Lehrwerkstatt zu üben, bevor sie das Gelernte in die Praxis umsetzen. Dabei werden Lehrinhalte unterrichtet, die unsere Lehrlinge in der Berufsschule brauchen, es wird ihnen auch Zugang zu externen Schulungen geboten, die über die Fachkenntnis hinaus auch im privaten Leben weiterhelfen. Somit eignen sich die Jugendlichen während der Lehre auch ein umfassendes Allgemeinwissen zu unterschiedlichsten Themen, wie zum Beispiel Politik, Rhetorik oder Finanzen, an. Getreu dem Motto „Jeden Tag ein Stück besser“ werden sie so auf die Aufgaben, die auf sie zukommen vorbereitet.

Bienvenidos, colegas: Spanische Fachkräfte starten ihre Karriere bei Pankl

Gut gefüllte Auftragsbücher und großer Forschungsbedarf im Mobilitätsbereich, sorgen bei Pankl seit Jahren für stetiges Unternehmenswachstum. Um auch den wachsenden Personalbedarf zu decken, sucht Pankl Racing Systems nicht nur in der Region, sondern auch im internationalen Umfeld nach neuen Mitarbeiter:innen. Gemeinsam mit Talents for Europe hat der obersteirische Betrieb Fachkräfte außerhalb der Landesgrenzen rekrutiert. Elf Fachkräfte und vier Lehrlinge starten mit 01. September ihre Karriere bei Pankl.

Motivierte Fachkräfte aus Spanien

Pankl setzt seit jeher auf niedrige Fluktuation und langfristige Bindung der Mitarbeiter:innen an das Unternehmen. Das spiegelt sich auch in den Kennzahlen des Unternehmens wider. Durch das Unternehmenswachstum wächst auch der Personalbedarf bei Pankl, der mittlerweile trotz großer Anstrengung nicht mehr nur mit steirischen Fachkräften besetzt werden kann.

Um der Herausforderung entgegenzuwirken, wurde – zusätzlich zur regionalen Mitarbeiter:innensuche – gemeinsam mit Partner:innen in Spanien nach passenden Fachkräften für die Standorte in Bruck und Kapfenberg gesucht. Durch die bereits digitalisierten Prozesse im Recruiting, war es dem HR-Team möglich, die Bewerbungsphase virtuell durchzuführen. Neben Ausbildung oder Laufbahn, wurde auch ganz stark der Fokus auf den Cultural Fit gelegt. Aus einer Vielzahl an Gesprächen, wurden 15 neue Mitarbeiter:innen eingestellt, die künftig in den Bereichen Racing, High Performance und Aerospace eingesetzt werden.

„Es freut uns sehr, dass diese 15 Menschen den Schritt nach Österreich gewagt haben, um an den Standorten Bruck und Kapfenberg gemeinsam mit unserem Racing-Team an hochtechnologischen Komponenten für unsere Divisionen zu arbeiten. Und vier davon haben sich entschieden, ihre Karriere mit einer Lehre bei Pankl zu absolvieren, um mit einer Top-Ausbildung ins Berufsleben zu starten. Als Unternehmen haben wir noch viel vor, da brauchen wir motivierte Mitarbeiter:innen, die gemeinsam mit uns die Zukunft der Mobilität gestalten möchten.“,so Wolfgang Plasser, CEO Pankl Racing Systems AG.

Die neuen Fachkräfte mit Stefan Pierer und Wolfgang Plasser.

Wohlfühlregion Obersteiermark

Um ihnen das Einleben in der Obersteiermark so angenehm wie möglich zu gestalten, arbeitet Pankl mit dem Club International (CINT) zusammen. Seit 2011 unterstützt der Verein Mitgliedsunternehmen bei der Betreuung von Fach- und Schlüsselarbeitskräften aus aller Welt abseits des Arbeitsalltags. Nicht nur die Vielzahl der Angebote, die die Obersteiermark zu bieten hat, werden den neuen Pankl-Kolleg:innen näher gebracht, sondern auch etwaige Hilfestellungen bei privaten Themen angeboten, um vor allem die Unsicherheiten zu minimieren und den Wohlfühl-Faktor in der Region zu erhöhen.

Zusätzlich finden regelmäßig auch Zusammenkünfte aller Expats in der Steiermark statt, um sich nicht nur untereinander zu vernetzen oder Erfahrungen auszutauschen, sondern auch, um das Zusammengehörigkeitsgefühl zu stärken.

