Hoch hinaus: Der neue Pankl Tower bietet künftig moderne Wohneinheiten für Fachkräfte

Wohnraum für Fachkräfte schaffen: Unter diesem Motto wurde das alte Rio-Hochhaus in Kapfenberg von KTM-Chef und Pankl-Eigentümer Stefan Pierer gekauft und zum Pankl Tower saniert. Dabei wurde ein moderner Wohnkomplex geschaffen, der vor allem Fachkräften und Lehrlingen, die weiter weg wohnen, eine leicht zugängliche und leistbare Wohnmöglichkeit in der Obersteiermark bieten soll.

Das Rio-Hochhaus wird zum Pankl Tower

Sagacker 2: So lautet die Adresse des neuen Pankl Towers in Kapfenberg. Dafür wurde in den letzten zwei Jahren das Rio Hochhaus von der im Eigentum von Stefan Pierer bestehenden Pierer Immoreal GmbH saniert, um moderne Wohnräume für Fachkräfte und Lehrlinge zu schaffen.

In der Region ist Pankl Racing Systems bereits als attraktiver Arbeitgeber bekannt. Dieses Image möchte man auch über die Bezirks- und Landesgrenzen hinaus kommunizieren. Dass man dafür modernen und leistbaren Wohnraum schafft, um den Zuzug für neue Fachkräfte zu erleichtern, ist nur der nächste logische Schritt. Zusätzlich möchte man mit dem Pankl Tower ein Angebot für Jugendliche aus entfernten Regionen schaffen, um ihnen die Lehre in Bruck/Mur bzw. Kapfenberg leichter zu ermöglichen. Von Pankl wurden bereits fünf Wohnungen angemietet, auch die voestalpine nutzt dieses Angebot. Die restlichen Wohnungen können auch von anderen Personen angemietet werden.

„Wir wollten mit dem Pankl Tower leistbare Wohnmöglichkeiten in und für die Region schaffen: Zum Beispiel für Lehrlinge, für Mitarbeiter:innen mit längerer Anreise oder für neue Mitarbeiter:innen bis sie eine eigene, langfristige Unterkunft gefunden haben.“, so Wolfgang Plasser, Pankl CEO.


DAS LEBEN IM PANKL TOWER

  • Der Tower besteht aus 39 Wohneinheiten.
  • Der Komplex beinhaltet hochwertige 2- bzw. 3-Raum Wohnungen.
  • Jede einzelne Wohnung ist mit Küche, Bad und Balkon ausgestattet.
  • Die Lage des Towers ist sehr zentral: Bahnhof, Autobahn, Einkaufsmöglichkeiten oder Naherholung liegen in unmittelbarer Reichweite.
  • Für alle Bewohner:innen zugängliche Waschküche ist vorhanden.
  • Das Hochhaus ist an das Kapfenberger Fernwärmenetz angeschlossen.
  • Die Monatsmieten betragen für die 51 m²-Wohnung 562 Euro bzw. für die 74 m²-Wohnung 805 Euro inklusive Betriebskosten.

Die Wohnungen sind ab April 2022 verfügbar. Interessierte Mieter:innen können die Wohnungen bereits besichtigen.

Kontakt: Günther Essenko, 0664 763 50 35, Mail: [email protected]

Pankl Tower: Heimat auf Zeit

Pankl Racing Systems versucht geflüchteten Menschen aus der Ukraine so gut es geht zu helfen. Neben internen Spendenaktionen bei Pankl und SHW für ukrainische Flüchtlinge, stellen Pankl und die Pierer Immoreal fünf Wohnungen für ukrainische Flüchtlingsfamilien in Kapfenberg zur Verfügung. Zusätzlich stellt Pankl bei Bedarf auch geflüchtete Personen ein und bietet in diesem Zuge auch Deutschkurse an.

Herausforderung Wachstum: Mit alternativen Benefits dem Fachkräftemangel gegenwirken

Auch die nächsten Jahre stehen bei Pankl im Zeichen des Wachstums. Um diesen gemeinsam zu bewältigen, werden jetzt kräftig Fach- und Nachwuchskräfte gesucht. Neben dem Pankl Tower soll künftig auch die Pankl Academy als zentrale Drehscheibe für Aus- und Weiterbildung im Konzern noch stärker forciert werden, um die Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten verstärkt als Benefit einzusetzen.