Moderne Wohneinheiten mitten in Kapfenberg

Durch den Umbau des Mehrparteienhauses an der Kapfenberger Rio-Kreuzung wurde mitten in der Stadt ein moderner Wohnkomplex geschaffen. Um den Zuzug so reibungslos wie möglich zu gestalten, bekommen die Fachkräfte Wohnungseinheiten im Pankl-Tower zur Verfügung gestellt. Vor allem die moderne Ausstattung und die gute Verkehrsanbindung zu den Pankl-Standorten sowie die leichte Erreichbarkeit von Einkaufsmöglichkeiten oder Naherholungsgebieten bieten ideale Voraussetzungen für den beruflichen Start in der Obersteiermark. Auch die vorhandene Infrastruktur mit einer Waschküche, Kochnische oder Bad lädt zum Wohlfühlen ein.

Pankl setzt weiter auf Lehrlingsausbildung

Neben den Fachkräften aus Spanien setzt Pankl auch weiterhin auf eine qualitativ hochwertige Lehrausbildung. Mit 01. September haben 35 neue Lehrlinge ihre Karriere bei Pankl in den Bereichen Zerspanungstechnik, Werkstoffwissenschaften, Informationstechnologie & Systemtechnik, Applikationsentwicklung & Coding, Betriebslogistik, Bürokauffrau & -mann und Koch gestartet. Gegenüber vom Vorjahr konnte der obersteirische Motorsport-Hersteller eine Steigerung der Bewerbungen von 15% verzeichnen.

„Wir freuen uns über den deutlichen Anstieg sowohl bei den Bewerbungen als auch bei den jungen Menschen, die ihre Karriere mit Lehre bei Pankl starten. Das zeigt uns, dass wir vor allem in der Ansprache und der Ausbildung vieles richtig machen. Seit vielen Jahren setzen wir bei Pankl auf eine qualitativ hochwertige und zukunftsorientierte Lehrausbildung, die nicht nur technische Skills, sondern auch digitale Kompetenzen vermittelt. Zusätzlich achten wir auch sehr stark auf unser Betriebsklima. Denn im Endeffekt kann man alles lernen in einer Umgebung, in der man sich wohl fühlt. Und wenn man sich in einem Unternehmen wohl fühlt, spricht sich das auch in der Region herum.“, erklärt Harald Egger, Head of HR.

Ready for take off: Große Pläne für die österreichischen Pankl-Standorte

In Kapfenberg und Bruck/Mur wird kräftig gebaut. Neben dem neuen Aerospace-Werk, welches im März in Betrieb gehen soll und Platz für knapp 200 Mitarbeiter:innen bietet, wird in daneben eines der wohl modernsten Weiterbildungseinrichtungen in der Obersteiermark entstehen. Der Baustart der Pankl Academy erfolgt noch in diesem Jahr und wird dort die Drehscheibe für Personalanliegen und Mitarbeiter:innen-Ausbildung, inklusive hochmoderner Lehrwerkstätte.

Zudem erweitert und modernisiert Pankl auch den Standort in Bruck/Mur. Neben neuen Maschinen, werden die Raumkonzepte überarbeitet, um so einen modernen Arbeitsplatz auch für die Office-Mitarbeiter:innen zu schaffen. Eine große Rolle spielt dabei auch die Nachhaltigkeit: Im gesamten Umbau wird das Energiekonzept überarbeitet, um künftig die nachhaltige Nutzung von Ressourcen zu fördern.

Enge Zusammenarbeit: Pankl und AVL kooperieren im Bereich Additive Manufacturing

In der Automobil- und Zulieferindustrie gewinnt Additive Manufacturing (AM) immer mehr an Bedeutung. Die innovative Fertigungstechnologie steht im Mittelpunkt der neuen Kooperation zwischen der Pankl Racing Systems AG und der AVL List GmbH.

Additive Manufacturing als innovative Fertigungstechnologie

Additive Fertigung gilt als die neue Technologie bei der Fertigung von Komponenten. Im Gegensatz zu konventionellen Produktionstechnologien, werden im Additive Manufacturing – auch bekannt als metallisches 3D-Druckverfahren – Bauteile Schicht für Schicht aufgebaut.

Vor allem die Flexibilität, Schnelligkeit der Herstellung und die Designfreiheit sind wohl die größten Vorteile dieser Fertigungstechnologie, die sich immer stärker im Automotive-Bereich durchsetzt. Auch im Hinblick auf die industrielle Nutzung bietet die Additive Fertigung großes Potenzial.