Ein starker Fokus liegt auch auf der eigenen Gesundheit: Neben der Erweiterung des Gesundheitsförderprogramms soll durch ein erhöhtes Sportangebot nicht nur ein stärkerer Fokus auf die persönliche Fitness gelegt werden, sondern auch auf den Teamzusammenhalt. Dadurch soll die persönliche Zufriedenheit im Unternehmen weiter gesteigert werden.

Noch mehr Frauen für technische Berufe begeistern

Mittlerweile weißt Pankl eine Frauenquote von über 30% auf, im High-Performance-Werk liegt der Anteil an weiblichen Mitarbeiterinnen sogar bei 50%. Der Wert ist letztendlich auch den Mühen geschuldet, dass Pankl es geschafft hat, eine Arbeitsumgebung in der Produktion zu schaffen, die nicht auf die körperliche Anstrengung zielt, sondern genaues Arbeiten erfordert.

Im Industrievergleich ist die Quote der weiblichen Mitarbeiter:innen eine sehr hohe, jedoch kein Grund mit Maßnahmen zur Steigerung der Frauen in der Industrie aufzuhören.

In Kooperation mit der Stadtgemeinde Kapfenberg und den städtischen Kindergärten, können ab nächstem Kindergartenjahr auch Kinder in der Anmeldung berücksichtigt werden, die ihren Wohnsitz nicht in Kapfenberg haben, aber bei Pankl arbeiten. Somit möchten wir die Kinderbetreuung in die Nähe des Arbeitsplatzes holen.

Welche Benefits Mitarbeiter:innen bei Pankl noch erwarten können

Bei Pankl erwarten dich als Mitarbeiter:in neben einem Top-Gehalt, einem sicheren Arbeitsplatz und tollen Kolleg:innen auch vielfältige Karrieremöglichkeiten – auch international.

Leistungsgerechte Bezahlung

Pankl bietet eine leistungsgerechte Bezahlung Dazu zählt auch ein unternehmensweites Prämiensystem. Auch die Lehrlinge werden in dieses Prämiensystem ab dem ersten Tag integriert.

Fachliche Weiterbildung

Ein eigenes Team kümmert sich um die Aus- und Weiterbildung aller Mitarbeiter:innen. Dabei können sie nicht nur fachliche, sondern auch persönliche Weiterbildungsmöglichkeiten in Anspruch nehmen.

Gesundheit und Fitness

Es werden verschiedene Fitness- und Gesundheitsprogramme angeboten. Vom Full-Body-Workout über Fußball bis zum Herz Kraft Coaching ist für jeden etwas dabei.

Flexible Arbeitszeiteinteilung

Pankl bieten eine gleitende Arbeitszeit an. Innerhalb der Gleitzeit können unsere Mitarbeiter:innen den Arbeitsbeginn und das Ende selbst bestimmen und so an ihre Bedürfnisse anpassen.

Vielfältige Karrieremöglichkeiten

Ein breites Spektrum an Berufsfeldern kann bei Pankl innerhalb des Konzerns angeboten werden. Die Mitarbeiter:innen haben nicht nur in Österreich, sondern weltweit die Möglichkeit bei Pankl Karriere zu machen.

Team-Events

Als Ausgleich zum Arbeitsalltag werden mehrmals im Jahr verschiedene Teamevents durch das Unternehmen organisiert. Diese Events stärken das Gemeinschaftsgefühl und den Zusammenhalt der Mitarbeiter:innen.

Home Office

Mit modernster Ausstattung, ermöglicht Pankl den Mitarbeiter:innen das Arbeiten von zu Hause aus.

Unternehmenskantine

Den Mitarbeiter:innen am Standort Kapfenberg steht eine Kantine zur Verfügung, in der täglich mehrere Menüs frisch mit Zutaten aus der Region zubereitet werden. Am Standort Bruck/Mur wird dieser Service mit einem Partnerunternehmen angeboten.