Das Pankl Additive Manufacturing Center in Kapfenberg gilt als eines der führenden europäischen Druckerzentren für metallischen 3D-Druck mit einem breiten Spektrum an metallischen 3D Laserdruckern. Bereits seit etlichen Jahren arbeitet Pankl mit den Partnern Böhler Edelstahl und EOS an der Weiterentwicklung und Industrialisierung der additiven Fertigung mit dem Ziel diese Fertigungstechnologie vor allem für High-End-Anwendungen in der Automobil- und Luftfahrtindustrie zu etablieren. Dabei sind gestalterische Freiheiten im Bauteil-Design, die Möglichkeiten mehrere Bauteile miteinander zu kombinieren oder das hohe Maß an Flexibilität im Produktions-Lieferplan nur einige Vorteile der additiven Fertigung.

Neben den Freiheiten beim Design der Komponenten bietet auch der restliche Produktentstehungsprozess erhebliche Vorteile gegenüber konventionellen Fertigungsmethoden. Es sind keine physischen Werkzeuge wie Vorrichtungen oder Gesenke nötig, der gesamte Produktionsablauf kann vorab simuliert und mittels Software abgebildet werden. Das hat auch zur Folge, dass Adaptionen sehr schnell eingearbeitet und nahtlos in den Produktionsprozess – ohne großen Zusatzaufwand – einfließen können.

Neue Partnerschaft unterstützt innovative Fertigungstechnologie

Sowohl der Geschwindigkeitsvorteil bei der Bauteil-Entwicklung als auch die Möglichkeiten der Komplexitätssteigerung haben dazu geführt, dass AVL und Pankl gemeinsam Produkte identifiziert haben, bei denen all diese Vorteile umgesetzt werden können.

Das erste Teil in Zusammenarbeit von AVL und Pankl ist ein hochkomplexer Gasteiler der AVL, der vor allem in der Motorenentwicklung und Prozessmesstechnik eingesetzt wird. Der ORF hat bereits berichtet. Bei diesem Projekt wird vor allem der Bauraum der 3D-Druckmaschine bestmöglich ausgenutzt. In einem Druckvorgang können ungefähr zehn bis 20 Stück gedruckt werden. Geplant ist aktuell eine Serienfertigung von über 100 Stück pro Jahr.

Stefan Seidel, CTO Pankl Racing Systems AG: „Bei dem gemeinsamen Projekt mit der AVL List GmbH sehen wir ganz klar, welche Vorteile der metallische 3D-Druck gegenüber den konventionellen Fertigungsmethoden hat. Wenn man das richtige Design mit den optimierten Prozessparametern kombiniert, dann kann die additive Fertigung nicht nur für den Prototypenbau, sondern auch für Serienanwendungen genutzt werden.“

Mario Brunner, Geschäftsführer Engineering & Technology: „Additive Manufacturing erlaubt uns bei speziellen Komponenten im Prototypenbau noch schneller zu werden und damit Entwicklungszeiten weiter zu reduzieren. Darüber hinaus ergeben sich neue Möglichkeiten bei Anwendungen mit geringen Stückzahlen.  Um das Potential voll auszuschöpfen, sind wir dabei unsere Mitarbeiter kontinuierlich weiter zu qualifizieren. Die Zusammenarbeit mit Pankl in gemeinsamen Projekten bietet auch dafür eine ausgezeichnete Plattform.“

Über die AVL:

Mit mehr als 11 000 MitarbeiterInnen ist AVL das weltweit größte, unabhängige Unternehmen für die Entwicklung, Simulation und das Testen in der Automobilbranche und in anderen Industrien. Ausgehend von dem gelebten Pioniergeist liefert das Unternehmen Konzepte, Lösungen und Methoden, um die Mobilität von morgen zu gestalten. AVL entwickelt kosteneffiziente und innovative Systeme zur effektiven CO2-Reduktion und erreicht dies durch den Einsatz einer Multi-Energieträger-Strategie in allen Bereichen – von hybriden bis zu batterieelektrischen und Brennstoffzellentechnologien. Das Unternehmen unterstützt Kunden während des gesamten Entwicklungsprozesses von der Ideenphase bis zur Serienproduktion. In den Bereichen ADAS, autonomes Fahren und Digitalisierung verfügt AVL über umfassende Kompetenzen, um die Vision einer intelligenten und vernetzten Mobilität in die Realität umzusetzen.

Für mehr Informationen: www.avl.com

Vom Motorsport zum Klimaschutz: Performance und CO2-Effizienz stehen bei Pankl nicht im Widerspruch

Vom Motorsport lernen und damit den Klimaschutz voranbringen? Was auf den ersten Blick wie ein Widerspruch wirkt, wird bei Pankl bereits praktiziert. Dabei sehen wir im Rennsport vor allem eines: Innovationskraft.