Mit Know-how auf der Überholspur:
Forschung und Entwicklung bei Pankl Racing Systems

Forschung und Entwicklung – kurz F&E – ist ein sehr wichtiges und überaus breit angelegtes Department bei Pankl. Dieser Bereich beinhaltet nicht nur die Vorentwicklung, sondern geht über die Konstruktion, Werkstofftechnik und Berechnung hinaus bis zu unserem hauseigenen Prüffeld.

High Tech, High Speed, High Quality in der Forschung & Entwicklung

Warum ist dieses Department bei Pankl so essentiell? Durch das Testen, Forschen und Entwickeln haben wir uns durch die Jahre ein exzellentes Know-how in unserem Produktbereich aufgebaut, welches in dieser Tiefe auch bei unseren Kunden nicht vorhanden ist. Wenn ein Kunde seine Bauteile optimieren und ausreizen möchte, kommt er zu Pankl. In Kombination mit unserer flexiblen und breit aufgestellten Produktion macht uns das zu einem starken One-Stop-Shop.

Innovation täglich neu denken

Wie sieht der Tagesablauf eines Departments aus, wenn man zum Ziel hat, sich ständig neu zu entwickeln und wo Innovation auf der Tagesordnung steht?

Christoph Brandl, Leiter der Abteilung Research & Development Drivetrain Systems erklärt: „Wir entwickeln ständig neue Ideen und innovative Lösungen. Um das zu schaffen, bedarf es eines systematischen Ansatzes. Wir arbeiten nach einer mehrjährigen F&E-Roadmap, welche unter anderem folgende Aspekte abbildet:

:: Was wurde marktreif entwickelt und befindet sich nun in der Markteinführung?
:: Welche Entwicklungen werden aktuell umgesetzt?
:: Wo geht die Reise hin? Mit welchen Themen werden wir uns in welcher Reihenfolge künftig auseinandersetzen?

Auf Basis dieses kontinuierlichen und trotzdem flexiblen Ansatzes wird sichergestellt, dass jede Entwicklungsarbeit auch einen Return of Invest generiert, eine Priorisierung sowie ein Überblick über alle Entwicklungsaktivitäten generiert wird und eine systematische Basis für unsere Zukunft geschaffen wird.“

Dabei geht es aber nicht nur um die Weiterentwicklung im technischen Bereich oder bei den Produkten, sondern auch um die Optimierung der Durchlaufzeit der Produktentwicklung. Wir bei Pankl arbeiten daran, dass wir immer schneller und vor allem effizienter werden – sinngemäß bei gleichbleibender oder steigender Qualität. Denn High Tech, High Speed, High Quality zieht sich mit all seinen Facetten auch durch das Pankl Forschungs- & Entwicklungsdepartment.

Forschung und Entwicklung bei Pankl Racing Systems

Egal ob Racing- oder Hypercar: Alle setzen auf Pankl

Mittlerweile liefern wir Kleinserien an einige namhafte Kunden im sogenannten Hypercar-Bereich. Die Stückzahl der Produktion begrenzt sich zwar auf wenige Hundert, jedoch lässt sich dort zusätzlich F&E Umsatz lukrieren.

Auch die technische Herausforderung ist enorm, denn: Ein F1-Fahrzeug erreicht auf einer Rennstrecke Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 350 km/h; ein Hypercar kann mit der bis zu 3-fachen Masse aktuell jedoch bereits 450 km/h erreichen – Tendenz steigend! Zusätzlich kommt hier der Faktor der Straßentauglichkeit hinzu. Das Spannende bei solchen Projekten für uns ist, dass diese speziellen Fahrzeuge immer wieder besondere technische Herausforderungen für uns darstellen. Andererseits können wir unser Know-how, welches wir über die letzten Jahrzehnte aufgebaut haben, an solch einem hochtechnologischen Fahrzeug perfekt anwenden. In den letzten fünf Jahren hat sich in diesem Bereich sehr viel getan und wir freuen uns schon auf weitere Projekte in diesem spannenden Markt!

Mit Forschung & Entwicklung auf der Überholspur

Mittlerweile ist unser Alleinstellungsmerkmal bei Pankl, dass die leistungsstärksten Fahrzeuge der Welt mit unseren High-Tech Komponenten ausgestattet sind, welche auf höchsten technischen Niveau ausgereizt wurden. Unsere Kunden wissen, dass sie bei Pankl qualitativ hochwertigste Produkte bekommen, welche individuell für ihre Bedürfnisse hin optimiert wurden.