Motorsport als Spielwiese für neue Technologien für den Klimaschutz

Im Motorsport wird ständig optimiert: besser, schneller, leichter. Um diese Ziele zu erreichen, wird viel geforscht: Neue Materialien, Antriebstechnologien oder Werkstoffoptimierungen sind nur wenige der Stellschrauben, an denen Pankl dreht. Bei Innovationen im Motorsport behält Pankl dabei immer auch die Serie im Hinterkopf. „Unser Ziel ist es, die High-Tech-Produkte aus dem Motorsport zu industrialisieren, damit diese auch im Serienautomobil zum Einsatz kommen.“, so Stefan Seidel, CTO Pankl Racing Systems.

CTO Stefan Seidel im Gespräch über die Zukunft der Mobilität

Die nachhaltige Mobilität hat viele Facetten

Die Mobilität befindet sich im Umbruch. Automobil-Hersteller werden in den nächsten Jahren vor viele neue Normen, Reglements und Verordnungen gestellt. Vor allem Nachhaltigkeit und Klimaschutz rücken dabei in den Fokus. Das Stichwort „Dekarbonisierung“ wird in diesem Zusammenhang auch ganz stark im Motorsport verwendet; allen voran in der Formel 1. Die Rennserie hat sich zum Ziel gesetzt, ab 2026 mit klimaneutralem Kraftstoff zu fahren. Dieses Ziel soll mit sogenannten „E-Fuels“ erreicht werden.

Gemeinsam mit unseren Motorsport-Kunden forschen wir bei Pankl Racing Systems bereits in diesem Bereich. Das Ziel ist es, die Antriebssysteme auf die Anforderungen der neuen synthetisch hergestellten und CO2-neutralen Kraftstoffe anzupassen. Die Etablierung von E-Fuels wird dabei nicht nur den Motorsport transformieren, sondern soll durch die Industrialisierung auch für den ganzen Nutzfahrzeug-Bereich zugänglich gemacht werden. Denn auch wenn ab 2035 Automobil-Hersteller ihre Produktion zur Gänze auf Elektroautos umstellen sollten, so wird es weiterhin eine große Bestandsflotte an Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren geben. Diese soll mit E-Fuels nachhaltig angetrieben werden.

Wie schon erwähnt, erhält Elektromobilität immer stärker Einzug in unseren Alltag. Nicht nur große Automotive-Konzerne, sondern auch namhafte Sportwagen-Hersteller beschäftigen sich mit dem elektrischen Fahrzeugantrieb und versuchen den Gewichtsnachteil der Batterie durch Leitbaukomponenten wettzumachen um die Agilität beizubehalten.

Mit dem jahrelangen Knowhow aus dem Motorsport können wir bei Pankl durch die verschiedenen Herstellungs- und Entwicklungstechnologien mit innovativen Lösungen aufwarten, um die Kunden bei dieser Herausforderung zu unterstützen.

Der Impact von Leichtbau auf nachhaltige Mobilität

Vor allem der Fakt, dass weniger Masse bewegt und weniger Energie für die Beschleunigung von Fahrzeugen benötigt wird, spricht für den Einsatz von Leichtbaukomponenten im Bereich der Mobilität.

Dafür gilt es die richtige Kombination aus Werkstoffen, Design und Fertigungstechnologie zu finden. Bei Pankl Racing Systems legt vor allem die hauseigene Werkstoff- und Konstruktionsabteilung die Basis für innovative Designkonzepte. Die wiederum werden durch innovative Fertigungsverfahren umgesetzt. Dabei kann der obersteirische Motorsportzulieferer mit einer großen Bandbreite aufwarten: Vom Schmieden, über die Zerspanungstechnik bis hin zum metallischen 3D-Druck, bieten wir bei Pankl eine breite Palette an Fertigungstechnologien an.

Doch Leichtbau hilft nicht nur dabei, die Performance und Agilität der Fahrzeuge zu verbessern, sondern kann auch merklich den Ressourceneinsatz senken– einerseits in der Produktion, aber vor allem auch im Betrieb der Fahrzeuge.

Somit wird die Technologie des Leichtbaus künftig immer stärker Einzug in neue Mobilitätskonzepte finden. Dabei wird es weiterhin wichtig sein, dass man sich nicht nur auf die Herstellung einzelner Bauteile, sondern auf die Vorteile von Leichtbaukonzepten im gesamten System fokussiert. Und gemeinsam mit seinen Kunden stellt sich Pankl als Partner und Systemlieferant den Herausforderungen der Zukunft.