Wir sind bekannt für effiziente, leichte und performante Produkte, welche in effektiven Entwicklungsprozessen und auf Basis jahrzehntelanger Erfahrung entwickelt werden.

Die Krise als Chance nutzen:
Interview mit Stefan Pierer

Corona, Kurzarbeit, Infektionszahlen: Diese Begriffe zählen gefühlt zu den meist gesagten im Jahr 2020. Die globale Pandemie hat dieses Jahr die Wirtschaft vor einige Herausforderungen gestellt. Grund zum Jubeln gab es trotzdem, denn die diesjährige MotoGP-Saison ist die erfolgreichste in der Konzerngeschichte von Pankl. Wir haben Stefan Pierer, Vorstandsvorsitzender KTM AG, zum Interview getroffen und mit ihm über das spannende Jahr 2020 gesprochen.

I: Trotz „Corona“ ist die heurige MotoGP-Saison für KTM ein voller Erfolg: Zuerst der Sieg in Brünn und dann auch noch beim Heimrennen in Spielberg – wie schwierig war es, dieses historische Ergebnis zu erreichen?

Schnell fahren hat nichts mit Corona an sich zu tun. In der MotoGP-Wertung gab es eine halbjährliche Verschiebung, die Rennen finden wegen den Reisebeschränkungen nur in Europa statt. Es waren die Anfangsjahre für uns sehr mühevoll – einerseits als Newcomer in der Rennklasse, andererseits durch Verletzungen der Fahrer im letzten  Jahr. Unser Ziel war es, spätestens in unserem 5. Moto GP Jahr Siege einzufahren. Mit den kürzlichen Erfolgen ist uns dies schon ein Jahr früher gelungen, zudem konnten wir sogar einen Heimsieg verbuchen. Gefehlt haben aber natürlich die Menschen vor Ort. Es wäre schön gewesen, diesen Triumph gemeinsam mit über 200.000 Fans in Spielberg zu feiern.

I: In wieweit hat hier die Zusammenarbeit mit Pankl zu diesem Erfolg beigetragen?

Man muss dazu sagen, dass Pankl nicht irgendein Player in dem Bereich ist, sondern der weltgrößte Zulieferer von Motorsportkomponenten für die Auto- und Motorradindustrie. In jedem MotoGP-Bike ist Pankl zu finden – dies ist ein Garant dafür, dass höchste Performance möglich ist. Bei der Entwicklung hat man durch die Gruppen- bzw. Familienmitgliedschaft eng zusammengearbeitet. Pankl hat, vor allem auf der Motorenseite, maßgeblich zu unserem diesjährigen Erfolg beigetragen.

I: Was bedeuten MotoGP-Erfolge für das Geschäft?

Die MotoGP-Serie für die Motorradindustrie ist so etwas, wie die Formel 1 für die Autoindustrie. Wenn man um eine Podiumsplatzierung mitfährt ist es ein Zeichen dafür, dass man in der Technologie eine sehr große Kompetenz aufweist und in der Entwicklung sehr fortschrittlich ist. Natürlich ist die Teilnahme in so einer Rennserie nicht gerade günstig. Hier muss man schon eine Größenordnung aufweisen und viel Power haben, aber als größter Motorradhersteller Europas war es für uns als KTM eine wichtige Entscheidung,  in dieser Rennklasse teilzunehmen.

I: Wie sieht Ihre Prognose für KTM hinsichtlich MotoGP aus?

In der Rennserie müssen wir das Jahr 2020/21 als kompiliertes Jahr betrachten. Alle Teilnehmer haben sich am Anfang der Pandemie geeinigt, technologische Entwicklungen einzufrieren. Das bedeutet, das Bike, das wir nächstes Jahr auf der Strecke sehen werden, wird jenes sein, was derzeit gefahren wird – mit wenigen Anpassungen. Da sowohl unsere Motorräder als auch unsere Fahrer dieses Jahr sehr gut sind, fahren wir heuer ja bereits um den Sieg mit. Unser nächstes großes Ziel ist ganz klar ein WM-Titel.

(c) KTM

I: KTM hat die Kurzarbeit besonders früh beendet: Was sind, Ihrer Meinung nach, wichtige Faktoren, um diese Pandemie zu bewältigen und gestärkt daraus hervor zu gehen?