Pankl und AVL arbeiten im Bereich Additive Manufacturing künftig eng zusammen

Eine starke Kooperation für eine innovative Zukunft: In einer aktuellen Ausgabe von Steiermark heute berichtet der ORF über die neue Zusammenarbeit zwischen AVL und Pankl im Bereich der Additiven Fertigung, kurz AM.

Kooperation im bereich Additive manufacturing zwischen Pankl und AVL

Diese Fertigungstechnologie bietet viele Vorteile gegenüber konventionellen Methoden – wie man anhand eines hochkomplexen Gasteilers im Beitrag eindrucksvoll sieht.

Foto von Lucas Kundigraber

Neben den Freiheiten beim Design der Komponenten bietet auch der restliche Produktentstehungsprozess erhebliche Vorteil gegenüber konventionellen Fertigungsmethoden. Es sind keine physischen Werkzeuge wie Vorrichtungen oder Gesenke nötig, der gesamte Produktionsablauf kann vorab simuliert und mittels Software abgebildet werden. Das hat auch zur Folge, dass Adaptionen sehr schnell eingearbeitet und nahtlos in den Produktionsprozess – ohne großen Zusatzaufwand – einfließen können.

„Bei dem gemeinsamen Projekt mit der AVL List GmbH sehen wir ganz klar, welche Vorteile der metallische 3D-Druck gegenüber den konventionellen Fertigungsmethoden hat. Wenn man das richtige Design mit den optimierten Prozessparametern kombiniert, dann kann die additive Fertigung nicht nur für den Prototypenbau, sondern auch für Serienanwendungen genutzt werden.“, so Pankl CTO Stefan Seidel.

Der ganze Beitrag ist für sieben Tage ab Veröffentlichung hier abrufbar.

„Enter Krenhof“: Berufserlebnistag ganz anders

Für den Berufserlebnistag 2022 hat sich die High-Tech-Schmiede Krenhof GmbH etwas Besonderes überlegt: Beim Spiel „Enter Krenhof“ wurden den Jugendlichen beim Lösen von kniffligen Rätseln spannende Einblicke ins Unternehmen gewährt.

EXIT SCHOOL – ENTER KRENHOF

Beim Berufserlebnistag der Region Voitsberg haben alle Schüler:innen der Mittelschulen in der Umgebung die Möglichkeit, einen von ihnen ausgewählten Mitgliedsbetrieb zu besuchen, um Einblicke ins Unternehmen und die Arbeit dort zu erhalten. Insgesamt nahmen 19 Jugendliche an der außergewöhnlichen Betriebsführung statt. Unter dem Motto „Enter Krenhof“, erwartete die Schüler:innen keine gewöhnliche Betriebsführung, sondern ein Spiel. Nach dem Prinzip des Spiels „Exit the Room“, mussten die Besucher:innen sich selbst im Werk 1 zurecht finden. Spannende Rätsel und knifflige Aufgaben wurden ihnen gestellt, wie etwa Kranfahren oder Schweißen – natürlich unter Aufsicht der Krenhof-Mitarbeiter:innen – wodurch sie den Betrieb mittels „Learning by Doing“ selbstständig kennenlernen konnten. Am Schluss mussten alle Hinweise zusammengetragen und ein Zahlenschloss geknackt werden. Nach fünf Stunden waren nicht nur alle Rätsel gelöst, sondern exklusive Einblicke in die Welt der High-Tech-Schmiede gewährt. Somit wurde den Jugendlichen hautnah das Unternehmen und die Karrieremöglichkeiten gezeigt.

Foto von Nina Krammer

„Wie hilft man Jugendlichen, ihren Traumjob oder ihre Interessen zu finden? Indem man ihnen die Möglichkeit bietet, einen Beruf hautnah zu erleben. Mit dem Spiel „Enter Krenhof“ haben wir eine Vielzahl an verschiedener Stationen geschaffen, um den Besucher:innen des Berufserlebnistages genau das zu ermöglichen. Und durch das Game wurden sie natürlich angespornt, alle unterschiedlichen Tätigkeiten durchzumachen, wobei auch einige versteckte Talente zum Vorschein gekommen sind.“, so Stefan Pölzl, Geschäftsführer der Krenhof GmbH.

Das Konzept „Enter Krenhof“ ist definitiv auf viel Begeisterung bei den Schüler:innen gestoßen. „Dieses Spiel werden wir so definitiv auch wieder für interessierte Jugendliche umsetzen.“, so Pölzl.

Der Berufserlebnistag Technik, projektiert vom LFI Stmk. wird von der WOF Voitsberg und vom Ressort Bildung und Gesellschaft des Landes Steiermark unterstützt. Mehr Infos dazu gibt es hier.