Die Pandemie hat unsere Wachstumszahlen im motorisierten Zweirad – sowohl E-Bike als auch Motorrad – deutlich in die Höhe getrieben. Das hat uns wirtschaftlich in eine gute Situation gebracht. Der Produktionsstillstand bei KTM kam damals nicht wegen fehlender Nachfrage, sondern durch die Unterbrechung der Lieferkette aus Spanien und Italien, daher ist es momentan die größte Herausforderung, diese beizubehalten. Durch den erhöhten Absatz müssen wir dafür sorgen, Qualität und Timing bei den geforderten Stückzahlen aufrecht zu erhalten. Aus diesem Grund haben wir seit Mitte Mai bereits über 150 neue Mitarbeiter eingestellt und sind auf der Suche nach weiteren 200.

Die erhöhte Nachfrage merkt man auch im Getriebewerk bei Pankl, wo mittlerweile wieder die Vollauslastung herrscht und die Kurzarbeit ebenfalls beendet werden konnte. Für uns ist die Krise eine extreme Chance, die wir nutzen, um Marktanteile dazu zugewinnen. Zudem konnte die SHW in den letzten Wochen wichtige Projekte akquirieren und hat in nächster Zeit spannende Aufträge vor sich, weshalb sich die Umsätze schneller erholt haben, als erwartet.

I: Bundeskanzler Kurz hat in seiner Ansprache zur Lage der Nation das „Licht am Ende des Tunnels“ auf Herbst 2021 angepeilt. Worauf müssen wir uns im Konzern in den nächsten 365 Tagen einstellen?

In der Krise ist es uns gelungen, einige neue Mitarbeiter aufzunehmen. Worauf sich diese einstellen können ist, dass wir – vor allem im stärker getroffenem Automotive-Bereich – in der Lage sein werden, mit all unseren Mitarbeitern durch dieses Tal zu gehen. Zudem sind die ersten positiven Zeichen für die Zukunft hier und da zu sehen. Zusätzlich werden uns in den nächsten Monaten im Pankl-SHW-Konzern einige Akquisitionsmöglichkeiten geboten werden. Dennoch wird es nicht einfach, da es viele Kunden in der Autoindustrie gibt, denen es selbst aktuell nicht so gut geht. Aber ich bin da sehr zuversichtlich. Wir müssen die Krise als eine Chance sehen!

(c) KTM

Das Wichtigste ist und bleibt der professionelle Umgang mit der Pandemie. Es ist eine Infektionskrankheit, wobei eine Infektion nicht sofort heißt, dass man krank ist oder Symptome aufweist. Man muss vorsichtig sein – wir im Konzern nehmen die empfohlenen Maßnahmen sehr ernst; sei es Abstand halten, Hände waschen oder Masken tragen. Jede Pandemie ist – wenn man in der Geschichte zurückblickt – auch wieder zurückgegangen oder verschwunden. Wir müssen uns an das „neue“ Leben gewöhnen, wobei ich der Meinung bin, dass man in solch einer schwierigen Situation nicht Angst, sondern Zuversicht verbreiten sollte.

I: Wann erfolgt der Baustart für das Aerospace-Werk in Kapfenberg?

Der Termin für den Spatenstich wurde bereits fixiert und findet am 30.10. statt. Die Bauzeit, so prognostiziert, wird ungefähr eineinhalb Jahre betragen.

I: Sie haben ein großes Immobilien-Projekt in Kapfenberg gestartet. Was entsteht da genau?

Beim Objekt handelt es sich um das in den 70er Jahren erbaute Hochhaus an der „Rio-Kreuzung“. Diese Immobilie haben wir von der GEMYSAG übernommen und werden diese revitalisieren. Das Ziel des Projekts ist es, hochqualitativen Wohnraum in guter Lage für Mitarbeiter in Kapfenberg zu schaffen.

I: Abschließend: Möchten Sie noch etwas mitteilen?

Im Rennsport schaut man immer nach vorne und nicht zurück. Ich bin zuversichtlich, dass wir als Konzern gemeinsam gestärkt aus der Krise gehen und möchte mich bei allen für das Verständnis und die Mithilfe in dieser schwierigen Zeit bedanken.

I: Vielen Dank für das Interview.

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Lehre bei Pankl
Mit High Tech, High Speed und High Quality ins Berufsleben

2020 haben 25 Lehrlinge bei Pankl ihre Karriere gestartet, die meisten davon im Bereich Metalltechnik/Zerspanungstechnik. Trotz – oder gerade wegen – der vorherrschenden Unsicherheiten haben sich unsere neuen Lehrlinge für eine Lehre bei Pankl entschieden. Denn hier wird ihnen nicht nur ein spannendes Tätigkeitsfeld geboten, sondern auch ein sicherer Arbeitsplatz nach der LAP. „Als zukunftsorientiertes Unternehmen ist uns die Ausbildung unserer künftigen Fachkräfte sehr wichtig. Zusätzlich zu einem spannenden Job nach der Lehre haben unsere Lehrlinge jederzeit die Möglichkeit, verschiedene Bereiche kennenzulernen und sich auch in verschiedene Richtungen weiter zu entwickeln.“, betont Christoph Prattes, COO. Neben der fachlichen Ausbildung nehmen Unternehmenskultur, Teamwork und die Arbeitsatmosphäre einen sehr hohen Stellenwert bei Pankl ein.


Lehre bei Pankl

Pankl bietet ein breites Ausbildungsspektrum an: Man kann verschiedene Berufe erlernen – von Zerspanungstechniker/in, über Betriebslogistiker/in bis hin zu Koch/Köchin bieten wir eine große Berufspalette an. Neben der guten technischen Ausstattung gibt es für jeden Lehrling einen zugeschnittenen Lehrplan und eigens geschulte und erfahrene Lehrlingsausbilder. „Wir sind stolz, dass sich aus unseren Lehrlingen sehr gute Facharbeiter entwickeln, die sich auch nach ihrer Ausbildung selbstständig weiterbilden. Das bedeutet, dass wir mit unserem Ausbildungsansatz etwas richtig machen.“, erklärt Christian Tesch, Ausbildungsleiter für den Bereich Metalltechnik. „Wir sind als Unternehmen in den letzten Jahren deutlich gewachsen. Ein treibender Faktor war sicher, dass wir schon immer auf die qualitativ hochwertige Ausbildung unserer Lehrlinge gesetzt haben, um diese dann nach der Lehre im Unternehmen zu halten.“ Aktuell beschäftigt Pankl Racing Systems über 100 Lehrlinge und zählt als staatlich geprüfter Ausbildungsbetrieb somit zu einem der größten Ausbildner in der Region.

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Traumjob Zerspanungs- und
MetalltechnikerIn

Von all den ausgeschriebenen Lehrstellen hatte der Bereich Zerspanungstechnik/Metalltechnik die meisten weiblichen Bewerbungen erhalten. „Es freut uns sehr, dass immer mehr Mädchen ihren Traumjob in der Technik finden. Aktuell beschäftigen wir bei Pankl über 30 weibliche Zerspanungs- und Metalltechnik-Lehrlinge – Tendenz jährlich stark steigend!“, so Harald Egger, Head of Human Resources. Immer mehr Mädchen entscheiden sich zu einem handwerklichen Beruf, der ihnen Spaß macht und ihr technisches Talent fördert.


Lehre vs. Schule: Welche Vorteile bietet die Lehre?

Für Jugendliche, die ein handwerkliches Geschick aufweisen, bietet die Lehre eine unglaubliche Chance, ihre Talente schon früh in ihrem Job auszuleben und weiter zu entwickeln. Diese bildet ein gutes Grundgerüst, worauf die berufliche Karriere weiter aufgebaut werden kann. Bei Pankl ist zum Beispiel die Lehre mit Matura eine Option, aber kein Muss. Somit entscheidet man im Laufe seiner Karriere, in welchem Bereich man sich lieber weiterentwickeln möchte und kann dort sogar schon eine solide Berufserfahrung nachweisen. Zusätzlich haben Lehrlinge bei Pankl die Möglichkeit, im firmeninternen „Lehrlingscollege“ verschiedene Weiterbildungsmöglichkeiten zu nützen.

Lehrlinge im Bereich Zerspanungstechnik bei Pankl Racing Systems AG


Starte jetzt deine Karriere mit einer Lehre bei Pankl Racing Systems

Künftige Lehrlinge können sich jetzt schon für das nächste Lehrjahr bewerben. Unter panklracingsystems.kinsta.cloud/lehrlinge findet man alle Infos zu den einzelnen Lehrstellen. Für Fragen zur „Karriere mit Lehre“ bei Pankl Racing Systems steht Lehrlings-Recruiterin Melissa Salchenegger ([email protected]) gerne zu Verfügung.

Starte noch heute deine „Karriere mit Lehre“ und bewirb dich jetzt für deinen Traumjob bei der Pankl Racing Systems AG!

Pankl Kolben:
Der Unterschied führt oft zum Sieg

In den letzten 20 Jahren haben wir mit ihm die Weltmeisterschaften aller wichtigen Rennserien der Welt gewinnen können: Die Rede ist vom Kolben. Er ist wohl eines der wichtigsten Teile im Motor, denn er verwandelt die Verbrennungsenergie in mechanische Arbeit. Das passiert durch eine Explosion des Sauerstoff-Kraftstoffgemischs im Zylinder. Deshalb ist es vor allem im Rennsport wichtig, einen verlässlichen Partner zu haben, der mit einem qualitativ hochwertigen Produkt zur Seite steht.

Aller Anfang ist schwer

Angefangen mit dem Produkt „Pleuel“, hat Pankl im Jahr 1998 beschlossen, dass es mehr qualitativ-hochwertige Pankl-Motorkomponenten im Racing- und High-Performance-Bereich braucht. Dieser Bereich wurde in Bruck an der Mur implementiert. Damals noch ohne große Erfahrung, hat man mit Hilfe von Experten angefangen intern Know How aufzubauen und hat sich dabei auch auf externen Support gestützt. Mittlerweile blicken wir auf über 20 Jahre Erfahrung in diesem Bereich zurück und können unseren Kunden, gemeinsam mit dem Pleuel und dem Bolzen, ein Komplettpaket an leistungsrelevanten Bauteilen für ihre Fahrzeuge anbieten – und das aus einer Hand. Als One-Stop-Shop ist es uns, gemeinsam mit zuverlässigen Partnern, auch möglich, dass wir uns von einem weißen Blatt Papier ausgehend, um den gesamten Kurbeltrieb zu kümmern.

Von der Zeichnung bis zum fertigen Kolben

Anfangen wird jedes Kundenprojekt gleich: Nämlich mit einem weißen Blatt Papier. Auf Basis der uns zur Verfügung gestellten Motordaten konstruieren, berechnen und simulieren wir den für den jeweiligen Kunden optimalen Kolben. Um unseren Kunden eine hohe Designentwicklungsfrequenz zu ermöglichen, fertigen wir auf Wunsch erste Prototypen auf unserer Fast-track-Linie und das in kürzester Zeit. Ein hohes Maß an Flexibilität der gesamten Organisation macht es für den Kunden möglich, dass Design Optimierungen zum spätest möglichen Zeitpunkt noch einfließen können, nicht selten sogar erst, wenn die Fertigung bereits gestartet wurde.

Bis hin zur Serienfertigung haben unsere Kunden somit einen kompetenten und verlässlichen Partner an ihrer Seite. Unsere Produktionsstätte ist in den letzten Jahren stetig gewachsen und bildet heute ein wichtiges Standbein am Standort Bruck an der Mur. Im Kolben-Bereich werden die Bauteile auf modernsten Maschinen bearbeitet, um das Optimum in jeglicher Hinsicht herauszuholen.

Forschung & Entwicklung

After-Sales-Service ist ein sehr wichtiger Bestandteil des Kolben-Bereichs. Wir bieten unseren Kunden die Möglichkeit, die Bauteile nach deren Einsatz an uns zurück zu schicken, um sie anschließend in unserer Forschungs- und Entwicklungsabteilung zu analysieren. Dabei begutachten wir den Kolben sehr genau und achten auf viele Details, wie z.B. dem Schliffbild oder den Ringnut- und Nabenverschleiß. Das ermöglicht uns, noch besser zu werden und unsere Produkte weiter zu optimieren.

Mittlerweile verlassen jährlich rund 30.000 Kolben unseren Standort und werden zu verschiedenen, namhaften Kunden geliefert. Jedoch bedeutet diese Zahl für Pankl nicht, dass wir uns auf den bereits gefeierten Erfolgen ausruhen! Mental bereiten wir uns schon auf die nächsten Herausforderungen vor und freuen uns schon darauf, immer besser zu werden.

Racing with Corona: Die Zukunft des Motorsports

2020 beherrscht vor allem ein Thema die ganze Welt: Die Rede ist von Corona. Auch hierzulande hat die globale Pandemie nicht nur die Wirtschaft, sondern auch den Motorsport fest im Griff. Wir haben mit Wolfgang Plasser, CEO von Pankl Racing Systems, gesprochen und ihn gefragt, wie sich Racing bei Pankl weiterentwickeln wird.

I: Herr Plasser, inwiefern spürt Pankl die globale Pandemie im Motorsport?

Die Auswirkungen spüren wir nicht nur hinsichtlich der Vorsichtsmaßnahmen, Abstandsregeln und überdurchschnittlich hoher Home-Office-Tätigkeiten, sondern auch im Umsatz. Im Motorsport wurden die Reglements für nächstes Jahr eingefroren. Für die Rennställe bedeutet diese Entscheidung, dass hier weniger Entwicklungsarbeit stattfinden kann. Und da wir mit unseren Kunden auch auf dieser Ebene sehr viel und sehr eng zusammenarbeiten, werden wir kommende Saison das sehr spüren. Deshalb setzen wir in dieser Zeit sehr auf Forschung & Entwicklung, um dann, wenn es darauf ankommt, unseren Kunden unsere High-Tech-Produkte in High Quality mit High Speed liefern zu können. Wie Sie sehen, leben wir unser Firmenmotto auch in schwierigen Zeiten.

Mag. Wolfgang Plasser, CEO

I: Abseits von Corona wurde im Rennsport immer wieder das Thema „Budget Caps“ aufgegriffen und wird nun kommende Saison in Kraft treten. Wie bereitet sich Pankl darauf vor?

Nun, der Rennsport-Markt per se wächst seit 15 Jahren nicht mehr. Deshalb war es, und wird es uns in Zukunft wichtig sein, dass wir unseren Kunden einen echten Nutzen bieten. Im Endeffekt geht es im Racing um die Performance: Der Schnellste gewinnt. Mit diesem Ziel vor Augen wollen wir als Unternehmen innovativ sein, um Lösungen anzubieten, die unsere Kunden zu den Schnellsten in ihrer Klasse machen.

https://www.instagram.com/p/B_HBTIQq7Wk/

I: Wie wird sich der Motorsport aus Ihrer Sicht für den Zuschauer bzw. Fan verändern? Werden z.B. Geisterrennen zur Normalität?

Aktuell ist geplant, dass ab Herbst bereits erste Rennen mit Zuschauern stattfinden werden – natürlich mit genügend Abstand, Desinfektionsmittel und Maske. Dennoch ist und bleibt das Fernsehen, das wichtigste Medium für den Motorsport, denn den Überblick über die Geschehnisse auf der Strecke hat man ja dort am besten.

Wie es mit dem Sport per se weitergeht, kann man so nicht prognostizieren. Den Rennsport gibt es schon seit 3000 Jahren und wird es auch immer geben. Es werden nur immer wieder die Gegebenheiten adaptiert. Dadurch war er schon immer ein Sport der Anpassungen. Was am Ende des Tages aber zählt, ist der Sieg, wodurch wir als Partner unserer Kunden uns den Gegebenheiten anpassen müssen, flexibler zu werden, um die gewünschte Schnelligkeit zu garantieren.

Alles in allem wird sich die Menschheit an Corona gewöhnen müssen. Es wird an besseren Behandlungsmöglichkeiten gearbeitet, eine Medikation wird dafür auch in nächster Zeit entwickelt werden. Wir bei Pankl arbeiten nicht um Corona herum, sondern leben damit; mit dem obersten Ziel unsere MitarbeiterInnen und unsere Mitmenschen so gut wie möglich zu schützen.

I: Herr Plasser, vielen Dank für die spannende Diskussion zu diesem Thema!